Frankreich wird Weltmeister 2018! Zum Liveticker des WM-Finales
14.7. 16 Uhr Belgien 2:0England
15.7. 17 Uhr Frankreich4:2 Kroatien

Fußballnationalmannschaft von Russland


Russland vor dem Heimspiel WM 2018

Die Sowjetunion gehörte jahrzehntelang zu den Fußballgroßmächten in Europa. Insgesamt viermal erreichte die Mannschaft das EM-Finale, konnte aber nur 1960 tatsächlich den Titel holen. Dennoch galt die russische Nationalmannschaft auch nach der Auflösung der Sowjetunion stets als Team mit großem spielerischem Potential. Die hohen Erwartungen konnte die Mannschaft dabei aber nur selten erfüllen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass traditionell ein erheblicher Teil der sowjetischen Auswahl aus ukrainischen Spielern bestand. Durch die Unabhängigkeit der Ukraine wurde der Talentpool der russischen Auswahl daher erheblich verkleinert. Durch die zumeist enttäuschten Erwartungen, kam es auch auf der Trainerposition zu ständigen Wechseln, so dass sich nie eine einheitliche Spielphilosophie etablieren konnte. Nach zahllosen erfolglosen Versuchen den russischen Fussball wieder auf ein annehmbares Niveau zu bringen soll es  nun  Stanislaw Tschertschessow richten. Kein einfacher Job, denn im Jahr 2018 wird Russland die WM 2018 ausrichten und man erwartet Leistung zur Heim-WM.

Russlands Nationalstürmer Fyodor Smolov im Testspiel gegen Frankreich im neuen Saint Petersburg Stadium am 27.März 2018. / AFP PHOTO / Kirill KUDRYAVTSEV

Russlands Nationalstürmer Fyodor Smolov im Testspiel gegen Frankreich im neuen Saint Petersburg Stadium am 27.März 2018. / AFP PHOTO / Kirill KUDRYAVTSEV

Gegen wen spielt Russland bei der WM 2018?

Russland ist als Gastgeber der WM 2018 als Gruppenkopf der Gruppe A gesetzt und musste somit keine Qualifikation spielen. In dieser Gruppe trifft man auf die Mannschaften aus Uruguay, Ägypten und Saudi-Arabien. Nach Uruguay gelten die Russen mit ihrem Heimvorteil und die Ägypter mit Superstar Mo Salah als wahrscheinlichste Kandidaten für den zweiten Platz in der Gruppe.

Nr.TeamSpieleGUVToreTordiff.Punkte
1Uruguay 33005:0+59
2Russland 32018:4+46
3Saudi-Arabien31022:7-53
4Ägypten 30032:6-40

14.Juni 2018: Heute um 17 Uhr ist Anpfiff beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Russland und Saudi Arabien!

Das WM Eröffnungsspiel 2018 zwischen Russland und Saudi Arabien.

Das WM Eröffnungsspiel 2018 zwischen Russland und Saudi Arabien.

Russland in der WM-Qualifikation 2018

Als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 ist Russland dort automatisch qualifiziert und als Kopf der Gruppe A bei der Auslosung gesetzt. Im Anschluss an die Europameisterschaft 2016 hat Russland daher zunächst ausschließlich Freundschaftsspiele. Einzige Ausnahme: Der Konföderationenpokal 2017, der als WM-Generalprobe ebenfalls in Russland stattfand. Dort musste man jedoch schon in der Gruppenphase gegen Mannschaften wie Portugal und Mexiko schon in der Vorrunde die Segel streichen.

Der WM 2018 Kader von Russland

Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow ist nicht nur als Hologramm bei der deutschen Kaderbekanntgabe aufgetreten sondern war auch selbst fleißig. Am gleichen Tag wie sein ehemaliger Trainer Joachim Löw ernannte Tschertschessow sein vorläufiges Aufgebot für die Heim WM der Russen. Mit im Kader waren auch zwei alte Bekannte aus der Bundesliga – Roman Neustädter (jetzt Fenerbahce Istanbul, früher Mainz, Schalke und Gladbach) und Konstantin Rausch (jetzte Dynamo Moskau, früher FC Köln, Hannover, Stuttgart). Beide Deutschrussen schafften es jedoch nicht in den am 4. Juni veröffentlichten endgültigen Kader, für sie ist der WM Traum geplatzt!

