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Alle WM Spielbälle 1930 bis 2018


Alle Fußbälle zu den Fußball-Weltmeisterschaften

Alle WM-Bälle vorgestellt

Jeder Fußballweltmeisterschaft ihr eigener Ball! Selbstredend gibt es daher bereits einen reichen Fundus an interessanten Bällen, seit 1970 übrigens alle aus der Schmiede des deutschen Unternehmens adidas. Damit einhergehend fanden Innovationen und anspruchsvolle Designs ihren Platz. Die Geschichte der Spielbälle der Fußball-WM und der Fußball-EM bietet auch einen eindrucksvollen Blick auf die Geschichte unserer Gesellschaft. Denn Fußball berührt über Generationen hinweg die ganze Gesellschaft.

wm Spielbälle von adidas (Quelle: eigenes Archiv)

wm Spielbälle von adidas (Quelle: eigenes Archiv)

Wie heißen die WM-Spielbälle?

Hier die Übersicht der bisherigen WM-Spielbälle:

WM Ball NameWM JahrGastgeber
?2018Russland
Krasava2017Russland (confed-cup)
Brazuca2014Brasilien
Jabulani2010Südafrika
Teamgeist2006Deutschland
Fevernova2002Südkorea / Japan
Tricolore1998Frankreich
Questra1994USA
Etrusco Unico1990Italien
Azteca México1986Mexiko
Tango España1982Spanien
Telstar1978Argentinien
Telstar Durlast1974Deutschland
Telstar1970Mexiko
Challenge 4-Star1966England
Mr. Crack1962Chile
Top Star1958Schweden
Swiss WC Match Ball1954Schweiz
Super Duplo T1950Brasilien

Alle WM-Spielbälle

1930 Uruguay – zwei Finalbälle

Den Startschuss einer eindrucksvollen Erfolgsgeschichte bildet die Fußballweltmeisterschaft 1930 in Uruguay. Und es begann bereits mit einem Kuriosum, denn zum Finale konnten sich die beiden Finalisten Uruguay und Argentinien nur darauf einigen, dass mit zwei Bällen gespielt wurde. Genauso erinnerungswürdig wie der Sieg der Gastgeber sind auch die zwei Fußballbälle, die heute im National Football Museum in Manchester in Großbritannien ausgestellt sind. Damals unterschieden sich die Bälle nur durch ihre Größe. Mit Flugeigenschaften oder ähnlichen Details befasste man sich erst später. Für die deutsche Fußballnationalmannschaft war das alles jedoch unerheblich, denn sie nahm aufgrund der hohen Kosten nicht an der ersten WM teil.

1934 Italien – Der Ball entscheidet

Die 2. WM war durch die Austragung durch das faschistische Italien überschattet. Italien wurde Weltmeister, ihr erster Titel sollte jedoch bis heute umstritten bleiben. Für den Sieg spielte auch der WM-Spielball eine besondere Rolle. Der Italiener Raimundo Orsi schoss den Ball ins Netz, der zuvor aus unerklärlichen Gründen schwenkte und die Italiener zum Ausgleich und letztendlich zum Sieg führte. Später konnte Orsi diesen Schuss nicht mehr wiederholen. Man vermutet, dass der WM-Ball während des Spiels leicht verzogen war. Das erste Ergebnis überhaupt für die deutsche Nationalmannschaft kann sich sehen lassen: Sie kam bis ins Halbfinale. Schlicht waren damals die Trikots: weiß-schwarz mit großem Wappen, das sollte eine Zeit lang so bleiben.

1938 Frankreich – der erste Aufdruck

Frankreich 1938 sollte, ein Jahr vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, die letzte Fußball-WM für 12 Jahre sein. Die Zeichen standen auf Krieg und das Team aus Deutschland war durch den Anschluss Österreichs eine gemeinsame Mannschaft. Sie waren deshalb die Favoriten des Spiels, waren jedoch zu wenig auf einander abgestimmt, wodurch Deutschland nicht über das Achtelfinale hinauskam. Italien verteidigte seinen Titel. Das schaffte später nur mehr Brasilien. Wie in den vorhergegangenen beiden Weltmeisterschaften lieferten regionale Produzenten den aus braunem Leder gestalteten Ball. Der Ball von 1938 unterschied sich jedoch nun erstmals dadurch, dass er einen Aufdruck erhielt.

