Frauen Nationalmannschaft heute vor dem Testspiel Deutschland – Sambia: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Interview

In der letzten Pressekonferenz des DFB blickte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg voraus auf das letzte Heimspiel vor der Weltmeisterschaft in Australien. Das Spiel heute Abend gegen Sambia (Freitag, 20.30 Uhr, live in der ARD) in Fürth bietet sowohl den Fans als auch den Nationalspielerinnen eine einmalige Gelegenheit, die Mannschaft in Aktion zu sehen, bevor sie auf den globalen Fußballplatz tritt. Im Gespräch mit DFB.de äußerte sich Voss-Tecklenburg über die bevorstehende WM-Generalprobe gegen die Afrikanerinnen.

Frauen Nationalmannschaft vor dem Länderspiel Deutschland - Sambia: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Interview
Frauen Nationalmannschaft vor dem Länderspiel Deutschland – Sambia: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Interview

Ziele und Erwartungen für das Sambia-Spiel

Im Hinblick auf die Ziele und Erwartungen für das Sambia-Spiel betonte Voss-Tecklenburg, dass sie die Fortschritte, die seit dem Spiel gegen Vietnam gemacht wurden, fortsetzen möchte. Sie erwähnte, dass das Team mit den richtigen Mitteln gegen die schnellen Stürmerinnen von Sambia vorgehen möchte und sich auf eine Begegnung mit einem offensiven und körperlich starken Gegner freut. Sie fügte hinzu, dass Sambia bewiesen hat, wie fähig sie sind, wie zuletzt beim Unentschieden gegen die Schweiz. Die Trainerin äußerte außerdem ihre Freude über die Erwartung eines stimmungsvollen Spiels in Fürth und betonte den Wunsch, „die Menschen mitzunehmen“. Voss-Tecklenburg erklärte, sie freue sich auch auf weitere Erkenntnisse, die das Spiel bieten könnte.

Startelf in Fürth

Bezüglich der Startelf in Fürth sagte Voss-Tecklenburg, dass sie mit den Spielerinnen auflaufen wird, von denen das Trainerteam glaubt, dass sie in guter Form sind. Sie machte jedoch deutlich, dass alle Spielerinnen wichtig sind, unabhängig von ihrer Rolle in der Startelf. Sie merkte an, dass noch Entscheidungen bezüglich des WM-Kaders getroffen werden müssen und dass dieses Spiel dazu dienen wird, weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Abschließend betonte sie, dass es von größter Wichtigkeit ist, dass alle Spielerinnen während der letzten Trainingseinheiten in Deutschland und später in Australien gesund bleiben.

Im Verlauf der Pressekonferenz wurden von Martina Voss-Tecklenburg auch andere Themen behandelt:

Vergleich zwischen Marokko und Sambia

Bei dem Vergleich zwischen Marokko und Sambia äußerte die Bundestrainerin, dass sich diese beiden Mannschaften in gewissen Aspekten ähneln, besonders in Bezug auf die Mentalität. In puncto Spielstil stellte sie jedoch Unterschiede fest. Sambia lobte sie für ihre starke Offensivkraft und schnellen Spielerinnen. Marokko hingegen zeigte nach ihrer Ansicht eindrucksvoll, dass sie über einen guten Trainer und eine disziplinierte Defensive verfügen. Voss-Tecklenburg betonte allerdings, dass direkte Vergleiche zwischen Mannschaften schwierig seien, da jede ihre eigenen Stärken und Schwächen hat. Sie ist jedoch der Überzeugung, dass beide Teams bei ihrer ersten WM-Teilnahme alles geben werden.

In Bezug auf mögliche Ablenkungen durch Social Media betonte sie ihr volles Vertrauen in die Spielerinnen. Obwohl sie selbst Social Media nicht oft nutzt, ist sie sich bewusst, dass die Spielerinnen dort positive Beiträge für die Fans liefern. Für sie bedeutet Fokus auch, manchmal die Konzentration vom Fußball zu nehmen. Sie erwähnte jedoch, dass es verantwortliche Personen innerhalb des Teams gibt, die dies im Auge behalten.

Die Trainerin sprach auch über den aktuellen Teamgeist. Sie betonte, wie schwierig es ist, den Teamgeist zu messen, da dieser intern wachsen muss. Ihre Wahrnehmung der Mannschaft ist jedoch positiv, und sie sieht keine Notwendigkeit, etwas künstlich zu erzeugen. Sie merkte an, dass sich die Mannschaft noch in der Nominierungswoche befindet und daher eine gewisse Spannung zu spüren ist. Ab Samstag werden die Rollen klar verteilt sein und klar sein, wer mitfliegt und wer noch auf Abruf bleibt. Sie betonte, dass alle gegenwärtigen Spielerinnen das Team unterstützen, was auch durch den Besuch der verletzten Spielerinnen Linda Dallmann und Giulia Gwinn unterstrichen wurde.

Schließlich äußerte sich Voss-Tecklenburg zum Leistungsstand der Mannschaft. Sie gab zu, dass das Team in Bezug auf Athletik und Physis noch nicht bei 100 Prozent sei, was allerdings vor einem Turnier auch nicht ideal wäre. Sie erwartet dennoch eine 100-prozentige Mentalität und Einstellung bei allem, was das Team tut. Sie räumte ein, dass es noch Bereiche gibt, in denen Verbesserungen nötig sind und in denen die Abläufe noch trainiert werden müssen. Nach der Arbeit an diesen Aspekten liegt der Fokus dann auf den Gruppengegnern.

Wer schreibt hier?

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  • Nils Römeling

    Nils Römeling, seit 2006 aktiv, hat sich als Autor und Betreiber mehrerer angesehener Fußballwebseiten etabliert. Diese Plattformen bieten umfassende Berichterstattung über diverse Aspekte des Fußballs – von der deutschen Nationalmannschaft über die Bundesliga bis hin zu internationalen Begegnungen und dem Frauenfußball. Er hatte das Privileg, bedeutende Fußballereignisse wie die Weltmeisterschaften 2010, 2014 und 2022 sowie die Europameisterschaften 2016 und 2021 live zu erleben und darüber zu berichten. In seiner Freizeit unterstützt er leidenschaftlich den FC Augsburg und besucht regelmäßig Spiele im Stadion.

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