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Bayer Leverkusen gewann souverän 4:0 gegen den FC St. Pauli in der Bundesliga und untermauerte damit seine Ambitionen auf die Champions League. Kasper Hjulmand feierte den klaren Erfolg, Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes sprach bei Sky von einem „hochverdienten Sieg“. Leverkusen dominierte Ballbesitz und Spielverlauf über die gesamte Spielzeit, nutzte Aluminium- und Kopfballsituationen effektiv und setzte die Gäste früh unter Druck. Das Ergebnis gibt Rückenwind vor den anstehenden Champions-League-Playoffs gegen Olympiakos Piräus.

Tore und Spielverlauf
Das 1:0 entstand nach einer Szene an der Strafraumkante: Jarell Quansah köpfte an die Unterlatte, das Leder sprang vor die Linie und landetet schließlich nach einer Abwehraktion von St.-Pauli-Torhüter Nikola Vasilj im Netz (13.). Keine Minute später erhöhte Patrik Schick per Kopf auf 2:0 (14.). Nach dem Seitenwechsel setzte Edmond Tapsoba ein weiteres wuchtiges Kopfballzeichen nach einer Ecke und machte das 3:0 (52.), ehe Ernest Poku mit einem platzierten Linksschuss für den 4:0-Endstand sorgte (78.). Leverkusen spielte geduldig, suchte Lücken im gegnerischen Defensivverbund und verwertete Großchancen konsequent.
Trainer, Aufstellung und Taktische Ausrichtung
Der Übungsleiter Kasper Hjulmand tauschte nach dem 1:1 in Gladbach fünf Positionen in der Startelf und zeigte sich zufrieden mit der Dominanz seiner Mannschaft. „Champagnerfußball“, sagte er vor dem Spiel, sei nicht zu erwarten, doch sein Team zeigte schnellen, direkten Vorstoß und kontrollierte das Mittelfeld. Nach rund einer Stunde nahm Hjulmand unter anderem Patrik Schick vom Platz, um Kräfte für die anstrengenden englischen Wochen zu sparen; die Rotation richtet den Blick bereits auf die Champions-League-Playoffs gegen Olympiakos Piräus.
St. Pauli unter Druck im Abstiegskampf
Die Gäste aus Hamburg, als stark abstiegsbedroht beschrieben, fanden kaum Mittel gegen die offensive Durchschlagskraft der Werkself. Nach dem gefeierten 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart war vom erhofften Rückenwind wenig zu sehen; in der ersten Halbzeit blieb neben einem geblockten Schuss von Danel Sinani (28.) praktisch nichts Zählbares. St. Pauli wirkte phasenweise hilflos und lässt die drei verbleibenden Heimspiele gegen Werder Bremen, den FSV Mainz 05 und am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg als richtungsweisende Duelle im Abstiegskampf zurück.