1950 Brasilien – ein Ball und David gegen Goliath

Das fußballbegeisterte Land in Südamerika war das erste Austragungsland nach dem zweiten Weltkrieg. Hier wurde ein traditioneller 12-Panel-Ball aus argentinischer Herkunft verwendet, jedoch wurde nun mit abgerundeten Kanten gespielt, um die Nähte zu schonen. Der Super Duplo T aus Rindsleder und erstmals auch aus einem Ventil ging in die Geschichte ein. Er wurde zum Symbol über den Sieg der USA gegen das Geburtsland des Fußballs England. Heute kann man den Spielball in der Soccer Hall of Fame in Oneonta, USA bestaunen. Deutschland war von dieser Fußball-WM noch ausgeschlossen. Herausragend sollte daher erst die nächste WM für die deutsche Mannschaft werden.

1954 Schweiz – das Wunder von Bern

Erstmals nach der Katastrophe zweiter Weltkrieg ging die deutsche Fußballnationalmannschaft an den Start und sorgte für das allseits bekannte Wunder von Bern. Hier stand dem Spielball eine noch wichtigere Rolle zu, denn durch den strömenden Regen war er kaum zu kontrollieren. Die Ungarn waren in Führung, doch die Deutschen konnten sich zurückkämpfen und mit dem Tor durch Helmut Rahn gewannen sie das Finale. Die Trikots waren in deutscher Nüchternheit geformt. Hoch sitzende Hosen, ein Schnürkragen und die Farben schwarz und weiß. Von den Farben wurde Jahrzehnte lang nicht Abstand genommen. Der Spielball trug den Namen Swiss WC Match Ball und bestand nun erstmals aus 18 Feldern, und nicht wie zuvor aus 12. Des Weiteren wurde nun nicht mehr gefettetes Rindsleder sondern lohgegerbtes Leder verwendet. Farblich orientierte man sich vom typischen Braun zum Gelb weiter. In unterschiedlichen Ausprägungen wurde er so bis 1966 verwendet.

1958 Schweden – Top Star: der Name für den Spielball und Pelé

Die WM im skandinavischen Land sollte der Beginn einer Erfolgsgeschichte werden. Denn hier gewann Brasilien erstmals eine WM. Im Mittelpunkt stand ein junger Bursche von 17 Jahren, der damals seine Weltkarriere einleitete. Pelé war der Shooting Star dieser Weltmeisterschaft. Der WM-Ball erstrahlte im kräftigen Gelb und war nun in einem Zick-Zack-Muster gestaltet, um die Kräfte, die auf die Nähte wirkten, zu mindern. Zuvor wurde aus über 100 Bällen ein Exemplar von der Fifa ausgewählt. Der Top Star war ein solider Ball, der mitverantwortlich war für viele Tore bei dieser Weltmeisterschaft. Die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland gelangte im Spiel um Platz 3 gegen Frankreich auf den 4. Platz.

1962 Chile – Ein Wiedersehen mit dem Top Star

Die Fußball-WM in Chile bleibt eher negativ in Erinnerung. Damals fand einerseits das bis heute als unfairste der WM-Geschichte bezeichnete Spiel zwischen Chile und Italien statt, in der es sogar zu offenen Schlägereien kam. Außerdem entsprach der Spielball der WM, Mr. Crack, nicht den Qualitätsansprüchen, weshalb der Ball aus chilenischer Produktion gegen den Top Star der WM 1958 ersetzt wurde. Auch wenn Mr. Crack augenscheinlich einen ähnlichen Eindruck wie seine Vorgänger machte, verlor er insbesondere innerhalb von Partien Gewicht und Farbe. Deutschland erreichte eines der schlechtesten Ergebnisse in seiner Weltmeisterschaftsgeschichte und wurde nur 7., daran konnten auch die Trikots in beinahe gleichem Design wie die erfolgreichen Jahre zuvor nichts ändern. Gewinnen konnten wieder die Brasilianer, dies sogar ohne Pelé, der aufgrund einer Verletzung erfolgreich durch Amarildo ausgewechselt wurde.

