01.09.2017, 20:45 Uhr
2:1

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04.09.2017, 20:45 Uhr
6:0

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Fußballnationalmannschaft von Tschechien


Tschechien qualifiziert sich für die EM 2016

Die Teilung der Tschechoslowakei 1993 war eine historische Leistung. Selten ist die Teilung eines Staates so friedlich abgelaufen. Während es in Jugoslawien zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam, trennten sich Tschechen und Slowaken ohne jegliches Blutvergießen. Die Harmonie zwischen den beiden neuen Staaten geht sogar so weit, dass sich die beiden Nationalmannschaften ganz offiziell die Titel der Vergangenheit teilen. So darf sich sowohl die tschechische, als auch die slowakische Nationalmannschaft offiziell mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1976 brüsten. Damals besiegte die gemeinsame tschechoslowakische Nationalmannschaft den amtierenden Welt- und Europameister aus Deutschland im Elfmeterschießen. Auch nach der Teilung konnte die tschechische Mannschaft sich zeitweise wieder in der absoluten Weltspitze etablieren. Zu einem weiteren Titelgewinn reichte es bisher aber nicht.

Länderspiel WM 2018 Qualifikation: Deutschland gegen Tschechien am 08.10.2016

Länderspiel WM 2018 Qualifikation: Deutschland gegen Tschechien am 08.10.2016

Tschechien in der WM 2018 Qualifikation

Bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland bekommt es die tschechische Mannschaft mit dem amtierenden Weltmeister aus Deutschland zu tun. Außerdem sind Nordirland, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino in der WM-Quali-Gruppe C vertreten. Bei den Buchmachern gelten die Tschechen als Favorit auf den zweiten Platz. Am 2.Spieltag trifft Tschechien auf Deutschland.

Nr.MannschaftSpGUVTorePunkte
1.Deutschland8800+3324
2.Nordirland 8611+1419
3.Aserbaidschan8314-410
4.Tschechien8233+19
5.Norwegen 8215-87
6. San Marino8008-360

Tschechien bei der EM 2016

EM Kader von Tschechien

Endgültiger  EM-Kader: (Stand Juni 2016)

Tor: Petr Cech (FC Arsenal), Tomas Vaclik (FC Basel), Tomas Koubek (Slovan Liberec/Tschechien)

Abwehr: Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen), Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim), David Limbersky (Viktoria Pilsen/Tschechien), Marek Suchy (FC Basel), Michal Kadlec (Fenerbahce), Tomas Sivok (Bursaspor/Türkei), Roman Hubnik (Viktoria Pilsen/Tschechien), Daniel Pudil (Sheffield Wednesday)

Mittelfeld: Borek Dockal (Sparta Prag), Jiri Skalak (Brighton & Hove Albion), Vladimir Darida (Hertha BSC), Daniel Kolar (Viktoria Pilsen), Ladislav Krejci (Sparta Prag), Josef Sural (Sparta Prag), David Pavelka (Kasimpasa/Türkei), Jaroslav Plasil (Girondins Bordeaux), Tomas Rosicky (FC Arsenal)

Sturm: Milan Skoda (Slavia Prag), Tomas Necid (Bursaspor/Türkei), David Lafata (Sparta Prag)

Tschechien in der EM-Qualifikation 2016

Bei Europameisterschaften ist das tschechische Trikot inzwischen ein gewohnter Anblick. Dies soll auch so bleiben. Die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 ist daher aktuell das wichtigste Ziel der tschechischen Nationalmannschaft. In Gruppe A trifft man dabei auf die Niederlande, Island, die Türkei, Lettland und Kasachstan. Völlig überraschend hat sich Island an der Tabellenspitze durchgesetzt und sich ebenso wie Tschechien qualifiziert. Das Nachsehen haben die Türkei und die Niederlande, die um den Tabellenplatz 3 kämpfen werden.

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Island Island1063115:031223
2Tschechien Tschechien1071219:14520
3 Türkei 1054113:09418
4Niederlande Niederlande1041517:14313
5Kasachstan Kasachstan1012707:18-115
6Lettland Lettland1005504:17-135

Spielplan von Tschechien bei der EM 2016

EM 2016 Spielplan der Gruppe D

SpielDatumMannschaft1-Mannschaft2Ergebnis
512. Jun 15:00Türkei Kroatien 0:1 (0:1)
812. Jun 15:00Spanien Tschechien 1:0 (0:0)
2017. Jun 18:00Tschechien Kroatien 2:2 (0:1)
2117. Jun 21:00Spanien Türkei 3:0 (2:0)
3121. Jun 21:00Tschechien Türkei 0:1 (0:2)
3221. Jun 21:00Kroatien Spanien 2:1 (1:1)

Das Trikot von Tschechien

Die tschechischen Trikots sind in den Farben der Nationalflagge gehalten: Rot, Weiß und Blau. Optisch erinnern die Nationaltrikots Tschechiens somit an die Trikots der Tschechoslowakei. Seit 1994 wird der tschechische Fußballverband durch den deutschen Sportartikelhersteller Puma ausgerüstet.

