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Nach dem spektakulären Fallrückzieher von Ragnar Ache rückt eine alte Debatte wieder in den Fokus: Wer stürmt künftig für die Nationalmannschaft? Während Julian Nagelsmann seine Optionen für die WM sondiert, liefert ausgerechnet Köln Argumente für eine überraschende Lösung. Neben Ache macht auch El Mala auf sich aufmerksam – und bringt Bewegung in die Diskussion um die deutsche Offensive.

Fallrückzieher mit Signalwirkung
Manche Tore sind mehr als nur ein Treffer in der Statistik. Aches Fallrückzieher weckte Erinnerungen an Klaus Fischers legendären Seitfallzieher von 1977 – ein Bild, das sich ins Gedächtnis brennt. Solche Momente schaffen Aufmerksamkeit, auch beim Bundestrainer.
Ache, früher U21-Nationalspieler, bringt genau das Profil mit, das im DFB-Sturm zuletzt nicht immer zu sehen war: Physis, Direktheit und Abschlussstärke. Er ist keiner für filigrane Kombinationen über 20 Stationen. Er ist da, wenn der Ball im Strafraum brennt. Und genau solche Spielertypen können in Turnieren entscheidend sein.

El Mala als Tempo-Option
Doch Ache ist nicht allein. Mit El Mala hat Köln einen weiteren Angreifer, der Argumente sammelt. Sein Tor beim 2:2 gegen Hoffenheim war das Resultat eines schnellen Umschaltmoments – genau das, was auf internationalem Niveau oft den Unterschied macht.
El Mala sucht sofort den Weg in die Tiefe, ist mutig im Eins-gegen-eins und schaltet schnell ab. Das passt zu einer Nationalmannschaft, die variabler werden muss. Gerade gegen tief stehende Gegner braucht es Tempo, gegen Top-Teams Effizienz im Konter. El Mala bringt beides mit, zumindest in Ansätzen.
Aktuelle Statistiken von El Mala in der Saison 2025/2026
Druck auf Havertz, Woltemade und Füllkrug
Die Situation ist klar: Wenn Kai Havertz, Nick Woltemade und Niclas Füllkrug nicht konstant WM-Form liefern, öffnet sich das Fenster für Alternativen. Nagelsmann wird nichts ausschließen. Und er weiß, dass Turniere eigene Gesetze haben.
Köln ist nicht das erste Pflaster, das man mit einer neuen DFB-Offensive verbindet. Aber genau darin liegt der Reiz. Der sogenannte „Kölle-Alaaf-Angriff“ mag zunächst wie eine Schlagzeile klingen – doch im Kern geht es um Leistung. Und die stimmt aktuell.

Zwischen Tradition und Neuanfang
Die Bundesliga hat schon oft unerwartete Nationalspieler hervorgebracht. Wichtig ist nicht der Name, sondern der Moment. Ache und El Mala liefern Argumente. Keine Garantie, aber eine ernsthafte Option.
Für Nagelsmann heißt das: beobachten, einordnen, testen. Nichts darf unvorstellbar sein – gerade nicht in der Sturmfrage.