01.09.2017, 20:45 Uhr
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04.09.2017, 20:45 Uhr
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Fußballnationalmannschaft der Slowakei


Fußballnationalmannschaft der Slowakei auf dem Weg zur EM 2016

Die Slowakische Nationalmannschaft gehört zu den jüngsten in Europa. So fand das erste Pflichtspiel der Mannschaft erst im Rahmen der EM-Qualifikation 1996 statt. Seitdem konnte die Slowakei allerdings noch keine großen Spuren auf der Landkarte des Weltfußballs hinterlassen. Anders als der Nachbar Tschechien, mit dem man bis 1993 eine gemeinsame Nation bildete, konnte man sich nie in der Weltspitze etablieren. Dabei stellten slowakische Spieler noch in den 1970er Jahren das Rückgrat der gemeinsamen tschechoslowakischen Mannschaft. So standen beim EM-Sieg gegen Deutschland 1976 neun slowakische und vier tschechische Spieler auf dem Platz. Momentan allerdings scheint sich der slowakische Fußball im Aufwind zu befinden. Mit Position 15 der Fifa-Weltrangliste steht man dort so gut da wie nie zuvor.

Nächstes Länderspiel: Deutschland – Slowakei am 29.05.2016

Slowakei bei der EM2016

Der EM-Kader von Slowakei

Endgültiger  EM-Kader: (Stand Juni 2016)

Tor: Matus Kozacik (Viktoria Pilsen), Jan Mucha (Slovan Bratislava), Jan Novota (Rapid Wien)

Abwehr: Peter Pekarik (Hertha BSC), Milan Skriniar (Sampdoria Genua), Martin Skrtel (FC Liverpool), Norbert Gyoember (AS Rom), Jan Durica (Lokomotive Moskau), Kornel Salata (Slovan Bratislava), Tomas Hubocan (Dynamo Moskau), Dusan Svento (1. FC Köln)

Mittelfeld: Viktor Pecovsky (MSK Zilina), Robert Mak (PAOK Saloniki), Juraj Kucka (AC Mailand), Patrik Hrosovsky (Viktoria Pilsen), Jan Gregus (FK Jablonec), Stanislav Sestak (Ferencvaros Budapest), Marek Hamsik (SSC Neapel), Ondrej Duda (Legia Warschau), Miroslav Stoch (Bursaspor), Vladimir Weiss (Al Gharafa/Katar)

Angriff: Michal Duris (Viktoria Pilsen), Adam Nemec (Willem II)

Die Slowakei in der EM-Qualifikation 2016

Bisher gehört die slowakische Nationalmannschaft zu den großen Überraschungen der EM-Qualifikation. Bereits am zweiten Spieltag schlug man den amtierenden Europameister Spanien mit 2:1 und setzte damit eine erste Duftmarke. Bis heute ist das Team noch ohne Punktverlust und führt mit achtzehn Punkten aus sechs Spielen die Tabelle der Gruppe C an. Der Vorsprung auf die drittplatzierten Ukrainer beträgt bereits sechs Punkte, so dass davon ausgegangen werden kann, dass sich die Slowakei das erste Mal eigenständig für eine Europameisterschaft qualifizieren wird.

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Spanien Spanien1090123:032027
2Slowakei Slowakei1071217:08922
3Ukraine 1061314:04819
4Weissrussland Weissrussland 1032508:14-611
5EJR Mazedonien EJR Mazedonien1011706:18-124
6Luxemburg Luxemburg1011806:27-214

Alle EM 2016 Qualifikationstabellen.