GruppeLandHerstellerHeimAuswärts
DTschechien
Tschechien: Tschechien hat in Zusammenarbeit mit Puma im Gegensatz zu anderen Nationalmannschaften mit ihren Trikots keinerlei Experimente gewagt. Das Heimtrikot ist in zwei unterschiedlichen Rottönen gehalten. Hierbei wird eine interessante V-Grafik auf der Vorderseite geschaffen. Dies wird durch die dunkelrote obere Hälfte in Verbindung mit einem kräftigen Farbverlauf in ein helleres Rot geschaffen. Das Auswärtstrikot hingegen ist fast ausschließlich Weiß gehalten. Nur zwei blaue Streifen auf den Ärmeln und am Bund zur Hose geben etwas Abwechslung.

Das Heimtrikot zur EM 2016

das Hometrikot der tschechischen Republik.

Das Auswärtstrikot zur EM 2016

tscheschischer Nationalspieler Jiri Skalak kontorlliert den Ball beim Freundschaftsspiels Schweden gegen Tschechien am 29.03. 2016. / AFP / JONATHAN NACKSTRAND

Fanartikel von der tschechischen Nationalmannschaft

emtrikots-banner

Die Geschichte der tschechischen Nationalmannschaft

Anfänge der Mannschaft

Weil die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1994 bei der Teilung der Tschechoslowakei bereits in vollem Gange war, konnte auf die friedliche Trennung zunächst keine Rücksicht genommen werden. Stattdessen hörte der gemeinsame Staat zwar am 01.01.1993 auf zu existieren, die tschechoslowakische Nationalmannschaft aber bemühte sich unter dem Namen „Auswahl der Tschechen und Slowaken“ noch ein knappes Jahr lang um die WM-Qualifikation. Letztlich scheiterte die gemeinsame Mannschaft aber knapp an Rumänien und Belgien. Das erste Länderspiel im tschechischen Nationaltrikot fand dann am 23.02.1994 gegen die Türkei statt und wurde mit 4:1 gewonnen. Das erste Pflichtspiel stand bereits im September des gleichen Jahres im Rahmen der EM-Qualifikation an. Auch hier legte Tschechien mit einem 6:1-Erfolg gegen Malta einen erfolgreichen Start hin. Bis heute konnte die tschechische Mannschaft die Mehrzahl ihrer Spiele erfolgreich gestalten. In bisher 239 Länderspielen gelangen 136 Siege, bei 47 Unentschieden und 55 Niederlagen.

Europa- und Weltmeisterschaftsteilnahmen

Interessanterweise scheinen sich die tschechischen Nationalspieler in der EM-Qualifikation deutlich wohler zu fühlen, als bei der WM-Qualifikation. Während das tschechische Trikot nämlich seit 1996 bei sämtlichen Europameisterschaften vertreten war, steht bis heute nur eine einzige WM-Teilnahme zu Buche. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland scheiterte die Truppe aber bereits in der Vorrunde an Italien und Ghana. Besonders bitter war dabei das Scheitern in der Qualifikation zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Obwohl Tschechien eine absolut lösbare Gruppe zugelost bekam, scheiterte die Mannschaft an Slowenien und dem ehemaligen Partnerland Slowakei.

Erfolge der tschechischen Nationalmannschaft

Gleich bei der ersten Europameisterschaftsteilnahme 1996 waren die Tschechen die Sensation des Turniers und zogen bis ins Finale ein. Dabei stand die Mannschaft in der Vorrunde bereits vor dem Aus, als man am letzten Spieltag gegen Russland eine 2:0-Führung verspielte und sogar noch in Rückstand geriet. Erst ein Tor von Vladimír Šmicer in der Nachspielzeit sorgte für das Unentschieden und den Einzug ins Viertelfinale. Dort besiegte man die favorisierten Portugiesen, die mit ihrer Goldenen Generation rund um Luis Figo und Rui Costa frühzeitig die Heimreise antreten mussten. Im Halbfinale konnte sich Tschechien dann im Elfmeterschießen gegen Frankreich durchsetzen. Auch im Finale gegen Deutschland gingen die Tschechen zunächst in Führung, mussten aber noch zwei Tore des eingewechselten Oliver Bierhoff hinnehmen und sich mit dem Vizetitel begnügen.

