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EM 2024


Die Fußball EM 2024 in Europa

Wo findet die Fußball EM 2024 statt?

Die Fussball-Europameisterschaft 2024 ist die 17. Auflage des vom europäischen Fussballverband UEFA ausgerichteten Turniers für Nationalmannschaften und dient dazu, das beste Nationalteam in Europa zu ermitteln. Offiziell beginnt der Wettbewerb im Jahr 2022 mit der Qualifikationsphase für alle Teams des Kontinents, aus der sich vorraussichtlich 24 Teams für die Endrunde im Sommer 2024 qualifizieren werden. Die UEFA hat das allerdings noch nicht offiziell bestätigt. Auch der Ausrichter steht noch nicht fest, dieser soll 2018 bekanntgegeben werden. Der Gewinner der EM 2024 erhält neben der begehrten Trophäe, der “Coupe Henri Delauney” auch das Startrecht beim FIFA Confederations Cup im folgenden Jahr. Mehr Infos gibt es auch auf em-2024.eu !

Super Victor, das Maskottchen der Fußball EM 2016 hält den Coupe Henri Delaunay, den Pokal der UEFA European Football Championship. AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Auch Deutschland bewirbt sich um die Ausrichtung

Seit 9. Dezember 2016 können sich die Mitglieder der UEFA um die Ausrichtung der Endrunde  2024 bewerben. Bis 27. April 2018 müssen die Bewerbungen dem Verband vorliegen, ehe dieser im September den Ausrichter bestimmt.

Auch Deutschland hat sein Interesse bereits bekundet, das Turnier zum zweiten Mal ausrichten zu dürfen. Der DFB will ein Konzept mit zehn Stadien vorlegen, dessen Entstehung als Konsequenz aus der „Sommermärchen-Affäre“ von Transparency International begleitet wird.

Einer der Konkurrenten Deutschlands ist die Türkei, die nach zuletzt vier erfolglosen Bewerbungen erneut einen Versuch unternimmt. Für die Turniere seit 2008 war man jeweils gescheitert. Da mehrere Ausrichterländer möglich sind, kündigten Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden eine gemeinsame Bewerbung an. Weitere mögliche Bewerber müssen ihr Interesse bis zum 3. März 2017 bestätigen.

Die Rahmenbedingungen stehen fest

Die UEFA hat den genauen Modus bisher nicht bestätigt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Europameister wie 2016 auch aus 24 Teams ermittelt wird. Fest steht dagegen bereits, wann gespielt wird und welche Stadien in Frage kommen.

Am 9. Dezember 2016 ratifizierte die UEFA ihr Bewerberkonzept und steckte damit die Rahmenbedingungen für eine Bewerbung ab. Wer die Endrunde organisieren möchte, muss mit neun oder zehn Stadien planen. Davon haben vier mindestens eine Kapazität für 30.000 Zuschauer, drei weitere bieten mehr als 40.000 Fussballfans Platz und mindestens zwei weitere überschreiten die Marke von 50.000 Zuschauern.

Wie üblich wird die Endrunde im Juni und Juli des Jahres stattfinden.

Aus 24 mach 16 – Die Vorrunde

Nach 2016 und 2020 wird 2024 die dritte Euro sein, bei der 24 Teams ins Rennen um die Coupe Henri Delauney gehen. Während die UEFA den genauen Modus für 2024 noch nicht bestätigt hat, wird erwartet, dass sich daran im Vergleich zu den vorherigen Turnieren nichts ändert.