1966 England – der letzte Ball aus regionaler Herstellung

Die WM im Mutterland des Fußballs bleibt vor Allem den Gastgebern positiv in Erinnerung, konnten sie doch hier ihren ersten und bis heute einzigen WM-Titel erlangen. Für die deutsche Mannschaft bleibt das Finalspiel, wenn auch nicht in positiver Hinsicht, ebenfalls stark in Erinnerung. Das Wembley-Tor für England bleibt bis heute umstritten. Besonders herausragend war ein gewisser Eusébio, der seine Mannschaft aus Portugal bis ins Halbfinale brachte. Farbenfroher als die bekannten schwarz-weißen Trikots der Deutschen war der Spielball dieser WM, der Challenge 4-Star vom britischen Hersteller Slazenger. Er war rot-braun, wurde aber auch in anderen Farben verwendet und war von guter Qualität. Er hatte 24 Felder, deren Mittelfelder wurden durch Nähte nochmals verstärkt.

1970 Mexiko – die Ära von adidas beginnt

Ab dieser WM übernahm die Fifa selbst die Organisation des Spielballes und übergab diesen Auftrag an die deutsche Firma adidas. Diese stellte den Telstar her, der auch wie üblich aus Leder war, jedoch nun aus 32 handgenähten Panels bestand und nun erstmals durch zwölf schwarze Fünfecke sowie 20 weiße Sechsecke ein weltweit bekanntes Design für Fußballbälle erschuf. Schwarz-weiß war er unter anderem deshalb, um ihn besser erkennbar im SW-Fernsehen zu machen. Auch nach der Einführung des Farbfernsehens wurde das ikonische Design beibehalten und gilt heute als Design-Klassiker des 20. Jahrhunderts. Der Name rührte vom ersten Kommunikationsstatelliten Telstar, der für den Fußball durch weltweite Fernsehübertragungen essentiell war. Der Spielball war ein voller Erfolg, nach dem Turnier wurde er über 600.000-mal weiterverkauft. Sieger wurde verdient Brasilien, für die Selecao war es der dritte Titel und für Pelé die letzte WM. Die Deutschen waren nun erstmals ganz in Weiß am Start, und Gert Müller wurde Torschützenkönig mit zehn Treffern, was die Mannschaft bis zum 3. Platz hievte.

Deutschland 1974 – der Telstar bewährt sich

Auch in Deutschland wurde das erfolgreiche Design beibehalten, der Telstar Durlast unterschied sich nur sehr wenig vom Telstar. Die WM zuhause war ein Triumph für die deutsche Fußballnationalmannschaft und die Truppe um Franz Beckenbauer gilt als eine der besten aller Zeiten. Schließlich konnte sich diese Mannschaft erstmals als Europameister auch zum Weltmeister krönen – und das wie immer im gewohnten Schwarz-Weiß.

Argentinien 1978 – Einführung der Triaden

Auch bei dieser WM konnte sich der Gastgeber die Krone aufsetzen. Für Deutschland ist das Spiel in Cordoba zu nennen, wo es gegen Österreich verlor. Deutschland wurde nur 6.. Legendär war dabei das Tor zum Sieg durch Hans Krankl. Die grundsätzliche Form vom Telstar wurde beibehalten, der Aufdruck wurde jedoch so verändert, dass die Sechsecke die Form von Triaden annahmen, was wiederrum zwölf identische Kreise erzeugte. An diesem bahnbrechenden Design hielt man bis zur WM in Frankreich 1998 fest. Der Ball wies eine höhere Wetterbeständigkeit auf. Der Tango Durlast war eine Anspielung auf den bekannten Tanz aus Argentinien. Die passenden Benennungen nach dem jeweiligen Gastgeberland wurden ab dieser WM eingeführt.

