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Fußballnationalmannschaft von Russland


Russland auf dem Weg zur EM 2016

Die Sowjetunion gehörte jahrzehntelang zu den Fußballgroßmächten in Europa. Insgesamt viermal erreichte die Mannschaft das EM-Finale, konnte aber nur 1960 tatsächlich den Titel holen. Dennoch galt die russische Nationalmannschaft auch nach der Auflösung der Sowjetunion stets als Team mit großem spielerischem Potential. Die hohen Erwartungen konnte die Mannschaft dabei aber nur selten erfüllen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass traditionell ein erheblicher Teil der sowjetischen Auswahl aus ukrainischen Spielern bestand. Durch die Unabhängigkeit der Ukraine wurde der Talentpool der russischen Auswahl daher erheblich verkleinert. Durch die zumeist enttäuschten Erwartungen, kam es auch auf der Trainerposition zu ständigen Wechseln, so dass sich nie eine einheitliche Spielphilosophie etablieren konnte. Nach zahlreichen großen Namen aus dem Ausland, soll es nun mit Leonid Wiktorowitsch Sluzki wieder ein einheimischer Trainer richten. Im Jahr 2018 wird Russland zudem die WM 2018 ausrichten.

Russland bei der EM2016

Russlands EM Kader 2016

Endgültiger  EM-Kader: (Stand Juni 2016)

Torhüter: Igor Akinfejew (ZSKA Moskau), Guilherme (Lokomotiwe Moskau), Juri Lodygin (Zenit St. Petersburg)

Abwehr: Alexej Beresuzki (ZSKA Moskau), Wasilij Beresuzki (ZSKA Moskau), Sergej Ignaschewitsch (ZSKA Moskau), Dmitri Kombarow (Spartak Moskau), Roman Neustädter (Schalke 04), Igor Smolnikow (Zenit St Petersburg), Roman Schischkin (Lokomotiwe Moskau), Georgij Tschchennikow (ZSKA Moskau)

Mittelfeld: Alexander Golowin (ZSKA Moskau), Denis Gluschakow (Spartak Moskau), Igor Denisow (Dynamo Moskau), Dimitri Tobinskij (FK Krasnodar), Oleg Iwanow (Terek Grozny), Pawel Mamajew (FK Krasnodar), Alexander Samedow (Lokomotive Moskau), Oleg Schatow (Zenit St Petersburg), Roman Schirokow (ZSKA Moskau)

Angriff: Artem Dschjuba (Zenit St. Petersburg), Alexander Kokorin (Zenit St. Petersburg), Fedor Smolow (FK Krasnodar)

Russlands Nationaltrainer Leonid Sluzkijhat sein 23-köpfiges Aufgebot für die Endrunde in Frankreich benannt. Als einzigen Legionär nimmt er den Abwehrspieler Roman Neustädter vom FC Schalke 04 in sein 23-köpfiges Aufgebot für die Endrunde in Frankreich.

Russland in der EM Qualifikation 2016

Die EM-Qualifikation verlief für das russische Nationalteam bisher eher mäßig. In der Gruppe G trifft man auf Österreich, Schweden, Montenegro, Liechtenstein und Moldawien. Gegen Österreich und Schweden verlor Russland allerdings jeweils mit 0:1 und liegt daher momentan nur auf dem dritten Gruppenplatz. Damit müsste das Land den Umweg über die Relegation nehmen.

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Österreich Österreich1091022:051728
2Russland 1062221:051520
3Schweden Schweden1053215:09618
4Montenegro Montenegro1032412:11111
5Liechtenstein Liechtenstein1012502:24-225
6Moldawien Moldawien1002804:18-142

Alle EM 2016 Qualifikationstabellen.

Spielplan von Russlan bei der EM 2016

EM 2016 Spielplan der Gruppe B

SpielDatum Mannschaft1-Mannschaft2Ergebnis
311. Jun 18:00Wales Slowakei2:1 (1:0)
411. Jun 21:00England Russland 1:1 (0:0)
1315. Jun 15:00Russland Slowakei1:2 (0:2)
1616. Jun 15:00England Wales 2:1 (0:1)
2720. Jun 21:00Russland Wales 0:3 (0:2)
2820. Jun 21:00SlowakeiEngland 0:0

Das Trikot von Russland

Das russische Trikot war stets in den Farben der Landesflagge designt. Zu Beginn wurde dabei vor allem auf die Farben Blau und Weiß gesetzt. Heute sind die Heimtrikots hingegen Rot, die Auswärtstrikots weiterhin weiß mit blauen Streifen. Ausrüster ist das deutsche Unternehmen Adidas.