An diesen großen Erfolg konnte die Mannschaft danach allerdings nicht wieder anknüpfen. Bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal galt die Mannschaft rund um Pavel Nedvěd zwar als einer der Favoriten auf den Titel. Im Halbfinale allerdings verletzte sich der Mittelfeldstratege bereits in der ersten Halbzeit und musste ausgewechselt werden. Ohne ihren Kapitän verlor Tschechien dann nach Verlängerung gegen die Überraschungsmannschaft aus Griechenland. Um seinen Körper zu schonen, pausierte Nedvěd danach zunächst im Nationaltrikot, kehrte aber zu den Relegationsspielen für die Weltmeisterschaft 2006 ins Team zurück und führte Tschechien zur ersten – und bis heute einzigen – WM-Teilnahme.

Tschechische Fußballstars – früher und heute

Die erfolgreiche Europameisterschaft 1996 rückte eine ganze Reihe von tschechischen Spielern in den Blickpunkt der europäischen Scouts. Keiner legte aber eine solch erfolgreiche Karriere hin wie Pavel Nedvěd. Bereits vor der EM hatte der Mittelfeldspieler einen Vertrag beim PSV Eindhoven unterschrieben. Die starken Turnierleistungen weckten aber auch das Interesse von Lazio Rom. Die Römer zahlten schließlich eine Abfindung nach Eindhoven und sicherten sich die Dienste des Mittelfeldstrategen. Eine Verpflichtung, die sich als Glücksgriff erweisen sollte. 1999 gewann Lazio mit Nedvěd den Europapokal der Pokalsieger. Ein Jahr später führte der tschechische Mittelfeldmotor Lazio dann sogar zur ersten italienischen Meisterschaft seit 1974. Diese Erfolge machten Nedvěd zu einem der begehrtesten Spieler der Welt. Als Zinédine Zidane schließlich zu Real Madrid wechselte, zahlte Juventus Turin 41,2 Millionen Euro Ablöse, um sich die Dienste des Tschechen zu sichern. Auch im Trikot von Juventus gehörte der Mittelfeldspieler zu den besten Spielern der Welt. Im Jahr 2003 wurde er sogar zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Rein vom spielerischen Potential her hätte Tomáš Rosický sicherlich eine ähnlich erfolgreiche Karriere absolvieren können. Bereits als Teenager gewann er mit Sparta Prag dreimal die tschechische Meisterschaft und wechselte in der Winterpause der Saison 2000/01 zu Borussia Dortmund. Ein Jahr später gewann er im BVB-Trikot die deutsche Meisterschaft und stand im Finale des UEFA-Pokals. Zu dieser Zeit galt Rosický als eines der größten Talente Europas und wurden von zahlreichen Spitzenklubs umworben. Zunächst allerdings blieb der technisch begabte Mittelfeldspieler im Ruhrgebiet. Erst als sich die finanziellen Probleme des Traditionsvereins immer mehr verschärften, wechselte Rosický zu Arsenal London. Zahlreiche Verletzungen dort verhinderten allerdings, dass der Tscheche zu einem absoluten Weltklassespieler reifte. Über viele Jahre gehörte Rosický aber zu den Leistungsträgern der Londoner und wurde zudem – nach dem Rücktritt Pavel Nedvěds – zum Kapitän der tschechischen Nationalmannschaft.

 

Daten über die Fußballnationalmannschaft von Tschechien

Weltrangliste:  29. (Stand April  2016)

WM-Teilnahmen:

Größte Erfolge: Vizeweltmeister 1934 und 1962

Europäische Erfolge: Vize-Europameister 1996, Halbfinale 2004, Viertelfinale EM 2012

letztes Spiel gegen Deutschland:
17.10.2007 in München Deutschland – Tschechien 0:3 EM-Qualifikation

Bisherige Länderspiele gegen Deutschland

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
01.09.2017Tschechien - Deutschland-:-WM-Qualifikation 2018
08.10.2016HamburgDeutschland - Tschechien3:0WM-Qualifikation 2018
79617.10.2007MünchenDeutschland - Tschechien0:3EM-Qualifikation
78824.03.2007PragTschechien - Deutschland1:2EM-Qualifikation
74623.06.2004LissabonDeutschland - Tschechien1:2EM-Vorrunde
68903.06.2000NürnbergDeutschland - Tschechien3:2F-Spiel
64230.06.1996LondonDeutschland - Tschechien2:1EM-Endspiel
63709.06.1996ManchesterDeutschland - Tschechien2:0EM-Vorrunde

Fotogalerie der  Fußballnationalmannschaft von Tschechien

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