wmball-1978

Spanien WM 1982 – Erstmals synthetische Stoffe im Einsatz – Tango España

Während sich am Design des Spielballes nichts änderte, waren die Nähte nun nicht mehr zusammengenäht sondern zusammengeschweißt. Außerdem bestand der Tango España nun nicht mehr nur aus Leder wie seine Vorgänger sondern auch aus synthetischen Stoffen, um die Wasserabweisbarkeit zu erhöhen und damit auch die Gewichtszunahme zu verhindern. Deutschland konnte wieder einen Finalplatz verbuchen, musste sich dann jedoch gegen Italien geschlagen geben. Dafür waren nun erstmals die Trikots durch den V-Ausschnitt und die drei Streifen am Arm moderner. Bester Torschütze wurde der Italiener Paolo Rossi, der im selben Jahr auch zu Europas Fußballer des Jahres wurde.

Mexiko WM 1986 – der erste synthetische Fußball Azteca México

Zum wiederholten Male, nach 1970, war Mexiko Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft. Ganz neu war jedoch die Tatsache, dass der Spielball ab dieser WM vollends aus synthetischen Stoffen bestand. Dies gilt für viele als die größte Innovation in der Geschichte der Fußbälle, denn neben der hohen Wasserabweisbarkeit und der Stärke konnte der Ball nun auf die gegebenen klimatischen Bedingungen (insbesondere die Höhenlagen) angepasst werden. Der Name Azteca México und das Design erinnern an die ehemalige Hochkultur der Azteken im Gastgeberland. Eigentlich in mehreren Farben gedacht, wurde auf diese Designs verzichtet, um auf die schlechten Lichtverhältnisse entsprechend zu reagieren. Erstmals war das Design als Unikat gestaltet. Designmäßig konnten nun auch die Deutschen einen modernen Eindruck vermitteln. Schwarz-Rot-Gold war nun an Kragen und Arm vertreten. Schwarz-Weiß blieb man naturgemäß jedoch treu. Und täglich grüßt das Murmeltier galt für die deutsche Mannschaft, denn sie konnte sich wieder nicht im Finale durchsetzen und Argentinien feierte seinen zweiten WM-Titel. Bekanntester Spieler war Diego Maradona mit der Hand Gottes, durch die er ein irreguläres Tor erzielte.

Italien WM 1990 – Etrusco Unico – höchste Qualität hat einen Namen

Bella Italia hieß es 1990 für die Deutschen, denn mit dem Sieg über die Argentinier und die Revanche gegen das verlorene Finale vor vier Jahren wurden die Deutschen Weltmeister, und das mit dem erstmals vereinten Team aus west- und ostdeutschen Spielern. Etwas ganz besonderes also, insbesondere für den Kaiser Franz Beckenbauer, der nun auch als Trainer einen WM-Titel feiern konnte. Bekannte Spieler und Torschützen wie Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann oder Rudi Völler wurden Helden einer wiedervereinigten Nation. In Erinnerung bleibt dabei auch das markante Design der Trikots, mit den Nationalflaggen als dreischichtiges Muster an der Brust. Nicht aus drei sondern aus zwei Schichten bestand der Spielball, der Etrusco Unico. Die innere Schicht wurde durch einen schwarzen Polyurethan-Schaum völlig wasserabweisend, die äußere Schicht hingegen war durch einen perfekten Rücksprung und sehr wenig Abtrieb gekennzeichnet. Das schwarz-weiße Design beinhaltet Muster der Etrusker aus der Antike. Die Qualität überzeugte, weshalb er auch für die nächsten Großveranstaltungen, der EM in Schweden 1992 sowie den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, ohne jegliche Veränderung verwendet wurde. Dies war zuvor so noch nie passiert.

