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Fußball EM 2016: Ergebnisse von Sonntag * Frankreich, Deutschland und Belgien sind weiter

Deutschland und Belgien haben Ausrufezeichen setzen können

Veröffentlicht: Montag, 27. Juni 2016 um 10:33 Uhr

Frankreich dreht ein schon verlorenes Spiel und kommt weiter, die deutsche Mannschaft dreht sich seit dem Turnierstart komplett und kommt souverän gegen die Slowakei weiter und Belgien dreht gegen Ungarn auf und kommt ebenfalls ins Viertelfinale. Der gestrige Sonntag war bei der EM in Frankreich ein Tag der Drehungen, hier eine Zusammenfassung.

Bei der EM freuen sich französische Fans über das Weiterkommen ihres Teams

EM 2016: Französische Fans feiern den Einzug ihrer Mannschaft ins Viertelfinale / AFP PHOTO / BERTRAND LANGLOIS

Frankreich – Irland 2:2 (0:1)

Lange Zeit roch es in dieser Partie nach einer Sensation, denn die Iren sind bereits in der zweiten Minute durch einen Elfmeter in Führung gegangen. Danach versuchte Frankreich zwar beinahe ohne Unterbrechung den Ausgleich zu machen, aber durch die hinten drin stehenden Iren war kein Durchkommen, denn Irland stand nicht nur passiv wie eine Mauer vor dem eigenen Tor, nein, wie die Löwen haben sie mit vollem Körpereinsatz um jeden Ball gekämpft, der ihnen gefährlich hätte werden können. Die Franzosen versuchten diese Abwehrmacht zunächst über hohe Bälle auszuhebeln, doch der zählbare Erfolg blieb aus.

In der zweiten Spielhälfte setzte Frankreich seinen Run auf das irische Tor fort, jetzt jedoch vornehmlich mit Distanzschüssen. Griezmann war es dann in der 58. Minute vergönnt, einen schönen Angriff mit dem Kopf zum Ausgleich abzuschließen. Nur drei Minuten später war es erneut Griezmann der für die Franzosen traf, es stand 2:1 und das Spiel war gedreht. An einem eventuellen dritten Tor konnte der quirlige Griezmann nur durch eine Notbremse gehindert werden, die vom Unparteiischen mit einer roten Karte quittiert wurde.
Zwischen dem Ausgleich und der französischen Führung, inclusive der roten Karte, lagen gerade einmal acht Minuten, die Frankreich ins Viertelfinale der EM 2016 gebracht haben.

Deutschland – Slowakei 3:0 (2:0)

Es war der stärkste Auftritt der deutschen Mannschaft bei dieser EM. Vom Auftaktspiel bis jetzt hat sich Deutschland in jedem Spiel deutlich steigern können. So hat „La Mannschaft“ durch ihr Auftreten bei der EM wieder einmal sehr deutlich gemacht, weshalb sie auf der ganzen Welt als Paradebeispiel einer Turniermannschaft gilt.

Jerome Boateng bejubelt sein 1:0 gegen die Slowakei und dankt Dr. Müller-Wohlfahrt, die ihn die Woche fit machte. / AFP PHOTO / DENIS CHARLET

Jerome Boateng bejubelt sein 1:0 gegen die Slowakei und dankt Dr. Müller-Wohlfahrt, die ihn die Woche fit machte. / AFP PHOTO / DENIS CHARLET

Schon nach acht Minuten lochte Boateng mit einem Distanzschuss zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später hätte Özil mit einem Foulelfmeter die Vorentscheidung klarmachen können, doch der slowakische Keeper war vor dem Ball in der Ecke. Zur Vorentscheidung reichte es vor der Halbzeit aber trotzdem noch. Nach Vorarbeit von Draxler traf Gomez zum 2:0. In der 63. Minute machte der hervorragend aufgelegte Draxler mit dem 3:0 den Sack zu und den deutschen Einzug ins Viertelfinale klar. Das deutsche Team war gegen die Slowaken derartig überlegen, dass Joachim Löw es sich sogar erlauben konnte, nach dem 3:0 Draxler, Khedira und Boateng vom Platz zu nehmen.
Heute entscheidet sich, ob Deutschland im Viertelfinale am kommenden Samstag um 21.00 Uhr auf Italien oder auf Spanien treffen wird.

Ungarn – Belgien 0:4 (0:1)

Belgien freut sich über den Einzug ins EM-Viertelfinale

EM 2016: Geschafft – Belgien klatscht sich nach dem Einzug ins Viertelfinale ab / AFP PHOTO / Attila KISBENEDEK

Endlich hat Belgien bei dieser Europameisterschaft gezeigt, weshalb man das Team von Marc Wilmots im Vorfeld des Turniers immer wieder als einen brandheißen Geheimfavoriten auf den Titel gesehen hatte. Phasenweise brannte Belgien gegen Ungarn ein Feuerwerk aus technisch anspruchsvollem und blitzschnellem Fußball ab. Nach zehn Minuten bereits die frühe Führung. Nur der Ballverliebtheit der „Roten Teufel“ hatte es Ungarn zu verdanken, dass es nicht abgeschossen wurde. Anstatt den direkten Weg zum Tor, suchten die Belgier immer wieder noch einen Zweikampf und leiteten lieber ein weiteres Dribbling ein, als den Schuss auf das Tor.
Durch mehrere mutige Schüsse aus großer Torentfernung hätte dieser knappe 1:0-Vorsprung sogar mehrfach ausgeglichen werden können. Das hätte den Spielverlauf aber auf gar keinen Fall widergespiegelt. So dauerte es trotz der drückenden belgischen Überlegenheit bis zur 78. Spielminute, ehe Batshuayi das 2:0 markierte. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. 60 Sekunden später Hazard mit dem 3:0 und in der Schlussminute gelang Ferreira-Carrasco sogar noch das 4:0.


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