Portugal - Europameister von 2016 (Foto AFP)

Portugal – Europameister von 2016 (Foto AFP)

Demnach werden die 24 Teams auch 2024 in sechs Gruppen zu jeweils vier Mannschaften gelost. Nach drei Spieltagen qualifizieren sich so der Gruppensieger und der Gruppenzweite sicher für das Achtelfinale. Die Gruppendritten müssen hoffen, einer der vier besten Dritten zu sein. Diese Teams werden nach Abschluss der Gruppenspiele in einer eigenen Tabelle erfasst und nach den folgenden Kriterien sortiert:

Wichtigstes Kriterium bleiben die erspielten Punkte. Sind diese gleich, wird die Tordifferenz als weiteres Entscheidungsmerkmal herangezogen. Hierbei ist es von Vorteil, bei gleicher Tordifferenz mehr Tore geschossen zu haben, denn die Zahl der geschossenen Tore ist das nächste Kriterium. Können nach Anwendung dieser Kriterien zwei oder mehr Teams noch immer nicht unterschieden werden, ist das Fairplay der nächste entscheidende Faktor. Sortiert werden die Teams hierbei nach der Anzahl der gelben Karten, für die einem Team ein Punkt angerechnet wird, der gelb-roten (3 Punkte) sowie der roten Karten (3 Punkte). Dementsprechend wird das Team mit den wenigsten Punkten aus diesem Ranking höher platziert. An fünfter und letzter Stelle kommt ein Kriterium zur Anwendung, in dem sich zwei Teams spätestens unterscheiden, nämlich die Platzierung in der Rangliste nach UEFA-Koeffizient. Das Team mit dem höheren Koeffizient bekommt den höheren Platz in der Rangliste und somit möglicherweise das Ticket für die K.O.-Runde.

Diese Kriterien kommen in der gleichen Reihenfolge auch zur Anwendung, um innerhalb der einzelnen Gruppen die Platzierungen zu ermitteln. Allerdings gibt es hierbei kleine Unterschiede in der Anwendung. Sollten drei Teams gleichauf liegen und nach den Kriterien Punktzahl, Tordifferenz und geschossenen Tore sind nur noch zwei Teams gleichwertig, werden diese erneut angewandt. Dabei werden aber nur die Spiele der betroffenen Teams untereinander berücksichtigt. Treffen zwei nach allen Kriterien außer Fairplay und UEFA-Koeffizient gleichwertige Teams am letzten Gruppenspieltag aufeinander, wird die Platzierung in einem Elfmeterschießen entschieden. Das gilt aber nur, wenn davon nur die beiden beteiligten Teams betroffen sind; ist auch ein drittes Team gleich, werden Fairplay und UEFA-Koeffizient zurate gezogen.

Der Weg zum Titel – Die K.O.-Runde

Insgesamt qualifizieren sich also 16 Teams für das Achtelfinale. Für die genaue Festlegung der Achtelfinals ist aber wichtig, welche Gruppendritten sich qualifiziert haben. Bei der Euro in Frankreich sicherten sich beispielsweise die Teams aus den Gruppe B, C, E und F das Achtelfinalticket. Davon war abhängig, welcher Gruppensieger gegen welchen Gruppendritten spielt. Die übrigen beiden Gruppensieger treffen in der ersten K.O.-Runde auf einen Gruppenzweiten und in zwei Partien treffen zwei Gruppenzweite direkt aufeinander. Die acht Partien werden durchnummeriert, der Sieger aus Achtelfinale 1 und der Sieger von Achtelfinale 2 treffen dann im Viertelfinale aufeinander, ebenso die Sieger der Achtelfinals 3 und 4, und so weiter. Gleiches gilt auch für die folgenden Runden, bis im Endspiel die Sieger der beiden Halbfinals aufeinandertreffen.

Steht es in einem K.O.-Spiel nach den 90 Minuten regulärer Spielzeit unentschieden, wird das Spiel mit einer zwei Mal 15 Minuten dauernden Verlängerung fortgesetzt. Ist auch nach dann insgesamt 120 Minuten Spielzeit kein Sieger gefunden, entscheidet das Elfmeterschießen. Hier hat jedes Team zunächst fünf Versuche. Falls beide Teams nach diesen fünf Versuchen gleich viele Treffer erzielt haben, wird der Shootout mit einzelnen Schüssen so lange fortgesetzt, bis ein Team trifft, während das andere nicht trifft.

Während des Turniers werden somit insgesamt 51 Spiele ausgetragen, 36 in der Gruppenphase, 15 in der K.O.-Phase. Anders als bei Weltmeisterschaften gibt es bei Europameisterschaften kein Spiel um Platz drei, diesen Rang teilen sich die unterlegenen Halbfinalisten.

