WM 2022 Playoffs * Liveticker & Reaktionen: Russland wird von der WM-Qualifikation 2022 ausgeschlossen

In den frühen Morgenstunden hat der russische Machthaber Wladimir Putin die Ukraine angegriffen. Russland beginnt Krieg in Europa, Putin hat den Militäreinsatz in der Ostukraine offiziell angeordnet. Die Nachrichtenagentur Reuters hat am Morgen von mehreren Explosionen in der Hauptstadt Kiew berichtet. Andere Reporter berichten von russischen Raketenangriffe in der ganzen Ukraine. Fraglich scheint nun zu sein, wie weit die Sanktionen der UEFA und FIFA gehen. Ukraine und Russland sollten eigentlich in den WM-Playoffs Ende März spielen. Zahlreiche russische Unternehmen wie z.B. Gazprom sponsern weitreichend Fußballclubs und Turniere. Die FIFA vergab die FIFA WM 2018 nach Russland.

Update: Die FIFA verkündete, dass Russland von der WM-Qualifikation und somit von der WM-Endrunde ausgeschlossen werden. Russland fährt also auf keine Fall zur WM 2022 in Katar!

Russlands Präsident Vladimir Putin (L) und FIFA Präsident Sepp Blatter bei der Gruppenauslosung des World Cup 2018 im Konstantin Palace in Saint Petersburg am 25.Juli 2015. AFP PHOTO / KIRILL KUDRYAVTSEV
Aktuell: Liveticker zur Ukraine-Krise

2.3. – adidas kein Sponsor mehr des Russland Fußball-Verbands

Seit 2008 rüstet Adidas den russischen Fußballverband und deren Nationalmannschaften der Männer und der Frauen aus, 2018 verlängerte man den Vertrag. Nun hat der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ab sofort den Vertrag ausgesetzt.

1.3. – FIFA/UEFA sperren russische Vereine und Nationalmannschaften für alle Wettbewerbe

Nach den ersten Beschlüssen des FIFA-Rates und des UEFA-Exekutivkomitees, die zusätzliche Maßnahmen vorsahen, haben die FIFA und die UEFA heute gemeinsam entschieden, dass alle russischen Mannschaften, ob Nationalmannschaften oder Klubmannschaften, bis auf weiteres von der Teilnahme an FIFA- und UEFA-Wettbewerben ausgeschlossen werden.

Diese Entscheidungen wurden heute vom Präsidium des FIFA-Rates und vom Exekutivkomitee der UEFA, den höchsten Entscheidungsgremien beider Institutionen in solch dringenden Angelegenheiten, getroffen.

Der Fußball ist hier voll und ganz vereint und in voller Solidarität mit allen betroffenen Menschen in der Ukraine. Beide Präsidenten hoffen, dass sich die Situation in der Ukraine schnell und deutlich verbessert, damit der Fußball wieder zu einem Träger der Einheit und des Friedens unter den Menschen werden kann.

26.2. 14:30 Uhr – Zumindest in der 2.Bundesliga gibt es Schweigeminuten und Aktionen gegen den russischen Einmarsch in die Ukraines.

26.2. 11 Uhr – Auch Polens Toptorjäger Robert Lewandowski will nicht gegen Russland spielen: „Ich kann mir nicht vorstellen, zu einem Spiel gegen das russische Team anzutreten, während sich die Aggression in der Ukraine fortsetzt. Russlands Fußballer und Fans sind dafür nicht verantwortlich, aber wir können nicht so tun, als ob nichts passiert., so Robert auf Twitter.

26.2. 10 UhrPolen will NICHT gegen Russland in den WM-Playoffs spielen!

26.2. 8 Uhr – Tuchel, Trainer vom Chelsea FC: „Die Situation für mich und meine Mitarbeiter, die Spieler ist schrecklich“. Klub-Eigentümer ist der Russe Roman Abramowitsch.

25.2. 20 Uhr – Die Allianz Arena in München leuchtet in den Farben der Ukraine!

25.2. 18 Uhr – UEFA will sich von Sponsor Gazprom trennen: Man arbeite bereits an einer Auflösung des noch bis 2024 laufenden Vertrags.

25.2. 15 Uhr – FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte, dass die Spiele Russlands in den Playoffs der WM-Qualifikation vorerst unangetastet bleiben. „Die FIFA verurteilt die Anwendung von Gewalt durch Russland in der Ukraine und jede Art von Gewalt zur Lösung von Konflikten“, sagte Infantino. „Das erste dieser Spiele soll in einem Monat stattfinden. Ich hoffe, dass die gesamte Situation bis dahin gelöst werden kann, vorher gelöst werden kann“, sagte er des Weiteren.

25.2. 12 Uhr – Die WM-Playoff-Teilnehmer Polen, Schweden und Tschechien wollen nicht in Russland spielen. Die jeweiligen Fußballverbände baten um eine Verlegung an andere Spielorte.