Russlands endgültiger WM Kader

Tor: Igor Akinfeev (ZSKA Moskau), Vladimir Gabulov (FC Brügge), Andrey Lunev (Zenit St. Petersburg)
Abwehr: Vladimir Granat (Rubin Kasan), Sergey Ignashevich (ZSKA Moskau), Fedor Kudryashov (Rubin Kasan), Ilya Kutepov (Spartak Moskau), Mario Fernandes (ZSKA Moskau), Andrei Semyonov (Achmat Grosny), Igor Smolnikov (Zenit St. Petersburg)
Mittelfeld: Yuriy Zhirkov (Zenit St. Petersburg), Denis Cheryshev (FC Villarreal), Alan Dzagoev (ZSKA Moskau), Aleksandr Erokhin (Zenit St. Petersburg), Yuri Gazinsky (FK Krasnodar), Aleksandr Golovin (ZSKA Moskau), Daler Kuzyaev (Zenit St. Petersburg), Anton Miranchuk (Lokomotive Moskau), Aleksandr Samedov (Spartak Moskau), Roman Zobnin (Spartak Moskau)
Angriff: Artyom Dzyuba (Arsenal Tula), Aleksey Miranchuk (Lokomotive Moskau), Fyodor Smolov (FK Krasnodar)

Das Trikot von Russland

Das russische Trikot war stets in den Farben der Landesflagge designt. Zu Beginn wurde dabei vor allem auf die Farben Blau und Weiß gesetzt. Heute sind die Heimtrikots hingegen Rot, die Auswärtstrikots meist weiß. Auch die neuen WM 2018 Trikots von ihrem langjährigen Ausstatter Adidas folgen diesen Farben. Das neue WM 2018 Heimtrikot von Russland ist dabei inspiriert von den ikonischen rot-weißen Trikots die man zu Sowjetzeiten trug und mit denen man die größten Erfolge im Fussball feiern konnte. Auf dem roten Trikot sind an den Ärmeln zwei weiße Streifen zu sehen sowie ein weißer Kragen die bekannten drei Streifen von Adidas auf den Schultern. Das Auwärtstrikot der Russen ist dabei weiß mit einem grauen Pixelmuster auf der Brust. Auf den Schultern sind die drei Streifen von Adidas in Blau zu sehen und Kragen sowie Ärmelbbündchen sind ebenfalls in blau gehalten. Ein etwas extravaganteres Trikot, dass jedoch bei den Fans gut ankommen könnte.

Das WM 2018 Heimtrikot

Russlands neues Adidas Heimtrikot zur WM 2018 im eigenen Land.

Das WM 2018 Auswärtstrikot

Russlands neues Adidas Auswärtstrikot für die Heim-WM 2018. Photo: Adidas.

GruppeLandHerstellerHeimAuswärts
BRussland
Russland: Anfang Januar 2016 hat Adidas das Geheimnis um die Trikotfarben Russlands gelüftet. Das Heimtrikot ist im Farbton Burgund gehalten und kann seitlich die drei charakteristischen Adidas-Streifen in Gold aufweisen. Zusätzlich ist das Heimtrikot mit dem transparenten Logo des russischen Heraldik ausgestattet. Das Auswärtstrikot ist überwiegend in Weiß gehalten und weißt ebenfalls die typischen Adidas-Streifen an der Seite auf, die hier jedoch rot sind. Auf der Brust wird bei Auswärtsspielen in einem grauweißen Gefilde das russische Nationallogo getragen.

 

Russlands neues Heimtrikot beim Photoshooting. Photo: Adidas.

