U21-Nationalspieler Nicolo Tresoldi sieht Zukunft beim DFB und nicht in Italien

U21-Nationalspieler Nicolo Tresoldi sieht seine Zukunft beim DFB und nicht in Italien. Der Stürmer des FC Brügge betont, dass er sich bewusst für Deutschland entschieden habe und sich dort wertgeschätzt fühle. Trotz italienischer Herkunft und möglicher Spielberechtigung für Argentinien bleibt Tresoldi der deutschen Nachwuchsauswahl verbunden. Nach jüngsten Erfolgen, darunter Treffer in der Champions League und Einsätze bei der U21-EM 2025, erwartet er weiterhin Perspektiven vom DFB.

DFB-U21 Trainer Antonio Di Salvo © Thomas Böcker/DFB
DFB-U21 Trainer Antonio Di Salvo © Thomas Böcker/DFB

Tresoldi sieht Zukunft beim DFB

Nicolo Tresoldi erklärt klar seine sportliche Ausrichtung: „Ich habe mich vor Jahren entschieden, für Deutschland zu spielen. Sie haben mir eine Perspektive gezeigt, und ich habe mich sofort wertgeschätzt gefühlt.“ Damit setzt der Angreifer ein deutliches Signal in der Debatte um die nationale Zuordnung von Talenten mit doppelter Staatsbürgerschaft. Gleichzeitig verdeutlicht seine Aussage, dass die DFB-Nachwuchsarbeit für ihn die bevorzugte Plattform bleibt.

Keine Kontaktaufnahme aus Italien nach CL-Treffern

Trotz seiner Leistung auf Klub-Ebene erwartete Tresoldi nach eigenen Angaben zumindest eine Kontaktaufnahme aus Italien. „Immerhin habe ich zwei Tore in der Champions League geschossen. Ein Anruf, und sei es nur zum Kennenlernen, wäre schön gewesen. Das bedeutet, dass ich noch mehr leisten muss“, sagte der ehemalige Profi von Hannover 96. Diese fehlende Reaktion aus Italien interpretiert er nicht als endgültige Zurückweisung, sondern als Ansporn für weitere Leistungen auf höchstem Niveau.

Werdegang und Einsatz in der U21

Tresoldi wurde in Italien geboren und ist über seine Mutter zudem für Argentinien spielberechtigt, entschied sich jedoch bereits früh für Deutschland. Mit seiner Familie zog er im Alter von 13 Jahren nach Deutschland; seit 2022 läuft er für die Nachwuchsmannschaften des DFB auf. Bei der U21-EM 2025 traf er im Viertelfinale mit Deutschland auf Italien und schied das Team nach einem 3:2 n.V. aus.

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Emotionen gegen Italien

Die Partie gegen Italien löste bei Tresoldi gemischte Gefühle aus: „Es war schon etwas seltsam, die Gegner italienisch sprechen zu hören. Es tat mir fast ein bisschen leid, sie rauszuschmeißen. Aber so ist Fußball“, sagte er und unterstrich damit die emotionale Dimension seines persönlichen Hintergrunds in Verbindung mit sportlichem Wettbewerb.