Das nächste Länderspiel am 22.03.2017
-:-Alle Länderspiele 2017

Fußballnationalmannschaft von Spanien


Blamage bei der WM 2014 - Auferstehung 2016 ?

Heute ist es nur noch schwer vorstellbar, aber lange Zeit galt die spanische Nationalmannschaft als chronisch erfolglos. Oftmals als Favorit gestartet, versagten den Spaniern in wichtigen Spielen regelmäßig die Nerven. Dies änderte sich erst, als es den Spaniern gelang rund um Xavi und Iniesta eine, im wahrsten Sinne des Wortes, goldene Generation zu entwickeln. Diese dominierte von 2008 bis 2014 für sechs Jahre den Weltfußball, musste dann aber bei der WM 2014 in Brasilien das bittere Aus in der Vorrunde hinnehmen. Nun befindet sich die Mannschaft in einem behutsamen Umbruch und will versuchen, bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich wieder an die alten Erfolge anzuknüpfen.

Spanien bei der EM 2016

Datum  Mannschaft1-Mannschaft2
27.06. 18 UhrEM-Achtelfinale-:-Spanien -Italien
02.07. 21 UhrEM-ViertelfinaleSpanien -Deutschland
07.07. 21 UhrEM-HalbfinaleSpanien -?
10.07. 21 UhrEM-FinaleSpanien -?

EM-Kader von Spanien

Endgültiger  EM-Kader: (Stand Juni 2016)

Tor: Iker Casillas (FC Porto), David De Gea (Manchester United), Sergio Rico (FC Sevilla)

Abwehr: Sergio Ramos (Real Madrid), Gerard Pique (FC Barcelona), Jordi Alba (FC Barcelona), Marc Bartra (FC Barcelona), Cesar Azpilicueta (FC Chelsea), Mikel San Jose (Athletic Bilbao), Juanfran (Atletico Madrid), Hector Bellerin (FC Arsenal)

Mittelfeld: Bruno (FC Villareal), ( Sergio Busquets (FC Barcelona), Koke (Atletico Madrid), Thiago (FC Bayern), Andres Iniesta (FC Barcelona), David Silva (Manchester City), Pedro (FC Chelsea), Cesc Fabregas (FC Chelsea).

Sturm: Aritz Aduriz (Athletic Bilbao), Nolito (Celta Vigo), Alvaro Morata (Juventus), Lucas Vasquez (Real Madrid)

Spanien in der EM-Qualifikation 2016

Obwohl Spanien noch immer Titelverteidiger ist, muss sich die Mannschaft dennoch für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich qualifizieren. In der Gruppe C trifft man dabei auf die Ukraine, die Slowakei, Weißrussland, Mazedonien und Luxemburg. Bisher erlaubte sich die Mannschaft eine etwas unerwartete Niederlage gegen die Slowakei, gab sich ansonsten aber noch keine Blöße. Mit drei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer aus der Slowakei, ist auch der Gruppensieg aus eigener Kraft noch möglich.

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Spanien Spanien1090123:032027
2Slowakei Slowakei1071217:08922
3Ukraine 1061314:04819
4Weissrussland Weissrussland 1032508:14-611
5EJR Mazedonien EJR Mazedonien1011706:18-124
6Luxemburg Luxemburg1011806:27-214

Alle EM 2016 Gruppen und Tabellen

Spielplan von Spanien bei der EM 2016

EM 2016 Spielplan der Gruppe D

SpielDatumMannschaft1-Mannschaft2Ergebnis
512. Jun 15:00Türkei Kroatien 0:1 (0:1)
812. Jun 15:00Spanien Tschechien 1:0 (0:0)
2017. Jun 18:00Tschechien Kroatien 2:2 (0:1)
2117. Jun 21:00Spanien Türkei 3:0 (2:0)
3121. Jun 21:00Tschechien Türkei 0:1 (0:2)
3221. Jun 21:00Kroatien Spanien 2:1 (1:1)

Das Trikot von Spanien

Das spanische Trikot wird in der Regel von den Farben Rot und Gelb dominiert. Diese kommen auch in der Landesflagge vor und sind seit dem Mittelalter die Nationalfarben des Landes. Sie gehen zurück auf die alten Königreiche Kastilien und Aragon. Zudem wird die Brust des spanischen Nationaltrikots seit dem WM-Gewinn 2010 von einem Stern geschmückt. Nach dem Gewinn der WM 2010 hatte das Trikot auch das goldene Worldcup-Batch, welches heute das deutsche Trikot ziert.

