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Borussia Dortmund feiert einen klaren 4:0-Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 und setzt die Serie fort. Serhou Guirassy trifft erneut regelmäßig und liefert beim erneuten Torregen einen Doppelpack; Julian Ryerson glänzt als Vorbereiter mit vier Assists. Der Abend im Westfalenstadion wurde nach dem Spiel von einem Selfie vor der Südtribüne geprägt, sportlich aber dominierte die Mannschaft von Übungsleiter Niko Kovac. Trotz der Euphorie bleiben Sportdirektor Sebastian Kehl und der Chefcoach vorsichtig — der Blick richtet sich weiter auf die kommenden Aufgaben gegen Bayern und in der Champions-League-Playoff-Runde.

Spielverlauf: BVB setzt sich hochverdient 4:0 durch
Borussia Dortmund bestimmte den Spielverlauf von Beginn an und baute Ballbesitz und Chancen konsequent aus. Die Schwarz-Gelben führten zur Pause bereits 3:0, ehe in der zweiten Halbzeit noch ein weiterer Treffer nachgelegt wurde. Besonders auffällig war die Kombination aus zielstarken Pässen und schnellen Flügelläufen, die Mainz kaum zur Entfaltung kommen ließ. Der Unparteiische musste nicht ins Rampenlicht treten, Nachspielzeit oder strittige Situationen prägten die Partie nicht — stattdessen dominierten klare Großchancen und eine effiziente Chancenverwertung.
Guirassy trifft wieder: Von der Kritik zur Torfabrik
Serhou Guirassy lieferte einmal mehr die Antwort auf seine Formkrise der vergangenen Monate: Fünf Tore in den letzten drei Ligaspielen belegen die starke Formkurve, gegen Mainz erzielte er einen Doppelpack. Sein Übungsleiter Niko Kovac lobte die Reaktion als „sensationell gut“ und betonte: „wir brauchen seine Tore“. Sportdirektor Sebastian Kehl unterstrich, dass sich Guirassy seine Rückkehr zur Treffsicherheit „hart erarbeitet“ habe und nannte ihn eine wichtige Voraussetzung, „um am Ende auch erfolgreich zu sein“. Die effiziente Chancenverwertung der Dortmunder machte den Unterschied in einer Partie, die bereits früh zugunsten des BVB entschieden wurde.
Ryerson als Schlüsselspieler und Schlotterbeck gesperrt
Julian Ryerson erwies sich als überragender Vorbereiter: Als vierfacher Vorlagengeber trug er maßgeblich zum Ergebnis bei und könnte in den kommenden Wochen ein Schlüsselspieler werden. Gleichzeitig fehlt der Mannschaft weiterhin Abwehrspieler Nico Schlotterbeck aufgrund einer Gelbsperre, wodurch Kovac seine Formation anpassen musste. Dennoch zeigte die Defensive eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zu den Wochen zuvor, was dem Team in der Tabelle kurzfristig Rückenwind verschafft.
Blick nach vorne: Bayern, Atalanta und der enge Titelkampf
Mit dem sechsten Ligasieg in Folge rückte Dortmund zumindest über Nacht wieder bis auf drei Zähler an Spitzenreiter Bayern heran; das Gipfeltreffen am 28. Februar könnte den Titelkampf weiter zuspitzen. Kovac bleibt jedoch vorsichtig und gibt den Ton an: Er „schaue trotzdem nach hinten, weil die anderen Mannschaften wirklich gut sind“ und fordert erst Stabilität, dann Offensive: „Erst das eine, dann das Zweite.“ Parallel steht für den BVB in der Champions-League-Playoff-Runde ein Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Atalanta Bergamo an — Kovac bezeichnete Atalanta als „sehr unbequeme“ Aufgabe und stellte klar: „siegen oder fliegen“.