GruppeLandHerstellerHeimAuswärts
BRussland
Russland: Anfang Januar 2016 hat Adidas das Geheimnis um die Trikotfarben Russlands gelüftet. Das Heimtrikot ist im Farbton Burgund gehalten und kann seitlich die drei charakteristischen Adidas-Streifen in Gold aufweisen. Zusätzlich ist das Heimtrikot mit dem transparenten Logo des russischen Heraldik ausgestattet. Das Auswärtstrikot ist überwiegend in Weiß gehalten und weißt ebenfalls die typischen Adidas-Streifen an der Seite auf, die hier jedoch rot sind. Auf der Brust wird bei Auswärtsspielen in einem grauweißen Gefilde das russische Nationallogo getragen.

 

Das Heimtrikot zur EM 2016

Die russiche Nationalmannschaft (vorne von links nach rechts) Igor Smolnikov, Pavel Mamaev, Dmitri Kombarov, Aleksandr Samedov, Denis Glushakov and (Hinten von links nach rechts) Fedor Smolov, Dmitri Tarasov, Oleg Ivanov, Aleksei Berezutski, Stanislav Kritsyuk and Sergei Ignashevich vor dem Freundschaftsspiel Russland gegen litauen am 26.März. 2016. / AFP / ALEXANDER NEMENOV

Das Auswärtstrikot zur EM 2016

Russlands Fußballnationalmannschaft im neuen Auswärtstrikot von adidas am 14.November 2015. AFP PHOTO / KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP / KIRILL KUDRYAVTSEV

Fanartikel der russichen Nationalmannschaft zur EM 2016

emtrikots-banner

Die Geschichte der russichen Nationalmannschaft

Die Anfänge der Mannschaft

Der erste russische Fußballverband wurde 1912 im russischen Kaiserreich gegründet. Die im Zuge dessen entstandene Nationalmannschaft nahm dann noch im selben Jahr an den Olympischen Spielen 2012 in Stockholm teil. Dort verlor man gleich das erste Spiel gegen Finnland mit 1:2. In der anschließenden Trostrunde setzte es zwei noch deutlich heftigere Niederlagen: Gegen das Deutsche Reich verlor Russland 0:16, gegen Ungarn 0:12. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges beendete diese frühe Phase des russischen Fußballs auf drastische Weise. In den insgesamt sieben bis dahin stattgefundenen offiziellen Länderspielen konnte die russische Mannschaft nur einen einzigen Sieg einfahren: Ein 4:1-Sieg in einem Freundschaftsspiel gegen Schweden. Nach der russischen Revolution waren die russischen Spieler dann für mehrere Jahrzehnte Teil der sowjetischen Nationalmannschaft. Erst 1992 meldete sich Russland mit einem 2:0-Sieg gegen Mexiko zurück auf der Fußball-Weltkarte. Inzwischen ist auch die Länderspielbilanz Russlands deutlich positiv. Sie steht bei 318 Siegen, 162 Unentschieden und 131 Niederlagen.

Europa- und Weltmeisterschaftsteilnahmen

Die nach dem Zerfall der Sowjetunion neu gegründete russische Nationalmannschaft war nur bei der Hälfte der WM-Qualifikationen erfolgreich. So konnte man sich 1994 gleich für die erste Weltmeisterschaft qualifizieren. Seitdem sind aber nur noch die WM-Teilnahmen 2002 und 2014 hinzugekommen. Besonders bitter war dabei das Scheitern bei in der Qualifikation zur EM 2010. Nach einer starken Performance bei der Europameisterschaft 2008 galt Russland damals als einer der Geheimfavoriten. In einer Gruppe mit der deutschen Mannschaft belegte man allerdings nur den zweiten Platz und scheiterte anschließend in den Playoffs an Slowenien. Zumindest bei der nächsten WM 2018 wird Russland als Gastgeber aber automatisch qualifiziert sein.

Etwas erfolgreicher gestalteten sich die EM-Qualifikationen des russischen Teams. Seit 1996 leistete sich die Mannschaft hier nur einen Ausrutscher, als sie in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden hinter Frankreich und der Ukraine nur den dritten Platz belegte.

