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Nachbericht Deutschland – England 1:0 Abschiedsspiel Lukas Podolski

Prinz Poldis letztes Spiel

Veröffentlicht: Donnerstag, 23. März 2017 um 11:22 Uhr

130 Länderspiele und seit gestern 49 Tore, so sieht die Abschlussbilanz von Lukas Podolski im Trikot der Nationalelf aus. Mit einem 1:0 Sieg gegen die englische Fussballnationalmannschaft zu dem er das entscheidende Siegtor beitrug verabschiedet sich der 31-jährige von der Bühne Nationalmannschaft. Es gab weder Tränen noch emotionale Ausbrüche und trotzdem war es ein ganz besonderer Abend.

Podolski bei seiner Verabschiedung durch den DFB. PATRIK STOLLARZ / AFP

Podolski bei seiner Verabschiedung durch den DFB. PATRIK STOLLARZ / AFP

Wie waren die Aufstellungen?

Deutschland: Marc-André ter Stegen – Jonas Hector, Mats Hummels, Antonio Rüdiger, Joshua KimmichToni Kroos, Julian Weigl – Lukas Podolski (Kapitän), Julian Brandt, Leroy Sané – Timo Werner.

Deutschland spielte im gewohnten 4-2-3-1 System, musste aber verletzungsbedingt gleich auf einige Stammkräfte verzichten. Marco Reus und Mario Götze waren bereits vor der Länderspielpause verletzt und waren somit gar nicht nominiert. Manuel Neuer wird aufgrund leichter Wadenprobleme in beiden Spielen geschont, Mesut Özil, Julian Draxler und Sami Khedira trainieren bei der Nationalmannschaft, waren jedoch leicht angeschlagen und somit ebenso nicht in der ersten Elf.

England: Hart – Cahill, M. Keane , Smalling – Walker , Bertrand – Livermore , Dier – Lallana , Alli – Vardy

Die Engländer überraschten mit einer Dreierkette in der Abwehr. Im Mittelfeld kam Jake Livermore zu seinem erst zweiten Einsatz für die Three Lions. Besonders auffällig war dies, da er seit seinem Debüt 2012 nicht mehr für die Engländer aufgelaufen war. Michael Keane von Burnley durfte sich über sein erstes Länderspiel freuen. Der überraschend nominierte 34-jährige Jermain Defoe kam nicht zum Einsatz.

Wie verlief das Spiel?

Dortmund, 20:45: Nach einer Ehrung für Podolski seitens des DFB und einer kurzen, in seiner gewohnt fröhlichen Art gehaltenen, Ansprache ans Publikum von Podolski ging es auch schon los. Der Klassiker Deutschland gegen England in seiner 35. Auflage. Podolski führte die Mannschaft in seinem letzten Spiel als Kapitän aufs Feld und musste vermutlich etwas länger suchen, um altbekannte Gesichter im Team zu finden. Außer Toni Kroos und Mats Hummels fanden sich kaum etablierte Kräfte in der Startaufstellung. Timo Werner von RB Leipzig durfte sein Debüt feiern, Leroy Sané und Julian Weigl konnten ebenfalls ihr Länderspielkonto etwas aufstocken.

Die erste Halbzeit war geprägt von stark auftretenden Engländern, die das deutsche Team früh unter Druck setzten und immer wieder zu Fehlpässen und Befreiungsschlägen zwangen. Dem deutschen Team war deutlich anzumerken, dass sie in dieser Formation noch nie zusammengespielt hatten und so war es nicht zuletzt Marc-André ter Stegen und dem Innenpfosten zu verdanken, dass man die Null bis zur Pause halten konnte.

In der zweiten Halbzeit kam die Elf um Kapitän Podolski dann etwas besser in Fahrt, Sané scheiterte mit einer guten Chance an Hart und das Spiel der Mannschaft im Allgemeinen wirkte weniger zerfahren. Debütant Timo Werner arbeitete viel im Sturmzentrum, kam jedoch eher selten an den Ball und konnte somit keine entscheidenden Akzente setzen. In der 69. Minute hatte Poldi dann seinen großen Moment, nach einem cleveren Pass von Kroos und einer guten Ablage von Schürrle zimmerte er den Ball aus mehr als 25 Metern knallhart in den rechten Winkel von Harts Tor. Unhaltbar! Es sollte das einzige Tor des Abends bleiben und war somit ein passender Schlusspunkt für die Nationalmannschaftskarriere von Lukas Podolski, der in der 81. Minute für Sebastian Rudy ausgewechselt wurde und sich nochmal stehende Ovationen und einen tosenden Applaus vom dortmunder Publikum abholen durfte.

Insgesamt kann Jogi Löw wohl zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft sein. Auch wenn die Synergie zwischen den vielen jungen Spielern noch fehlte, konnte man stellenweise erkennen, dass es weiterhin hochtalentierten Nachwuchs aus den U-Mannschaften gibt.