18 Uhr – Die UEFA reagiert und entzieht St.Petersburg, übrigens die Geburtsstadt von Putin das Finale der Champions League!

17 Uhr – Der FC Schalke 04 reagiert: „Mit Blick auf die Ereignisse, Entwicklung und Zuspitzung der vergangenen Tage hat sich der FC Schalke 04 dazu entschieden, den Schriftzug seines Hauptsponsors – ‚Gazprom‘ – von den Trikots zu nehmen“, teilte der Zweitligist am Donnerstagnachmittag mit. Manm wird ab sofort „Schalke 04“ auf der Trikotbrust tragen. Schalke bekommt dieses Jahr in der laufenden Saison rund 10 Mio. EUR von Gazprom.

14 Uhr – Polen ruft die FIFA an! Der polnische Fußball-Verband bittet um Klärung wie mit dem Play-off-Halbfinale umgegangen werden wird. Der polnische Verband betone, dass politische Entscheidungen wie z.B. die Verhängung möglicher Sanktionen gegen die Russische Föderation in den Händen staatlicher Behörden und internationaler Gremien verbleiben würde.

Was passiert mit der Ukraine und Russland in der WM Qualifikation 2022?

Beide Fußball-Nationalmannschaften der Ukraine und von Russland können sich über die europäischen WM-Playoff-Spiele im März qualifizieren. Ukraine spielt im Halbfinale zunächst gegen Schottland und würde bei einem Sieg gegen Wales oder Österreich spielen müssen. Die russische Nationalmannschaft müsste im „Weg B“ gegen Polen spielen und bei einem Sieg gegen Schweden oder die Tschechische Republik spielen.

Der WM Spielplan der Playoff
Der WM Spielplan der Playoff

Fraglich: Finden die WM-Playoff Spiele der Ukraine und Russland statt?

Die UEFA oder auch FIFA haben sich bisher nicht geäußert, ob nach der russischen Inversion die WM-Spiele stattfinden werden. Konsequent müsste die FIFA Russland von der weiteren Qualifikation aussperren, ist die Inversion völkerrechtlich zu verurteilen. Zudem spielt man auch noch gegen Polen, die die Ostgrenze der Nato darstellen, auch wenn Estland, Lettland und Litauen nördlich von Polen ebenfalls der Nato angehören. Mit St.Petersburg hat man eine direkte Grenze zu Russland. Ein faires Fußballspiel mit freundlicher Atmosphäre wäre kaum möglich.

Die Ukraine, immerhin mit Polen gemeinsamer Gastgeber der Fußball EURO 2012, wird sich wohl kaum imstande sein, eine Fußballnationalmannschaft zu stellen. Viele Nationalspieler spielen in der eigenen Liga bzw. bei Donezk im Osten der Ukraine, eine der Bereiche die als erstes besetzt wurden. Einige Spieler wie Malinovskyi (Bergamo) oder Zinchenko (Manchester City) spielen im Ausland. Fraglich, ob die Nationalmannschaft auch im Vorfeld sich ausreichend auf das Länderspiel vorbereiten kann.

Teilnehmer der WM 2022 Playoff Auslosung
Teilnehmer der WM 2022 Playoff Auslosung

Lösung: Russland disqualifiziert, Ukraine befragt?

Russland könnte ihr Spielrecht verlieren und der Gegner Polen könnte direkt ins Finale-Playoff kommen. Der ukrainische Fußballverband könnte befragt werden, ob man sich im Stande fühlt nach Schottland zu reisen. Auszugehen ist davon nicht, auch Schottland könnte direkt ins Finale einziehen.

 

Finale der Champions League in St.Petersburg?

Das Finale der Champions League ist im Mai im EM-Stadion von St.Petersburg geplant. Schon im Vorfeld wurde angeregt das Finale zu verlegen. Prekär ist, dass Gazprom einer der großen Sponsoren der UEFA ist und auch im Finale präsent sein sollte. Somit wäre auch die Finanzierung gefährdet.

Das Krestowsky-Stadion in St. Petersburg fasst knapp 70.000 Zuschauer und wird somit das größte Stadion des Confed-Cups und das zweitgrößte der Weltmeisterschaft 2018 sein. Photo: AFP.
Das Krestowsky-Stadion in St. Petersburg fasst knapp 70.000 Zuschauer und wird somit das größte Stadion des Confed-Cups und das zweitgrößte der Weltmeisterschaft 2018 sein. Photo: AFP.

Schalke, Gazprom und die anderen russischen Inverstoren im Fußball

Der FC Schalke 04 wird seit Jahren vom russischen Gaslieferanten Gazprom unterstützt, ist ebenso großer UEFA-Sponsor. Die Bildzeitung überklebt schon alle Bilder der Gazprom-Werbung in der Schalke-Berichterstattung. In der englischen Premiere League sind ebenfalls viele russische Firmen und Personen präsent. Manchester City wird von Aeroflot unterstützt und sagt den Flug in der Champions League mit Aeroflot nach Madrid ab.