Bundestrainer Jupp Derwall


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Jupp Derwall am 18. April 1984 mit Karl-Heinz "Kalle" Rummenigge AFP PHOTO / JACQUES WITT

Jupp Derwall am 18. April 1984 mit Karl-Heinz „Kalle“ Rummenigge AFP PHOTO / JACQUES WITT

Stürmer aus Leidenschaft

Josef „Jupp“ Derwall (geb. 10. März 1927 in Würselen; gest. 26. Juni 2007 in St. Ingbert) war vom 11. Oktober 1978 bis zum 20. Juni 1984 der dritte Nationaltrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft. Seine Profilaufbahn startete Jupp Derwall beim nordrhein-westfälischen Klub Rhenania Würselen als Stürmer. Dort, bei Alemannia Aachen sowie bei Fortuna Düsseldorf spielte er seine gesamte Karriere über in der Oberliga West, der damals höchsten deutschen Spielklasse im Westen. Er erreichte in seiner Karriere zweimal das DFB-Pokalfinale und wurde zweimaliger Fußballnationalspieler.

Nachfolger von Helmut Schön als Nationaltrainer

Nach einer kurzen Vereinstrainerkarriere von 1959 – 1965, in der Derwall unter anderem den 1. FC Saarbrücken zum Meister der zweitklassigen Regionalliga Südwest coachen konnte, wurde er im Jahre 1970 zum Assistenztrainer des damaligen Bundestrainers Helmut Schön. Nachdem der erfolgreiche Helmut Schön zurückgetreten war, wurde Jupp Derwall im Jahre 1978 zum Fußballnationaltrainer. Bereits nach kurzer Zeit deutete sich an, dass Derwall den Erfolgskurs von Helmut Schön beibehalten kann. Auch die menschlich-freundliche Art hat Derwall von Helmut Schön geerbt.

Frühe Erfolg und jähes Nationaltrainerende

Bis zur Weltmeisterschaft im Jahre 1980 konnte Jupp Derwall die deutsche Nationalmannschaft zu einer unglaublichen Serie von 22 Spielen ohne Niederlage am Stück führen. Die Europameisterschaft 1980 in Italien gewann Deutschland schließlich ohne Niederlage in Qualifikation und Endrunde mit einem 2:1 gegen Belgien im Finale. Die ersten beiden Niederlagen seit einer langen Zeit musste die deutsche Nationalmannschaft bei der Mundialito (kleine Weltmeisterschaft) vom 1980/1981 in Uruguay hinnehmen. Dennoch war die deutsche Nationalmannschaft mit acht Siegen aus acht Spielen auch bei der Weltmeisterschaft 1982 ein Mitfavorit. Deutschland konnte nach einer schwachen Hinrunde mit einer Niederlage gegen Algerien (1:2) und dem Skandalspiel gegen Österreich, dem sogenannten „Nichtangriffspakt von Gijón“ (1:0), jedoch das Finale erreichen. Dort unterlag Deutschland aber der starken Mannschaft aus Italien. In der darauffolgenden Europameisterschaft kam Deutschland nicht über die Hinrunde hinaus und Jupp Derwall musste unter dem Druck der Medien die Nationaltrainerkarriere beenden. Zuletzt war Derwall von 1984 bis 1988 als Cheftrainer bei Galatasaray Istanbul tätig und gewann zwei Meisterschaften und den türkischen Pokal.

The German national soccer team players pose before the start of their European Nations soccer championship final against Belgium, on June 22, 1980 in Rome.(Top, from L: Ulrich Stielike, Harald Schumacher, Hans-Peter Briegel, Karl-Heinz Rummenigge, Karl-Heinz Förster, Horst Hrubesch; bottom, from L: Klaus Allofs, Bernd Schuster, Bernard Dietz, Manfred Kaltz, Hansi Muller)

The German national soccer team players pose before the start of their European Nations soccer championship final against Belgium, on June 22, 1980 in Rome.(Top, from L: Ulrich Stielike, Harald Schumacher, Hans-Peter Briegel, Karl-Heinz Rummenigge, Karl-Heinz Förster, Horst Hrubesch; bottom, from L: Klaus Allofs, Bernd Schuster, Bernard Dietz, Manfred Kaltz, Hansi Muller)

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