Slowakei's Martin Skrtel, Adam Nemec, Marek Hamsik and Miroslav Stoch (links nach rechts) feiern das 1:0 gegen Luxemburg am 27.März 2015 (AFP PHOTO / JOE KLAMAR)

Slowakei’s Martin Skrtel, Adam Nemec, Marek Hamsik and Miroslav Stoch (links nach rechts) feiern das 1:0 gegen Luxemburg am 27.März 2015 (AFP PHOTO / JOE KLAMAR)

Spielplan von Slowakei bei der EM2016

EM 2016 Spielplan der Gruppe B

SpielDatum Mannschaft1-Mannschaft2Ergebnis
311. Jun 18:00Wales Slowakei2:1 (1:0)
411. Jun 21:00England Russland 1:1 (0:0)
1315. Jun 15:00Russland Slowakei1:2 (0:2)
1616. Jun 15:00England Wales 2:1 (0:1)
2720. Jun 21:00Russland Wales 0:3 (0:2)
2820. Jun 21:00SlowakeiEngland 0:0

Das Trikot der Slowakei

Die Trikots der slowakischen Nationalmannschaft sind traditionell in den Nationalfarben Blau und Weiß gestaltet. Zuletzt wurde dabei in Heimspielen auf ein weißes Trikot gesetzt. Ausrüster ist seit dem Jahr 2012 die deutsche Firma Puma. Diese scheint von den Zukunftsaussichten des slowakischen Teams überzeugt und hat mit dem Verband gleich einen Vertrag bis zum Jahr 2026 abgeschlossen.

GruppeLandHerstellerHeimAuswärts
BSlowakei
Slowakei: Vervollständigt wird die Gruppe B mit der Slowakei und ihrem Ausrüster Puma. Antreten wird der Euro-Neuling Zuhause in einer weißen Grundlage mit breiten blauen Querstreifen auf den Ärmeln, die bis zum Ärmelende hinuntergehen und einem blauen Rundkragen. Das Verbandswappen hat seinen Platz zusammen mit dem Logo der Slowakei auf der rechten bzw. linken Brust erhalten. Dazwischen und auf den Schultern ist das Puma-Logo zu erkennen. Das Away-Trikot ist in einem maritimem Blau gehalten, bei dem lediglich die Streifen auf den Ärmeln himmelblau sind.

Das Heimtrikot zur EM 2016

Die Fussballnationalmannschaft der Slowakei vor dem Euro 2016 Gruppe C Spiel gegen Mazedonien in Zilinaam 14.Juni 2015. AFP PHOTO / JOE KLAMAR

Das Auswärtstrikot zur EM 2016

Slowakischer Mittelfeldspieler Miroslav Stoch feiert sein erstes Tor beim Länderspiel Irland gegen Slowakei in Dublin am 29.03. 2016. / AFP / PAUL FAITH

 

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Die Geschichte der slowakischen Nationalmannschaft

Anfänge der Mannschaft

Die ersten Spiele einer slowakischen Nationalmannschaft fanden bereits zwischen 1939 und 1944 statt. Zuvor war im Zuge des Münchener Abkommens die erste slowakische Republik entstanden. Allerdings trat die slowakische Mannschaft nur gegen das Deutsche Reich und seine Verbündeten an. Das erste Länderspiel am 27.08.1939 in Bratislava endete mit einem 2:0-Sieg für die Slowakei gegen das Deutsche Reich. An diesen Erfolg konnte die Mannschaft später aber nur selten anknüpfen. Von den ersten 16 Länderspielen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verlor die Mannschaft elf. Weitere Länderspiele fanden dann erst nach der friedlichen Trennung von Tschechien 1993 statt. Immerhin konnte seitdem die Länderspielbilanz leicht aufgebessert werden. Inzwischen kommt die slowakische Nationalmannschaft auf 98 Siege, 58 Unentschieden und 92 Niederlagen.

Europa- und Weltmeisterschaftsteilnahmen

Der Kalender der WM-Qualifikation nimmt natürlich keine Rücksicht auf politische Ausnahmesituationen. Deswegen trat in der WM-Qualifikation 1994 bis zuletzt ein tschechoslowakisches Team an, obwohl der Staat schon seit mehreren Monaten nicht mehr existierte. Das Team scheiterte allerdings. Der erste wirklich slowakische Qualifikationsversuch zu einem großen Turnier fand daher erst im Vorfeld der Europameisterschaft 1996 statt. Das slowakische Team schlug sich nicht schlecht, belegte aber letztlich den dritten Platz in der Gruppe und musste somit Rumänien und Frankreich den Vortritt lassen.

