Fußball heute Bundesliga: Heidenheim darf weiter auf Wunder Klassenerhalt hoffen

Der 1. FC Heidenheim hat das große Sensationserlebnis in München nur hauchdünn verpasst, hält nach dem 3:3 (2:1) bei Bayern München aber weiter am rettenden Strohhalm fest. Weil der FC St. Pauli am Sonntag gegen Mainz 05 mit 1:2 verlor, bleibt der Klub von der Ostalb im Rennen um den Relegationsplatz, auf den auch der VfL Wolfsburg noch schielt. Zwei Partien in Köln am kommenden Sonntag, 10. Mai, und zum Saisonfinale gegen Mainz am 16. Mai geben dem Team von Frank Schmidt weiter Hoffnung.

Harry Kane vom FC Bayern München im Zweikampf mit Jonas Föhrenbach von 1. FC Heidenheim beim Bundesligaspiel in der Allianz Arena am 2. Mai 2026. (Adam Pretty / Getty Images Europe via Getty Images)
Harry Kane vom FC Bayern München im Zweikampf mit Jonas Föhrenbach von 1. FC Heidenheim beim Bundesligaspiel in der Allianz Arena am 2. Mai 2026. (Adam Pretty / Getty Images Europe via Getty Images)

Ein Punkt, der den Glauben am Leben hält

Der späte Ausgleich von Michael Olise in der 90.+10 Minute verhinderte im Münchner Stadion den fast schon historischen Coup gegen den Meister und Champions-League-Halbfinalisten. Für Heidenheim, das in dieser Saison schon einmal mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsrang deutlich abgeschlagen schien, war das Remis dennoch ein Zeichen von Widerstandskraft. Kapitän Patrick Mainka sprach von einem kleinen Funken Hoffnung, der im Abstiegskampf weiter glimmt.

Für den 100. Bundesligaspieler des FCH-Kapitäns wäre ein Sieg gegen Bayern natürlich eine Sensation gewesen. Stattdessen blieb ein Riesen-Rückschlag, wie Mainka einräumte. Gleichzeitig ordnete er das 3:3 aber auch als Wahnsinn ein und verwies auf die Brutalität des Abstiegskampfs: „Das haben wir letztes Jahr in der Relegation in Elversberg gezeigt.“ Damals hatte sich der FCH praktisch in letzter Sekunde gerettet.

Schmidt setzt auf den letzten Funken

Auch Frank Schmidt war nach dem Abpfiff stolz auf seine Mannschaft und wollte bewusst keine negative Stimmung aufkommen lassen. Er hatte erklärt: „Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Die drei Punkte wären wahnsinnig für uns gewesen, aber vielleicht ist der Punkt noch was wert.“ Der Chefcoach, seit 2007 beim FCH im Amt, sieht den Zähler in München als mögliche Basis für die entscheidenden Wochen im Saisonendspurt.

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Sicher ist zudem, dass Schmidt den Klub unabhängig vom Ausgang der Saison mindestens bis 2027 betreuen wird. Er hatte erst kürzlich betont, dass ihn die Lage zwar nicht kaltlasse, man sich aber auf ihn verlassen könne: „Aber auf mich kann man sich verlassen, ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen.“

Bundesliga Tabelle Abstiegskampf Top 10 bis 18

#
Team
B
S
U
N
Tore
GT
TD
Pkt.
10
1. FSV Mainz 05
S N U N S
>
32
9
10
13
41
50
-9
37
11
32
8
11
13
37
50
-13
35
12
Hamburger SV
U N N N S
>
32
8
10
14
36
51
-15
34
13
32
8
9
15
37
57
-20
33
14
1.FC Köln
U S U N U
>
32
7
11
14
47
55
-8
32
15
SV Werder Bremen
N N S U N
>
32
8
8
16
37
57
-20
32
16
FC St. Pauli
U N U N N
>
32
6
8
18
27
55
-28
26
17
VfL Wolfsburg
N N N S U
>
31
6
7
18
41
66
-25
25
18
1. FC Heidenheim
U S N S U
>
32
5
8
19
38
69
-31
23
Champions League
Europa League
Relegationsplatz
Abstieg in die 2.Liga
Europa-Conference-League-Play-offs