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Rund 100 Tage vor dem Anpfiff der WM 2026 werfen die jüngsten Gewaltausbrüche in Mexiko Fragen zur WM 2026 Sicherheit auf. Nach der Tötung des Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ durch die Armee kam es in 20 von 32 Bundesstaaten zu Ausschreitungen, in mehreren Regionen blieben Schulen und Gerichte geschlossen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Jalisco mit der Gastgeberstadt Guadalajara, wo vier WM-Spiele geplant sind. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft warnen vor Ortswechseln und raten, Menschenansammlungen und Polizeieinsätze zu meiden. Also nun doch ein Boykott? Oder wird Trump durch seinen Freund Infantino die drei WM-Orte entziehen lassen?

Sicherheitslage in Mexiko nach Tötung von „El Mencho“
Die Armee tötete Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes, und mutmaßliche Bandenmitglieder reagierten mit einer Welle der Gewalt. Behörden meldeten Ausschreitungen in 20 der 32 Bundesstaaten; daraufhin blieben am Montag in mehreren Bundesstaaten Schulen und Gerichte geschlossen. In Jalisco, dem Bundesstaat mit dem WM-Spielort Guadalajara, riefen lokale Behörden die Bevölkerung dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Die Situation hat die allgemeine Sicherheitslage erheblich verschärft und sorgt für erhöhte Aufmerksamkeit rund um die geplanten Spielorte.
Auswirkungen auf WM-Spielorte und Mannschaftsquartiere
Guadalajara ist als Spielort mit vier Partien und einem Stadion für rund 46.000 Zuschauer direkt betroffen. Zu den in Guadalajara vorgesehenen Begegnungen zählen unter anderem Spiele mit Europameister Spanien, Gastgeber Mexiko und Südkorea. Südkorea und Kolumbien planen, ihr WM-Quartier in Guadalajara aufzuschlagen, während Uruguay und Portugal andere Orte in Mexiko als Standorte ihrer Basis wählen möchten. Weitere mexikanische Spielorte sind Mexiko City und Monterrey; das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika ist in Mexiko City angesetzt, während die deutsche Mannschaft alle ihre Vorrundenspiele in den USA bestreitet.
Warnungen von Auswärtigem Amt und deutscher Botschaft
Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Mexiko forderten Reisende und Bewohner auf, sichere Orte wie Hotels möglichst nicht zu verlassen und Menschenansammlungen zu meiden. Gleichsam raten die Behörden, Orte mit laufenden Polizeieinsätzen zu umschiffen und sich bei Kontakten mit Straßensperren nicht zu widersetzen oder zu flüchten. Diese Verhaltensempfehlungen zielen darauf ab, das persönliche Risiko in einer dynamischen Sicherheitslage zu minimieren und mögliche Eskalationen zu vermeiden.
Auswirkungen auf den Spielbetrieb in Mexiko
Die Gewaltausbrüche führten bereits zu Spielabsagen in Mexikos Top-Ligen; betroffen war unter anderem Querétaro. Zudem stand für Mittwochabend (Ortszeit) ein Testspiel der mexikanischen Nationalmannschaft gegen Island in Querétaro auf dem Programm, das in Folge der Sicherheitslage beeinträchtigt wurde. Ligaakteure und Verbände beobachten die Lage, da weitere Spielverlegungen oder -absagen möglich bleiben.