Bei der ersten WM-Qualifikation kam es gleich zum Bruderduell gegen Tschechien. Die Slowakei gewann ihr Heimspiel mit 2:1, verlor in Tschechien aber mit 0:3. Letztlich schieden beide Teams punktgleich in der Qualifikation aus. So oder so ähnlich endeten beinahe alle Qualifikationsversuche der Slowaken: Sie waren kein Kanonenfutter, schafften es aber auch nicht bis zur Endrunde. Zwei Ausnahmen gab es allerdings: Vor der WM 2006 scheiterte man erst in der Relegation der Gruppenzweiten an Spanien. Vier Jahre später machte man es schließlich besser und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Es ist bis heute die einzige Teilnahme der Slowakei an einem großen Turnier. Hoffnung besteht allerdings bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Dort trifft man auf Spanien, die Ukraine, Weißrussland, Mazedonien und Luxemburg.

Juraj Kucka (C) feiert sein Tor gegen Spanien am 9.Oktober 2014. AFP PHOTO / SAMUEL KUBANI

Juraj Kucka (C) feiert sein Tor gegen Spanien am 9.Oktober 2014. AFP PHOTO / SAMUEL KUBANI

Erfolge der slowakischen Nationalmannschaft

In der offiziellen Statistik der FIFA wurden die Titel der Tschechoslowakei beiden Nachfolgenationen gutgeschrieben. Deswegen ist dort der EM-Titel 1976 auch als größter Erfolg der slowakischen Nationalmannschaft verzeichnet. Seit der Teilung der Tschechoslowakei kam allerdings kein weiterer großer Titel hinzu. Lediglich der Sieg bei einem japanischen Einladungsturnier, dem so genannten Kirin-Cup im Jahr 2000, kann als kleiner Titelgewinn gewertet werden. Ansonsten war bereits die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika ein großer Erfolg, zumal man sich dort mehr als achtbar aus der Affäre zog. Durch einen 3:2-Sieg am letzten Spieltag der Vorrunde gegen den amtierenden Weltmeister aus Italien sicherte sich die Slowakei sogar den Einzug ins Achtelfinale. Umjubelter doppelter Torschütze war dabei der früher beim 1. FC Nürnberg aktive Róbert Vittek. Auch im Achtelfinale gegen die Niederlande traf Vittek, allerdings erst in der Nachspielzeit zum 1:2-Anschlußtreffer. Zuvor hatten Robben und Sneijder das Spiel bereits zugunsten des späteren Finalisten in den orangenen Trikots entschieden. Dennoch ist der Achtelfinaleinzug bis heute der größte Erfolg in der Geschichte des slowakischen Fußballverbandes.

Die Slowakei im Auswärtstrikoto gegen die Ukraine am 8.September 2014. AFP PHOTO/ SERGEI SUPINSKY

Die Slowakei im Auswärtstrikoto gegen die Ukraine am 8.September 2014. AFP PHOTO/ SERGEI SUPINSKY

Slowakische Fußballstars früher und heute

Was aus Róbert Vitteks Karriere hätte werden können, wenn ihn nicht immer wieder Verletzungen zurückgeworfen hätten, werden wir nie erfahren. Tatsache ist aber, dass seine Leistungen als Jugendspieler beim slowakischen Verein ŠK Slovan Bratislava sogar Real Madrid auf ihn aufmerksam werden ließen. Der bereits unterschriebene Vorvertrag trat allerdings aufgrund einer schweren Knieverletzung nie in Kraft. Vittek startete seine Profikarriere schließlich in Bratislava, bevor er im Sommer 2003 zum 1. FC Nürnberg wechselte. Dort bildete er zusammen mit Marek Mintal ein slowakisches Duo, das entscheidenden Anteil am Bundesligaaufstieg des Clubs 2004 hatte. Vitteks Start in die Bundesliga verlief dann eher holprig. Er startete allerdings durch, als in der Rückrunde der Saison 2005/06 Hans Meyer den Trainerposten übernahm. Vittek schoss in den verbleibenden 17 Spielen starke 16 Tore und führte Nürnberg vom letzten Tabellenplatz aus noch auf Rang acht. Seine Tore für die Nationalmannschaft führten das Team zudem in die Playoffs, wo man allerdings an Spanien scheiterte. Trotzdem wurde er 2006 zum Slowakischen Fußballer des Jahres gewählt. Anschließend wurde Vittek erneut durch zahlreiche Verletzungen zurückgeworfen und konnte im Vereinstrikot nicht mehr an seine starke Rückrunde anknüpfen. Mit dem Nationalteam qualifizierte er sich allerdings für die WM 2010 und traf dort insgesamt viermal. Mit 23 Toren in 80 Länderspielen ist er zudem der slowakische Rekordtorschütze.

