Alle WM 2026 Trainer

Bei der FIFA Fußball‑Weltmeisterschaft 2026 stehen nicht nur die Spieler im Rampenlicht, sondern auch diejenigen, die an der Seitenlinie die Fäden ziehen. Mit Stand Anfang 2026 stehen 42 Nationen und ihre Trainer fest – ein spannender Mix aus lokalen Experten, internationalen Stars und ehemaligen Weltklassespielern, die nun den Weg ihrer Teams leiten. Diese WM-Trainer spielten selbst bei einer WM-Endrunde

Der deutsche Cheftrainer Julian Nagelsmann (L) spricht mit dem deutschen Mittelfeldspieler Joshua Kimmich (Nr. 06) am Spielfeldrand während des Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Frankfurt am Main am 26. März 2024. (Foto: INA FASSBENDER / AFP)
Der deutsche Cheftrainer Julian Nagelsmann (L) spricht mit dem deutschen Mittelfeldspieler Joshua Kimmich (Nr. 06) am Spielfeldrand während des Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Frankfurt am Main am 26. März 2024. (Foto: INA FASSBENDER / AFP)

Trainerentwicklung: Starke Vertreter aus Südamerika und Europa

Ein überraschender Trend zeigt sich bei der Trainerherkunft: Argentinien ist das prägende Ausbildungsland für Nationaltrainer bei dieser WM. Mit sechs argentinischen Trainern – darunter Lionel Scaloni (Argentinien), Néstor Lorenzo (Kolumbien), Sebastián Beccacece (Ecuador), Daniel Garnero (Paraguay), Mauricio Pochettino (Kanada) und Marcelo Bielsa (Uruguay) – stellt Argentinien die größte Trainergruppe. Diese Dominanz unterstreicht den hohen Stellenwert taktischer und spielerischer Ausbildung in Südamerika sowie die internationale Nachfrage nach argentinischem Fußballwissen.

Auch Deutschland ist stark vertreten, mit vier Bundestrainer, die in Europa und darüber hinaus Nationalteams betreuen. Namen wie Thomas Tuchel (England), Julian Nagelsmann (Deutschland), Ralf Rangnick (Österreich) sowie die Einordnung von Otto Addo (Ghana) als deutsch ausgebildeter Coach unterstreichen den Einfluss deutscher Trainerphilosophie weltweit.

Frankreich folgt mit drei Trainern – Didier Deschamps (Frankreich), Hervé Renard (Saudi‑Arabien) und Sébastien Migné (Haiti) – insbesondere im afrikanischen und arabischen Fußball.

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps im Juni 2015. AFP PHOTO / THOMAS SAMSON
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps im Juni 2015. AFP PHOTO / THOMAS SAMSON

Englands deutscher Cheftrainer Thomas Tuchel bei einer Trainingseinheit im St. George's Park in Burton-on-Trent, Mittelengland, am 18. März 2025 vor den Fußballspielen der UEFA-WM-Qualifikationsgruppe K gegen Albanien am 21. März und Lettland am 26. März. (Foto von Paul ELLIS / AFP)
Englands deutscher Cheftrainer Thomas Tuchel bei einer Trainingseinheit im St. George’s Park in Burton-on-Trent, Mittelengland, am 18. März 2025 vor den Fußballspielen der UEFA-WM-Qualifikationsgruppe K gegen Albanien am 21. März und Lettland am 26. März. (Foto von Paul ELLIS / AFP)

Liste aller WM Trainer 2026

Nr.Nationalmannschaft vonKontinentEndrunden-
Gruppe
1Brasilien SüdamerikaGruppe A
2Kroatien Europa PlayoffsGruppe A
3Mexiko Amerika/Ozeanien PlayoffGruppe A
4Kamerun Afrika PlayoffsGruppe A
5Australien AsienGruppe B
6Niederlande EuropaGruppe B
7Spanien EuropaGruppe B
8Chile SüdamerikaGruppe B
9Japan AsienGruppe C
10Kolumbien SüdamerikaGruppe C
11Griechenland Europa PlayoffsGruppe C
12Elfenbeinküste Afrika PlayoffsGruppe C
13Italien EuropaGruppe D
14Costa Rica MittelamerikaGruppe D
15England EuropaGruppe D
16Uruguay Asien/SüdAmerika-PlayoffGruppe D
17Schweiz EuropaGruppe E
18Honduras MittelamerikaGruppe E
19EcuadorSüdamerikaGruppe E
20Frankreich Europa PlayoffsGruppe E
21Iran AsienGruppe F
22Argentinien SüdamerikaGruppe F
23Bosnien-Herzergowina EuropaGruppe F
24Nigeria Afrika PlayoffsGruppe F
25USA NordamerikaGruppe G
26Deutschland EuropaGruppe G
27Portugal Europa PlayoffsGruppe G
28Ghana Afrika PlayoffsGruppe G
29Südkorea AsienGruppe H
30Belgien EuropaGruppe H
31Russland EuropaGruppe H
32Algerien Afrika PlayoffsGruppe H
Österreichs Trainer Ralf Rangnick bei einer Pressekonferenz nach dem EM 2024-Qualifikationsspiel zwischen Estland und Österreich in der ersten Runde der Gruppe F in Tallin, Estland, am 16. November 2023. (Foto: RAIGO PAJULA / AFP)
Österreichs Trainer Ralf Rangnick bei einer Pressekonferenz nach dem EM 2024-Qualifikationsspiel zwischen Estland und Österreich in der ersten Runde der Gruppe F in Tallin, Estland, am 16. November 2023. (Foto: RAIGO PAJULA / AFP)

Lokale Trainer vs. internationale Experten

Ein klares Muster zeichnet sich bei den Konföderationen ab:

  • Europa (UEFA) setzt überwiegend auf lokale Trainer: Bei 12 qualifizierten europäischen Teams kommen 11 Trainer aus dem eigenen Land.

  • Afrika (CAF) vertraut dagegen stärker auf ausländische Expertise: Nur etwa ein Drittel der afrikanischen Teams wird von Trainern aus dem eigenen Land geführt.

  • Asien (AFC) ist gemischt: Japan, Jordanien und Usbekistan setzen auf eigene Köpfe, während Saudi‑Arabien und Katar auf erfahrene Europäer bauen.

  • In Nord‑ und Mittelamerika (CONCACAF) ist der Trend zu internationalen Coachings ebenfalls stark ausgeprägt: Nur Mexiko setzt mit einem Mexikaner auf einen Trainer aus dem eigenen Land, während Teams wie die USA und Kanada internationale Trainer engagiert haben.

Niederlande coach Ronald Koeman (Photo by EMMANUEL DUNAND / AFP)
Niederlande coach Ronald Koeman (Photo by EMMANUEL DUNAND / AFP)

Erfahrungswerte: Weltmeister als Trainer

Einige der Trainer bringen nicht nur taktische Stärke mit, sondern auch persönliche WM‑Erfahrung als Spieler. Besonders herausragend sind dabei:

  • Didier Deschamps und Fabio Cannavaro, die den Weltpokal nicht nur als Spieler gewannen, sondern später auch als Trainer.

  • Ronald Koeman, Lionel Scaloni und Hugo Myung‑bo Hong, die jeweils bei großen Turnieren selbst auf dem Platz standen