GruppeLandHerstellerHeimAuswärts
CSpanien
Spanien: Der Titelverteidiger der Euro reist in seinem Heimtrikot eher klassisch, nüchtern an. Adidas hat hier zu der Farbe von La Roja auf Vorder- und Rückseite kleine subtile Dreiecke eingebaut. Hingegen fast schon traditionell wirken die gelben Adidas-Streifen an der Seite und die blauen Ärmelendungen. Experimentierfreudiger zeigte man sich bei dem Auswärtstrikot der Spanier. Mit einem außergewöhnlichen Design spaltet Adidas die Lager in Befürworter und Kritiker. Hauptsächlich ist das Trikot in Weiß gehalten und wird mit diversen Dreiecken in verschiedenen Rot- und Gelbtönen vollendet.

Das Heimtrikot zur EM 2016

Spaniens Nationalspieler Santi Cazorla (R) freut sich im neuen Spanien Heimtrikot 2016 am 13.November 2015. AFP PHOTO/ JOSE JORDAN / AFP / JOSE JORDAN

Das Auswärtstrikot zur EM 2016

Italienischer Verteidiger Marco Parolo im Zweikampf mit spanischem Stürmer Artiz Aduriz während des Spiels Italien gegen Spanien am 24.März.2016. / AFP / GIUSEPPE CACACE

Fanartikel von der spanischen Nationalmannschaft

 

emtrikots-banner

 

Geschichte der spanischen Nationalmannschaft

Anfänge der Mannschaft

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Spanien Fußball gespielt. Lange Zeit gab es aber keinen nationalen Verband, so dass Spanien bei der Gründung der Fifa 1904 noch durch den Verein Madrid F.C. vertreten wurde. Erst 1914 erfolgte die Aufnahme des spanischen Verbands „Real Federación Española de Fútbol“ in den Weltverband. Das erste offizielle Länderspiel fand dann erst 1920 bei den Olympischen Spielen in Antwerpen statt. Dort verlor man im Viertelfinale gegen die gastgebende belgische Mannschaft. Der Modus des Turniers ermöglichte es aber, dass Spanien durch Siege gegen Schweden, Italien und die Niederlande doch noch die Silbermedaille gewann. Die Auftritte der neuen spanischen Mannschaft hinterließen bei Beobachtern zudem einen bleibenden Eindruck. Der bis heute geläufige Name La Furia Roja („die rote Furie“) spielte auf die Farbe der Nationaltrikots an und wurde während des Olympischen Turniers geprägt. Internationale Beachtung fand auch neun Jahre später ein 4:3-Sieg in Madrid gegen England. Es war die erste Niederlage der englischen Nationalmannschaft gegen eine Mannschaft aus dem europäischen Festland. Die Länderspielbilanz Spaniens kann sich bis heute durchaus sehen lassen. 376 Mal konnte die Furie den Platz als Sieger verlassen; 146 Mal erreichte man zumindest ein Unentschieden. Dem gegenüber stehen lediglich 126 Niederlagen.

Europa- und Weltmeisterschaftsteilnahmen

Bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien verlor Spanien erst im Viertelfinale gegen den Gastgeber. Dabei kam es zu einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, die den Verdacht einer Manipulation aufkommen ließen. Sichere Beweise gibt es dafür bis heute nicht, der Schweizer Schiedsrichter René Mercet wurde allerdings durch seinen Verband anschließend lebenslang gesperrt. Ab 1936 sorgte dann der spanische Bürgerkrieg für eine unfreiwillige Unterbrechung der spanischen Länderspielgeschichte. Auch unter der Diktatur Francisco Francos blieben die Leistungen wechselhalft. Bis 1974 konnte man sich nur für drei der ersten sieben Weltmeisterschaften nach dem Zweiten Weltkrieg qualifizieren. Ab 1978 war man dann zwar regelmäßiger Teilnehmer, kam aber nie über das Viertelfinale hinaus.

