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Der 1. FC Köln holt im Duell mit der TSG Hoffenheim ein 2:2 und setzt damit ein kleines Ausrufezeichen. In einer Partie mit viel Tempo, Wendungen und einem Traumtor von Ragnar Ache sichert vor allem das Offensiv-Duo Ache/El Mala den Punkt. Für Köln ist es mehr als nur ein Zähler – es ist das Ende einer Torlos-Serie und ein wichtiges Signal im Abstiegskampf.

Ein Fallrückzieher mit Ansage
Es läuft die 15. Minute, als Said El Mala von rechts flankt. Ragnar Ache steht mit dem Rücken zum Tor, nimmt den Ball an – und zieht ohne zu zögern zum Fallrückzieher ab. Der Abschluss schlägt aus rund zehn Metern im linken Eck ein. Ein Treffer, der das Stadion kurz den Atem anhalten lässt.
Ache selbst bleibt nüchtern: Entweder gehe der Ball rein und sehe gut aus – oder er lande im Oberrang. In diesem Fall passt alles. Teamkollege Linton Maina zieht bei „Sky“ sogar einen großen Vergleich und spricht von Cristiano Ronaldos legendärem Fallrückzieher 2018 in der Champions League gegen Juventus. Hoch gegriffen, aber die Qualität des Treffers war unstrittig.
Aktuelle Statistiken von Ragnar Ache in der Saison 2025/2026
Hoffenheim nutzt Kölner Schwächen eiskalt
Doch das Spiel kippt. Hoffenheim bleibt ruhig und nutzt Kölner Unsauberkeiten in der Defensive. Ozan Kabak schaltet sich nach einer Ecke mit nach vorne ein und profitiert vom Chaos im Strafraum – 1:1 in der 45. Minute.
Und es kommt noch dicker aus Kölner Sicht. Andrej Kramaric bringt die TSG in Führung. Erst klatscht ein Abschluss von der Latte zurück, dann köpft Kramaric nach. Die Torlinientechnik entscheidet: Der Ball war knapp hinter der Linie. Es ist bereits sein neuntes Tor in 15 Spielen gegen Köln – der Kroate bleibt ein Dauerproblem für die FC-Defensive.
El Mala antwortet – und empfiehlt sich bei Kwasniok
Doch Köln gibt nicht auf. Und wieder ist es El Mala, der Verantwortung übernimmt. Nach seiner Vorlage zum 1:0 trifft er diesmal selbst. Mit Tempo zieht er an zwei Hoffenheimern vorbei und bleibt vor Oliver Baumann eiskalt. 2:2.
Für El Mala ist es das erste Tor nach sechs Spielen ohne Treffer. Gleichzeitig ist es eine klare Bewerbung in Richtung Trainer Lukas Kwasniok, der zuletzt nicht immer auf ihn gesetzt hatte. Der Offensivmann zeigt, dass er Spiele entscheiden kann – mit Dynamik, Mut und Effizienz.
Ein Punkt mit Wirkung
Am Ende bleibt es beim 2:2. Für Köln fühlt sich dieser Zähler wie ein kleiner Befreiungsschlag an. Die Mannschaft zeigt Moral, beendet ihre Torflaute und beweist, dass sie offensiv Lösungen hat.
Aber klar ist auch: Defensiv bleibt Luft nach oben. Gegen effizientere Gegner könnte ein solches Spiel schnell verloren gehen. Trotzdem: Dieser Abend hatte alles – Traumtor, Führungswechsel, Emotionen und ein Offensiv-Duo, das Hoffnung macht.