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Spielbericht: WM-Quali Gruppe C – Deutschland – Aserbaidschan 5:1

DFB-Team schafft perfekte Qualifikation!

Veröffentlicht: Montag, 9. Oktober 2017 um 12:59 Uhr

Gestern Abend bestritt der DFB sein 10. und letztes Spiel der WM-Qualifikation 2018 gegen Aserbaidschan. Das Team von Trainer Jogi Löw hatte dabei die historische Chance eine perfekte Qualifikation mit 10 Siegen aus 10 Spielen zu  erreichen. Nachdem man sich bereits am 9. Spieltag durch einen 3:1 Sieg gegen Nordirland als Gruppenerster der Gruppe C für die Endrunde der Weltmeisterschaft in Russland qualifiziert hatte, konnte Löw im Spiel gegen Aserbaidschan einige weniger eingesetzte Spieler testen.

So haben sie gespielt

Deutschland: Leno, Kimmich, Mustafi (36. Ginter), Süle (22. Rüdiger) – Can, Goretzka – Sané, Müller (70. Younes), Brandt, Stindl – Wagner

Aserbaidschan: Agayev – Quarayev, Huseynov, Mirzabekov, Khalilzade – Ismayilov (77. Qurbanov), Amurguliyev, Abisov, Huseynov (69. Nazarov) – Richard, Sheydaev (87. Alasgarov)

Leon Goretzka war mit seinen zwei Treffern gegen Aserbaidschan einer der Männer des Spiels. Photo: AFP.

Leon Goretzka war mit seinen zwei Treffern gegen Aserbaidschan einer der Männer des Spiels. Photo: AFP.

Wie verlief die erste Halbzeit?

Die DFB-Elf startete mit Veränderungen auf 7 Positionen in das Spiel gegen die außenseiter aus Aserbaidschan. Nichtsdestotrotz konnte man dem Spiel von Beginn an seinen Stempel aufdrücken. Bereits in der 9. Minute konnte Leon Goretzka, dem nach einer abgefälsschten Ecke von Joshua Kimmich der Ball im Strafraum vor die Füße fiel per Hacke das 1:0 erziehlen – ein Kandidat für das Tor des Monats! Dennoch konnte Aserbaidschan sich gegen die übermächtig wirkenden Deutschen teuer verkaufen. Das Team von Trainer Prosinecki war griffig in den Zweikämpfen und versuchte trotz des guten Gegenpressings der Deutschen alle Drucksituationen, häufig mit Erfolg, spielerisch zu lösen. In der 34. Minute wurden sie dann durch das 1:1 von Ramil Sheydaev belohnt. Die entsehung des Treffers war jedoch höchstkurios. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung konterte Aserbaidschan über Shedayev, welcher mit Shkodran Mustafi ins Laufduell musst. Mustafi verletzte sich dabei ohne Fremdeinwirkung und blieb am Boden liegen, was Shedayev ermöglichte Antonio Rüdiger im 1 gegen 1 auszuspielen und Bernd Leno mit einem Schuss ins Kurze Eck alt aussehen zu lassen. Die Nationalmannschaft musste sich mit einem 1:1 zur Halbzeit und zwei verletzten Innenverteidigern (Shkodran Mustafi, Niklas Süle) begnügen.

Wie verlief die zweite Halbzeit?

Die Nationalmannschaft kam mit viel Elan aus der Kabine und startete furios in die zweite Halbzeit. Vor allem das Zweikampfverhalten und Pressing waren sprübar besser als in Halbzeit 1 und dies wurde auch promt belohnt. In der 54. Minute konnte Sandro Wagner per Kopf das 2:1 erziehlen. Bei seinem Tor kam die Hawk-Eye Torlienientechnik zum tragen und zeigte einmal mehr, wie gut sie funktionierte, denn ohne diese Hilfe wäre es fast unmöglich gewesen zu bestimmen ob der Ball in vollem Umfang die Torlinie überquert hatte. In der 64. Minute konnte Antonio Rüdiger per Kopf nach einem Eckball seinen ersten Treffer im Trikot der Nationalmannschaft erzielen. Nur zwei Minuten später erhöhte Leon Goretzka per Rechtsschuss nach guter Vorlage des quirligen Leroy Sané zum 4:1. Das Spiel war innerhalb von wenigen Minuten entschieden. Danach ließ es der DFB deutlich langsamer angehen und Aserbaidschan konnte noch zu einigen Abschlusschancen kommen. In der 81. Minute setzte Emre Can, ebenfalls mit seinem ersten Tor für den DFB, den Schlusspunkt zum 5:1.

Julian Brandt, Emre Can und Leroy Sané (v.L.n.R.) feiern nach Emre Cans 5:1 gegen Aserbaidschan in Mainz 8. Oktober 2017. / AFP PHOTO / Christof STACHE

Julian Brandt, Emre Can und Leroy Sané (v.L.n.R.) feiern nach Emre Cans 5:1 gegen Aserbaidschan in Mainz 8. Oktober 2017. / AFP PHOTO / Christof STACHE

Fazit

Die deutsche Mannschaft konnte gegen einen überforderten Gegner aus Aserbaidschan auch ohne viele Stammkräfte überzeugen und eine Qualifikation für die Ewigkeit abliefern. 10 Spiele 10 Siege und 43-4 Tore sprechen eine deutlische Sprache und zementieren den Anspruch des DFB, in Russland auf die Jagt nach dem 5. Stern zu gehen. Die nächsten Freundschaftsspiele gegen größere Gegner wie Brasilien, England und Spanien werden nun zeigen, inwiefern man auch fähig dazu ist gegen die großen Gegner im Weltfussball zu bestehen.