Die Geschichte der spanischen Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften begann zudem mit einem Kuriosum. Die Mannschaft rund um den eingebürgerten Alfredo Di Stéfano befand sich schon auf dem Weg nach Moskau, um dort das Viertelfinale gegen die Sowjetunion zu bestreiten. Dann aber legte der spanische Diktator Francisco Franco sein Veto ein. Weil die Sowjetunion im spanischen Bürgerkrieg die republikanische Seite unterstützt hatte, untersagte Franco der Nationalmannschaft dort anzutreten. Spanien wurde disqualifiziert und die Sowjetunion später Europameister. Vier Jahre später machte es die spanische Mannschaft dann besser und gewann auf heimischen Boden den ersten kontinentalen Titel. Danach allerdings konnte man nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen. Erst 2008 kam Spanien erstmals wieder über das Viertelfinale einer Europameisterschaft hinaus.

Der Spanier Iker Casillas (C) hält den Pokal der Euro 2008, den Weltcup-Pokal am 11.July 2010 in Johannesburg und den Pokal der Euro 2012 in Kiev. AFP PHOTO / OLIVER LANG/JAVIER SORIANO/FRANCK FIFE

Der Spanier Iker Casillas (C) hält den Pokal der Euro 2008, den Weltcup-Pokal am 11.July 2010 in Johannesburg und den Pokal der Euro 2012 in Kiev. AFP PHOTO / OLIVER LANG/JAVIER SORIANO/FRANCK FIFE

Erfolge der Furia Roja

Der erste große Erfolg der spanischen Nationalmannschaft fand also auf heimischem Boden statt. Angeführt von Kapitän Ferran Olivella gewann man im Halbfinale zunächst gegen die ungarische Nationalmannschaft, die später im Jahr immerhin noch Olympiasieger werden sollte. Das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg nach Verlängerung erzielte Amancio Amaro Varela. Keine Verlängerung benötigten die Spanier dann im Finale, als sie die Sowjetunion durch Tore von Jesús María Pereda und Marcelino Martínez ebenfalls mit 2:1 besiegten.

Anschließend folgte allerdings eine lange Durststrecke. Nur ein einziges Mal kam man in den folgenden 44 Jahren bei einem großen Turnier über das Viertelfinale hinaus: Bei der Fußballeuropameisterschaft 1984 unterlag die spanische Mannschaft im Finale gegen den Gastgeber aus Frankreich. Ab 2008 allerdings wurde die spanische Nation für alle vorangegangenen Niederlagen mehr als entschädigt. Es begann mit dem Titelgewinn bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Stürmer Fernando Torres war es, der mit seinem Tor zum 1:0-Finalsieg gegen Deutschland die lange Durststrecke beendete.

Zwei Jahre später konnte das Land dann endlich auch den ersten WM-Titel einfahren. Nachdem die deutsche Mannschaft im Halbfinale erneut 1:0 besiegt wurde, traf Spanien im Finale auf die Niederlande. Im Duell zweier großer Fußballnationen, die bis dato noch ohne WM-Titel waren, fiel erst in der Verlängerung die Entscheidung. Dort gelang Andres Iniesta der umjubelte Siegtreffer.

Eine klare Sache war hingegen das Finale der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Finalgegner Italien war von Anfang an chancenlos und musste sich der spanischen Mannschaft mit 0:4 geschlagen geben. Innerhalb von nur sechs Jahren hatte Spanien zwei EM-Titel und einen WM-Titel eingefahren und das Image der chronisch erfolglosen Nationalmannschaft beerdigt. Umso überraschender dann das Ende dieser Ära bei der WM 2014. Dort verabschiedete man sich bereits nach der Vorrunde.

Spanische Fußballstars früher und heute

Der vielleicht beste Fußballer, der je das spanische Trikot trug, wurde ursprünglich in Buenos Aires geboren. Bis 1953 gehörte Alfredo Di Stéfano zu den besten Spielern auf dem südamerikanischen Kontinent und bestritt auch sechs Länderspiele für Argentinien. Dann aber nahm er mit seinem Team CD Los Millonarios an einem Jubiläumsturnier in Madrid teil. Dort verliebte sich Reals Präsident Santiago Bernabéu in den Argentinier und holte ihn nach Madrid. In der Folge trug Di Stéfano entscheidend dazu bei, den Mythos Real Madrid zu begründen. Er war der Kopf des legendären „Weißen Balletts“ und gewann mit Real fünf Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister. 1957 und 1959 wurde er zudem zu Europas Fußballer des Jahres des Jahres gewählt. 1956 bekam er schließlich die spanische Staatsbürgerschaft und spielte fortan auch im Nationaltrikot seiner Heimat. 1958 scheiterte man aber in der WM-Qualifikation. 1962 wiederum fehlte Di Stéfano verletzt, so dass er nie an einer Weltmeisterschaft teilnehmen konnte.