USA WM 1994 – Hightech im Fußball Questra

Die WM in den USA war etwas Spezielles, da der Austragungsort nun erstmals ein Land war, in dem Fußball keine Massensportart war. Dennoch war es die WM mit dem größten Zuschauerschnitt bislang. Brasilien wurde zum vierten Mal Sieger des Turniers, für Deutschland war es eher enttäuschend, da sie sich gegen Bulgarien im Viertelfinale geschlagen geben mussten. Erstmals entschied ein Elfmeterschießen das Finale, in dem Brasilien gegen Italien die Nerven behielt. Questra, der Spielball des Turniers, wurde in Frankreich entwickelt und fand bei den Spielern große Akzeptanz, da er ein angenehmes und beliebtes Spielgefühl vermittelte. Der Fußball war besser kontrollierbar, löste sich jedoch auch schneller vom Fuß, wodurch sehr hohe Schussgeschwindigkeiten möglich waren. Das Geheimnis war die bereits in Italien eingesetzte, nun weiße Polyurethan-Schicht, die zwei wesentliche Merkmale vereinigte: Sie war widerstandsfähig aber gleichzeitig auch nachgiebig. Der Name Questra rührt von der erfolgreichen Raumfahrt der USA und heißt so viel wie „Griff nach den Sternen“. Die Triaden enthalten Sterne, farblich blieb man beim gewohnten Schwarz-Weiß. Auch beim Design der deutschen Trikots knüpfte man Großteiles auf den Vorgänger an.

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Frankreich WM 1998 – ein Highlight mit dem Tricolore

Der Tricolore war der erste Spielball, der farblich gestaltet wurde. Der Name stammt von der Nationalflagge als auch dem Nationalteam. Die Farben wurden der französischen Flagge entnommen. Das Muster stellt einen abstrakt dargestellten Gallischen Hans dar, der als Nationalsymbol Frankreichs bezeichnet werden kann. Der Tricolore war der erste Spielball seiner Art, der nicht mehr das typische Tango-Muster aufweist, was sehr positiv vom Publikum aufgenommen wurde. Er gilt als einer der besten Bälle, die je entwickelt wurden. Wieder war die Schaumschicht wesentlich. Denn sie bediente durch einzeln verschlossene und mit Gas befüllte Mikrobälle eine sehr robuste Struktur. Die Aufprallenergie konnte gleichmäßig verteilt werden, schnellere und treffsichere Schüsse waren das Ergebnis. Der syntaktische Schaum wurde beibehalten und ist heute wesentliches Merkmal professioneller Fußballbälle. Deutschland wurde 7., der Nachbar Frankreich wurde zum ersten Mal Weltmeister. Thierry Henry wurde bester Torschütze der Siegermannschaft. Etwas dezenter war wieder die Devise der deutschen Trikots, obwohl die drei Streifen mit den Nationalfarben beibehalten wurden.

Japan und Südkorea WM 2002 – alles neu mit dem Fevernova

Alles neu galt 2002 für Japan und Südkorea, die erste Weltmeisterschaft, die von zwei Ländern ausgetragen wurde – und das ebenfalls erstmals in Asien. Auch für den Spielball gab es eine wesentliche Neuerung. Das Design war vollends neu gestaltet. Der Telestar-Stil wurde abgesetzt und stattdessen ein asiatisches Muster verwendet. Fevernova bestand nun schon aus sechs Schichten nach modernstem Standard. Die bekannte syntaktische Schaumschicht wurde durch ein dreilagiges Polymer-Gewebe ergänzt. Fevernova war der letzte Ball, der aus dem berühmten Wabenmuster bestand. Kritisiert wurden die Flugeigenschaften des Balles, daher erhielt er den Namen Flatterball, dessen Flugbahn nicht immer nachzuvollziehen war. Dafür war er Garant für einige spektakuläre Tore während der WM. Brasilien wurde zum fünften Mal Weltmeister, zweiter wurde abermals Deutschland. Bekannter Spieler war Oliver Kahn, der auch als bester Spieler der Veranstaltung benannt wurde. Die Trikotgestaltung verfolgte nun wieder eine dezentere Linie, schwarz-weiß stand erneut im Vordergrund.