Russlands neues Heimtrikot beim Photoshooting. Photo: Adidas.

Fanartikel der russichen Nationalmannschaft zur WM 2018

 

Die Geschichte der russichen Nationalmannschaft

Die Anfänge der Mannschaft

Der erste russische Fußballverband wurde 1912 im russischen Kaiserreich gegründet. Die im Zuge dessen entstandene Nationalmannschaft nahm dann noch im selben Jahr an den Olympischen Spielen 2012 in Stockholm teil. Dort verlor man gleich das erste Spiel gegen Finnland mit 1:2. In der anschließenden Trostrunde setzte es zwei noch deutlich heftigere Niederlagen: Gegen das Deutsche Reich verlor Russland 0:16, gegen Ungarn 0:12. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges beendete diese frühe Phase des russischen Fußballs auf drastische Weise. In den insgesamt sieben bis dahin stattgefundenen offiziellen Länderspielen konnte die russische Mannschaft nur einen einzigen Sieg einfahren: Ein 4:1-Sieg in einem Freundschaftsspiel gegen Schweden. Nach der russischen Revolution waren die russischen Spieler dann für mehrere Jahrzehnte Teil der sowjetischen Nationalmannschaft. Erst 1992 meldete sich Russland mit einem 2:0-Sieg gegen Mexiko zurück auf der Fußball-Weltkarte. Inzwischen ist auch die Länderspielbilanz Russlands deutlich positiv. Sie steht bei 318 Siegen, 162 Unentschieden und 131 Niederlagen.

Europa- und Weltmeisterschaftsteilnahmen

Die nach dem Zerfall der Sowjetunion neu gegründete russische Nationalmannschaft war nur bei der Hälfte der WM-Qualifikationen erfolgreich. So konnte man sich 1994 gleich für die erste Weltmeisterschaft qualifizieren. Seitdem sind aber nur noch die WM-Teilnahmen 2002 und 2014 hinzugekommen. Besonders bitter war dabei das Scheitern bei in der Qualifikation zur EM 2010. Nach einer starken Performance bei der Europameisterschaft 2008 galt Russland damals als einer der Geheimfavoriten. In einer Gruppe mit der deutschen Mannschaft belegte man allerdings nur den zweiten Platz und scheiterte anschließend in den Playoffs an Slowenien. Zumindest bei der nächsten WM 2018 wird Russland als Gastgeber aber automatisch qualifiziert sein.

Etwas erfolgreicher gestalteten sich die EM-Qualifikationen des russischen Teams. Seit 1996 leistete sich die Mannschaft hier nur einen Ausrutscher, als sie in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden hinter Frankreich und der Ukraine nur den dritten Platz belegte.

Erfolge Russlands

Offiziell wurde die russische Nationalmannschaft von der FIFA zum Nachfolger der Sowjetmannschaft bestimmt. Theoretisch kann also der EM-Titel 1960 als größter Erfolg des russischen Nationalteams gelten. Allerdings gehörten damals auch Spieler aus anderen Teilrepubliken zur Mannschaft. Seit der Auflösung der Sowjetunion, konnte das russische Team nur ein einziges Mal für Furore sorgen. Unter dem niederländischen Trainer Guus Hiddink kassierte Russland bei der Europameisterschaft 2008 zwar eine 1:4-Auftaktniederlage gegen Spanien, fand dann aber besser ins Turnier. Nach zwei Siegen gegen Schweden und Griechenland kam es im Viertelfinale zum Duell gegen die Niederlande. Diese hatten die Vorrunde ungeschlagen überstanden und galten zu diesem Zeitpunkt als einer der großen Titelfavoriten. Im vielleicht besten Spiel des Turniers behielt Russland aber mit 3:1 nach Verlängerung die Oberhand. Im Halbfinale konnte das Team an diese Leistung allerdings nicht wieder anknüpfen und verlor erneut gegen Spanien mit 0:3. Dennoch stellt der Halbfinaleinzug den größten Erfolg der russischen Nationalmannschaft dar. Denn bei allen anderen Endrundenteilnahmen schied die Mannschaft bereits in der Vorrunde aus.