Dies ist bei Sergio Ramos ganz anders. Er nahm an den Weltmeisterschaften 2006, 2010 und 2014 teil und holte in Südafrika mit der Mannschaft auch den begehrten Titel. Auch bei Real Madrid ist Ramos seit Jahren eine der prägenden Figuren. Dreimal holte er mit dem Team die spanische Meisterschaft. Lange allerdings fehlte ihm ein großer internationaler Titel im Vereinstrikot. Dies änderte sich im Jahr 2014, als Ramos mit Real die Champions League gewann. Es war der insgesamt zehnte Titel für Real in diesem Wettbewerb beziehungsweise dem Europapokal der Landesmeister, weshalb in Spanien von „La Decima“ die Rede war. Der Rechtsverteidiger Ramos ist zudem der jüngste Europäer, der jemals auf mehr als hundert Länderspiele kam.

 

Spanien in der WM 2018 Qualifikation

WM 2018 Qualifikation Gruppe G

Team Nr.NationFIFA-PunkteTopf
1Spanien Spanien11101
2Italien 10012
3Albanien Albanien7223
4Israel Israel6204
5EJR Mazedonien EJR Mazedonien3115
6Liechtenstein Liechtenstein1826

Alle WM 2018 Qualifikationstabellen.
Fernando Torres im spanischen Auswärtstrikot bei der WM 2014. AFP PHOTO / JUAN BARRETO

Daten über die Fußballnationalmannschaft von Spanien

Spitzname:  La Furia Roja („die rote Furie“)

Weltrangliste: 6. (Stand April 2016)

letzte WM-Teilnahmen: WM 2014

Größte Erfolge: Weltmeister 2010, Europameister 2008 und 2012

Europäische Erfolge: Europameister 2008 und 2012

letztes Spiel gegen Deutschland: Dienstag, 18. November 2014 Spanien – Deutschland 0:1

Bisherige Länderspiele gegen Deutschland

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
89818.11.2014VigoSpanien - Deutschland0:1F-Spiel
83507.07.2010DurbanDeutschland - Spanien00:01WM-Halbfinale
80829.06.2008WienDeutschland - Spanien00:01EM-Endspiel
72712.02.2003Palma de MallorcaSpanien - Deutschland03:01F-Spiel
69416.08.2000HannoverDeutschland - Spanien04:01F-Spiel
61922.02.1995Jerez de la FronteraSpanien - Deutschland00:00F-Spiel
61021.06.1994ChicagoDeutschland - Spanien01:01WM-Vorrunde
54617.06.1988MünchenDeutschland - Spanien02:00EM-Vorrunde
52915.10.1986HannoverDeutschland - Spanien02:02F-Spiel
50120.06.1984ParisDeutschland - Spanien00:01EM-Vorrunde
47802.07.1982MadridSpanien - Deutschland01:02WM-Zwischenrunde
40922.05.1976MünchenDeutschland - Spanien02:00EM-Viertelfinale
40824.04.1976MadridSpanien - Deutschland01:01EM-Viertelfinale
38523.02.1974BarcelonaSpanien - Deutschland01:00F-Spiel
38424.11.1973StuttgartDeutschland - Spanien02:01F-Spiel
34511.02.1970SevillaSpanien - Deutschland02:00F-Spiel
31320.07.1966BirminghamDeutschland - Spanien02:01WM-Vorrunde
24819.03.1958FrankfurtDeutschland - Spanien02:00F-Spiel
21128.12.1952MadridSpanien - Deutschland02:02F-Spiel
19112.04.1942BerlinDeutschland - Spanien01:01F-Spiel
12423.02.1936BarcelonaSpanien - Deutschland01:02F-Spiel
11212.05.1935KölnDeutschland - Spanien01:02F-Spiel

Fotogalerie der  Fußballnationalmannschaft vonSpanien

Alle Fotos Copyright AFP


Send this to friend