Michael Ballack (L) und der Franzose Zinedine Zidane am 15. November 2003 in der Arena Auf Schalke . AFP PHOTO FRANCK FIFE

Michael Ballack (L) und der Franzose Zinedine Zidane am 15. November 2003 in der Arena Auf Schalke . AFP PHOTO FRANCK FIFE

Deutschland WM 2006 – ein Sommermärchen mit dem Teamgeist

Zum zweiten Mal fand in Deutschland die Weltmeisterschaft statt. Die WM 2006 war ein echtes Fest. Italien feierte gegen Frankreich den Sieg. Für Deutschland reichte es daheim nur für Platz 3. Die Trikots enthielten die Landesfarben, drei goldene Sterne und die Trikotnummer auf der Vorderseite. Aufsehen bereitete der Kopfstoß von Zidane gegen einen italienischen Gegner im Finale der WM. Mehr Teamgeist versprühte der WM-Ball, der den Namen Teamgeist + bekam. Wieder ohne Wabenform, sondern mit relativ glatter Außenhaut bestach er mit elegantem Schwarz-Weiß und dezentem Gold. Letzteres jedoch nur im Finalspiel. Durch die glatte Oberfläche galt er als fast perfekte Kugel, und die 14 Panels wurden durch Wärmezufuhr miteinander verklebt. Der Ball erhielt 2006 von Stiftung Warentest die Auszeichnung zum Testsieger. Der WM-Ball war nun so weit entwickelt, dass er sich bei jedem Spieler und auch bei Regen gleichsam verhielt und die Spieler dadurch ihre Fähigkeiten vollends unter Beweis stellen konnten. Zum ersten Mal wurden auch die Mannschaften sowie das Datum des jeweiligen Spiels am Spielball vermerkt.

 

Südafrika WM 2010 – umstrittene Freude mit dem Jabulani

Erstmals war Afrika Austragungskontinent einer Fußball-WM. Südafrika blieb primär durch die Vuvuzelas in Erinnerung, aber auch der Sieg der Spanier ist erwähnenswert. Deutschland wurde 3., Thomas Müller als Torschützenkönig ausgezeichnet und gab damit einen Ausblick auf die erfolgreiche Zeit im nachfolgenden Turnier. Die Trikots waren nun wieder vollends dezent. Nur Torwart Manuel Neuer stach mit seinem roten Trikot aus der Masse. Die Panels des Fußballs waren nun dreidimensional, Rillen auf der Oberfläche sorgten für eine Optimierung der Aerodynamik. Jabulani bedeutet „sich freuen“ und steht stellvertretend für die Freude der Bevölkerung am Turnier. Kritik erfuhr der Ball, wie zuvor auch Teamgeist +, von Torhütern, während andere Spieler die gute Erkennbarkeit und den Spin positiv bewerteten. Jabulani fing nämlich erst bei relativ hohen Geschwindigkeiten an zu flattern.

Der offizielle Spielball der FIFA World Cup 2014 - der Brazuca. AFP PHOTO/ EITAN ABRAMOVICH

Der offizielle Spielball der FIFA World Cup 2014 – der Brazuca. AFP PHOTO/ EITAN ABRAMOVICH

Brasilien WM 2014 – farbenfroher Brazuca

So bunt war ein WM-Ball noch nie. Die kräftigen Farben sollten die Lebensfreude des Landes verdeutlichen, ein spezielles Temperatur regulierendes Material soll Probleme, die das warme Klima Brasiliens mit sich bringt, verhindern. Der Name Brazuca wurde erstmals von den Fans bestimmt. Die Noppenprägung soll mehr Griffigkeit und erhöhte Ballkontrolle gewährleisten. Die Flugeigenschaften, die zuvor noch beim Jabulani kritisiert wurden, wurden durch längere und tiefere Nähte optimiert. Deutschland konnte sich nach vielen erfolgreichen Jahren verdient über den vierten WM-Titel freuen. Manuel Neuer wurde bester Torhüter des Turniers. Die neuen Trikots mit dem roten Brustring brachten also Glück.

Russland WM 2018

Auch zur Fußball WM 2018 in Russland wird es natürlich einen neuen Spielball von adidas geben. Derzeit ist allerdings erst der neue Spielball zum Confed Cup 2017 bekannt.

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Hier gibts alle EM-Spielbälle. Quelle: fussballe.info