Die Schlußfeier beginnt vor dem EM-Finale Portugal gegen Frankreich im Stade de France in Saint-Denis, north of Paris, on July 10, 2016. / AFP PHOTO / PHILIPPE LOPEZ

Die Schlußfeier beginnt vor dem EM-Finale Portugal gegen Frankreich im Stade de France in Saint-Denis, north of Paris, on July 10, 2016. / AFP PHOTO / PHILIPPE LOPEZ

Deutschland als Rekord-Champion

Bei den bisherigen 15 Turnieren konnten sich insgesamt zehn verschiedene Mannschaften zum Europameister krönen, das sind neben den Rekordsiegern Deutschland und Spanien mit je drei Titeln auch Frankreich (2 Titel) und Russland, Italien, Tschechien, die Niederlande, Dänemark, Griechenland und zuletzt Portugal, die je einmal erfolgreich waren.

Die Endrunde wurde dabei bisher stetig erweitert. Bei der ersten Ausgabe im Jahr 1960 waren nur vier Teams am Start, als sich die damalige Sowietunion (der Titel wird heute dem Nachfolgestaat Russland zugerechnet) den Premierentitel sicherte. Erst 1980 wurde das Turnier dann auf acht Teams erweitert, Griechenland konnte sich so erstmals qualifizieren und Deutschland sicherte sich seine zweite Trophäe. Auch die nächste Erweiterung bescherte dem DFB-Team den Titel: 1996 traten erstmals 16 Teams bei der Endrunde an, was nicht nur sechs Nationen erstmals zur Teilnahme verhalf, sondern auch dem deutschen Team zum dritten EM-Titel. 2016 folgte nun die Erweiterung auf 24 Teams und erneut konnten fünf Nationen ihre EM-Premiere feiern. Darunter auch die Überraschungsteams aus Island und Halbfinalist Wales, sowie Nordirland, das mit dem Fangesang „Will Grigg’s on Fire“ EM-Geschichte schrieb. Sportlich sorgten Portugal und Frankreich für Schlagzeilen: Die Iberer sicherten sich im Finale gegen den Gastgeber den Titel, Deutschland scheiterte im Halbfinale an Frankreich.

Seit jeher gelten die „großen“ Fussballnationen in Europa als Favoriten auf den Titel. Das hat sich auch in der Historie der Europameisterschaft bewahrheitet, die „Ewige Tabelle“ des Wettbewerbs wird von den Fussball-Großmächten aus Deutschland, Spanien und Frankreich angeführt. Doch wie das Turnier in Frankreich 2016 gezeigt hat, sorgen auch die „kleinen“ Nationen öfter für Furore, wie der Halbfinaleinzug von Debütant Wales zeigt. 1992 holte sich mit Dänemark sogar ein Team den Titel, das sich nur als Nachrücker qualifizieren konnte. Durch die europaweite Endrunde 2020 soll zudem die Entwicklung in diesen Ländern weiter gefördert werden, was es noch schwerer macht, heute schon klare Favoriten zu bestimmen.

Die deutsche Nationalmannschaft nahm an den ersten beiden Ausgaben 1960 und ’64 gar nicht erst teil, 1968 verpasste man durch ein 0:0 in Albanien die Qualifikation aus sportlichen Gründen. Seitdem war die DFB-Elf aber bei jeder Endrunde vertreten und konnte sich drei Mal zum Europameister krönen: 1972 gegen die Sowietunion, 1980 gegen Belgien und 1996 gegen Tschechien mit dem ersten Golden Goal der Geschichte. Den Triumphen stehen aber auch bittere Momente gegenüber, den drei Titelgewinnen auch drei Finalniederlagen, zuletzt 2008 gegen Spanien. Als besonders bitter bleibt den deutschen Fans aber das Aus in der Vorrunde in Erinnerung, das „Die Mannschaft“ drei Mal ereilte (1984, 2000, 2004). Jedes Mal bedeutete dies für den amtierenden Bundestrainer das Ende seiner Amtszeit.