Russlands Startaufstellung gegen Neuseeland im Eröffnungsspiel des Confed-Cups 2017. Photo: AFP.

Russlands Startaufstellung gegen Neuseeland im Eröffnungsspiel des Confed-Cups 2017. Photo: AFP.

Russische Fußballstars – früher und heute

Zu den besten russischen Spielern bei der Europameisterschaft 2008 gehörte Andrei Arschawin. Der begnadete Dribbler war damals bei Zenit St. Petersburg aktiv und hatte entscheidenden Anteil am sportlichen Höhenflug des Teams. So gewann Arschawin im Vereinstrikot 2007 die russische Meisterschaft und ein Jahr später sogar den UEFA-Pokal. Im Halbfinale demütigte man dabei sogar den großen FC Bayern München und gewann das Rückspiel im heimischen Stadion mit 4:0. Ausgerechnet in diesem Spiel war Arschawin allerdings gelbgesperrt. Im Finale gegen die Glasgow Rangers spielte er dann aber wieder über die volle Distanz. Die starken Leistungen des Mittelfeldspielers fanden auch international Beachtung und im Sommer 2009 wechselte der Russe zum FC Arsenal in die Premier League. Heute spielt Arschawin noch beim russischen Klub FK Kuban Krasnodar, hat sich inzwischen aber auch ein zweites sportliches Standbein als Pokerspieler aufgebaut.

Heute sind russische Spieler in den europäischen Topligen eher eine Seltenheit. Dies hängt nicht zuletzt mit der Ausländerbeschränkung in der russischen Liga zusammen. Dadurch sind die russischen Topvereine auf gute einheimische Spieler angewiesen und bezahlen diese weit über dem eigentlichen Marktniveau. Dies dürfte auch für Alan Dzagoev bei ZSKA Moskau gelten. Denn bereits 2008 zeigte Real Madrid Interesse an dem offensiven Mittelfeldspieler. Dieser entschied sich aber für einen Verbleib im Trikot des ehemaligen Moskauer Armeeklubs. Er verkündete zudem, dass er bei einem Wechsel zunächst die britische Premier League in Betracht ziehen würde. Auch in der Nationalmannschaft gehört Dzagoev seit Jahren zu den Leistungsträgern des Teams. So war er bei der Europameisterschaft 2012 mit drei Treffern teaminterner Torschützenkönig und gehörte auch bei der Weltmeisterschaft 2014 zu den besseren Spielern der russischen Mannschaft. Der neue Star des Teams beim Turnier im eigenen Land könnte dieses Jahr der erst 21 Jahre alte Aleksandr Golovin Werden. Der Mittelfeldspieler vom CSKA Moskau gilt als großes Talent und viele Fans hoffen, dass er Russlands Team einen Schritt weiter bringen könnte.

 

Daten über die Fußballnationalmannschaft von Russland

Weltrangliste:  66. (Stand Mai 2018)

WM-Teilnahmen: WM 2014, 2018

Größte Erfolge:  EM Halbfinale 2008

Europäische Erfolge: EM Halbfinale 2008

letztes Spiel gegen Deutschland: 10.10.2009 in Moskau: Russland – Deutschland 0:1 WM-Qualifikation

Bisherige Länderspiele gegen Deutschland

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
82310.10.2009MoskauRussland - Deutschland00:01WM-Qualifikation
81211.10.2008DortmundDeutschland - Russland02:01WM-Qualifikation
75708.06.2005MönchengladbachDeutschland - Russland02:02F-Spiel
63816.06.1996ManchesterDeutschland - Russland03:00EM-Vorrunde
61407.09.1994MoskauRussland - Deutschland00:01F-Spiel
2201.07.1912StockholmDeutschland - Russland16:00Olympische Spiele

Fotogalerie der  Fußballnationalmannschaft von

Alle Fotos Copyright AFP


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