Bisher noch ohne Torerfolg im slowakischen Trikot ist der beim SC Freiburg unter Vertrag stehende Karim Guédé. Ursprünglich wurde Guédé in Hamburg als Sohn einer togolesischen Mutter geboren. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 wurde er sogar in das Aufgebot der Nationalmannschaft Togos berufen, konnte sich aber nicht für den finalen WM-Kader empfehlen. Von 2006 bis 2011 spielte Guédé dann auf Vereinsebene in der Slowakei. Zunächst beim FC Petržalka 1898, später dann beim ŠK Slovan Bratislava. In dieser Zeit gewann er zwei Mal die Meisterschaft und drei Mal den slowakischen Pokal. Kurz vor seinem Wechsel zum SC Freiburg erhielt er 2011 die slowakische Staatsbürgerschaft. Seitdem ist er auch für die Nationalmannschaft spielberechtigt und kam bisher in 14 Partien zum Einsatz.

Die Slowakei in der WM 2018 Qualifikation

WM 2018 Qualifikation Gruppe F

Team Nr.NationFIFA-PunkteTopf
1England England11571
2Slowakei Slowakei10162
3Schottland Schottland7743
4Slowenien Slowenien6264
5Litauen Litauen3015
6Malta Malta1576

Alle WM 2018 Qualifikationstabellen.

 

Daten über die Fußballnationalmannschaft der Slowakei

Weltrangliste:  32(Stand April 2016)

WM-Teilnahmen: WM 2010

Größte Erfolge: Teilnahme WM 2010

Europäische Erfolge:

letztes Spiel gegen Deutschland: 06.06.2007 inHamburg: Deutschland – Slowakei 2:1 in der EM 2008-Qualifikation

Bisherige Länderspiele gegen Deutschland

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
26.06.2016LilleDeutschland - Slowakei-:-EM-Achtelfinale
29.05.2016AugsburgDeutschland - Slowakei1:3F-Spiel
79106.06.2007HamburgDeutschland - Slowakei2:1EM-Qualifikation
78511.10.2006BratislavaSlowakei - Deutschland1:4EM-Qualifikation
76403.09.2005BratislavaSlowakei - Deutschland2:0F-Spiel
70129.05.2001BremenDeutschland - Slowakei2:0F-Spiel
19822.11.1942BratislavaSlowakei - Deutschland2:5F-Spiel
18807.12.1941BreslauDeutschland - Slowakei4:0F-Spiel
17515.09.1940BratislavaSlowakei - Deutschland0:1F-Spiel
16903.12.1939ChemnitzDeutschland - Slowakei3:1F-Spiel
16327.08.1939BratislavaSlowakei - Deutschland2:0F-Spiel

 

Marek Hamsik (R) beim Spiel gegen Luxemburg in Zilina am 27.März 2015. AFP PHOTO / JOE KLAMAR

Marek Hamsik (R) beim Spiel gegen Luxemburg in Zilina am 27.März 2015. AFP PHOTO / JOE KLAMAR

Marek Hamsik im blauen Slowakei-Trikot am 12.Oktober 2014. AFP PHOTO/MAKSIM MALINOVSKY

Marek Hamsik im blauen Slowakei-Trikot am 12.Oktober 2014. AFP PHOTO/MAKSIM MALINOVSKY