Erfolge Russlands

Offiziell wurde die russische Nationalmannschaft von der FIFA zum Nachfolger der Sowjetmannschaft bestimmt. Theoretisch kann also der EM-Titel 1960 als größter Erfolg des russischen Nationalteams gelten. Allerdings gehörten damals auch Spieler aus anderen Teilrepubliken zur Mannschaft. Seit der Auflösung der Sowjetunion, konnte das russische Team nur ein einziges Mal für Furore sorgen. Unter dem niederländischen Trainer Guus Hiddink kassierte Russland bei der Europameisterschaft 2008 zwar eine 1:4-Auftaktniederlage gegen Spanien, fand dann aber besser ins Turnier. Nach zwei Siegen gegen Schweden und Griechenland kam es im Viertelfinale zum Duell gegen die Niederlande. Diese hatten die Vorrunde ungeschlagen überstanden und galten zu diesem Zeitpunkt als einer der großen Titelfavoriten. Im vielleicht besten Spiel des Turniers behielt Russland aber mit 3:1 nach Verlängerung die Oberhand. Im Halbfinale konnte das Team an diese Leistung allerdings nicht wieder anknüpfen und verlor erneut gegen Spanien mit 0:3. Dennoch stellt der Halbfinaleinzug den größten Erfolg der russischen Nationalmannschaft dar. Denn bei allen anderen Endrundenteilnahmen schied die Mannschaft bereits in der Vorrunde aus.

Russische Fußballstars – früher und heute

Zu den besten russischen Spielern bei der Europameisterschaft 2008 gehörte Andrei Arschawin. Der begnadete Dribbler war damals bei Zenit St. Petersburg aktiv und hatte entscheidenden Anteil am sportlichen Höhenflug des Teams. So gewann Arschawin im Vereinstrikot 2007 die russische Meisterschaft und ein Jahr später sogar den UEFA-Pokal. Im Halbfinale demütigte man dabei sogar den großen FC Bayern München und gewann das Rückspiel im heimischen Stadion mit 4:0. Ausgerechnet in diesem Spiel war Arschawin allerdings gelbgesperrt. Im Finale gegen die Glasgow Rangers spielte er dann aber wieder über die volle Distanz. Die starken Leistungen des Mittelfeldspielers fanden auch international Beachtung und im Sommer 2009 wechselte der Russe zum FC Arsenal in die Premier League. Heute spielt Arschawin noch beim russischen Klub FK Kuban Krasnodar, hat sich inzwischen aber auch ein zweites sportliches Standbein als Pokerspieler aufgebaut.

Heute sind russische Spieler in den europäischen Topligen eher eine Seltenheit. Dies hängt nicht zuletzt mit der Ausländerbeschränkung in der russischen Liga zusammen. Dadurch sind die russischen Topvereine auf gute einheimische Spieler angewiesen und bezahlen diese weit über dem eigentlichen Marktniveau. Dies dürfte auch für Alan Dzagoev bei ZSKA Moskau gelten. Denn bereits 2008 zeigte Real Madrid Interesse an dem offensiven Mittelfeldspieler. Dieser entschied sich aber für einen Verbleib im Trikot des ehemaligen Moskauer Armeeklubs. Er verkündete zudem, dass er bei einem Wechsel zunächst die britische Premier League in Betracht ziehen würde. Auch in der Nationalmannschaft gehört Dzagoev seit Jahren zu den Leistungsträgern des Teams. So war er bei der Europameisterschaft 2012 mit drei Treffern teaminterner Torschützenkönig und gehörte auch bei der Weltmeisterschaft 2014 zu den besseren Spielern der russischen Mannschaft.

Russland in der WM-Qualifikation 2018

Als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 ist Russland dort automatisch qualifiziert und als Kopf der Gruppe A bei der Auslosung gesetzt. Im Anschluss an die Europameisterschaft 2016 hat Russland daher zunächst ausschließlich Freundschaftsspiele. Einzige Ausnahme: Der Konföderationenpokal 2017, der als WM-Generalprobe ebenfalls in Russland stattfinden wird. Dort wird das Land mindestens drei Pflichtspiele bestreiten – im Falle eines Halbfinaleinzugs sogar fünf.

 

Daten über die Fußballnationalmannschaft von Russland

Weltrangliste:  28 (Stand April 2016)

WM-Teilnahmen: WM 2014

Größte Erfolge:  EM Halbfinale 2008

Europäische Erfolge: EM Halbfinale 2008

letztes Spiel gegen Deutschland: 10.10.2009 in Moskau: Russland – Deutschland 0:1 WM-Qualifikation

Bisherige Länderspiele gegen Deutschland

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
82310.10.2009MoskauRussland - Deutschland00:01WM-Qualifikation
81211.10.2008DortmundDeutschland - Russland02:01WM-Qualifikation
75708.06.2005MönchengladbachDeutschland - Russland02:02F-Spiel
63816.06.1996ManchesterDeutschland - Russland03:00EM-Vorrunde
61407.09.1994MoskauRussland - Deutschland00:01F-Spiel
2201.07.1912StockholmDeutschland - Russland16:00Olympische Spiele

Fotogalerie der  Fußballnationalmannschaft von

Alle Fotos Copyright AFP


Das WM 2018 Trikot