Hoffenheim News: Kurs Richtung Königsklasse: Rekord-TSG trotzt Querelen

Die TSG Hoffenheim hat die internen Querelen und die Derby-Pleite gegen Bayern in der Bundesliga gut weggesteckt und bleibt auf Champions-League-Kurs. Am 22. Spieltag gewann die TSG vor 22.679 Zuschauern souverän mit 3:0 gegen den SC Freiburg. Fisnik Asllani, Ozan Kabak und Joker Valentin Gendrey trafen und sicherten den achten Heimsieg in Folge — ein Bestwert in Hoffenheims 600. Erstligaspiel. Gleichzeitig brachte der Sieg das Ende der neun Spiele andauernden Freiburg-Serie gegen die Kraichgauer.

Torhüter von Hoffenheim Oliver Baumann (Foto Depositphotos.com)
Torhüter von Hoffenheim Oliver Baumann (Foto Depositphotos.com)

Hoffenheim setzt sich im badischen Duell 3:0 durch

Die Gastgeber bestimmten über weite Strecken den Spielverlauf und kombinierten zielstrebig Richtung gegnerisches Tor. Schon in der 5. Minute schien Andrej Kramaric mit einem Traumversuch aus rund 35 Metern zu treffen, das Tor wurde aber wegen einer minimalen Abseitsstellung nicht anerkannt. Dennoch blieb Hoffenheim die aktivere Mannschaft und erarbeitete sich Ballbesitz und mehrere Großchancen, ohne dass die Kugel zunächst den Weg über die Linie fand.

| PreZero Arena | 14.2.2026-15:30
TSG 1899 Hoffenheim
S S S S N
3 : 0
1.64
xG
0.54
Endergebnis
SC Freiburg
S N N S U
F. Asllani
46'
O. Kabak
51'
V. Gendrey
90'+5'
Tore
Tor
46'
Tor
51'
Tor
90'
+5

Spielverlauf: Kopfballtreffer und Aluminium-Moment

Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem Seitenwechsel: In der 46. Minute nickte Fisnik Asllani eine Flanke zum 1:0 ein — sein siebtes Saisontor. Nur fünf Minuten später erzielte Ozan Kabak per Kopf nach einer Ecke das 2:0, wieder vorbereitet von Außenverteidiger Vladimir Coufal. Zuvor hatte Robin Hranac für Freiburg in der 43. Minute das Aluminium getroffen, was die bis dahin hart umkämpfte Partie symbolisierte. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit wurden die Gäste etwas mutiger, konnten Nationalkeeper Oliver Baumann aber nicht ernsthaft überwinden. In der Nachspielzeit setzte Joker Valentin Gendrey mit dem 3:0 (90.+5) den Schlusspunkt.

Personal, Sperren und Taktik

Bei den Breisgauern fehlten neben den Langzeitverletzten Philipp Lienhart und Lukas Kübler auch der gesperrte Johan Manzambi. Zudem konnte Coach Julian Schuster die Mannschaft wegen einer Sperre nicht von der Seitenlinie führen; Co-Trainer Lars Voßler übernahm die Leitung und sah eine verdiente Niederlage. Hoffenheim musste ohne den verletzten Tim Lemperle und den gesperrten Kevin Akpoguma auskommen, agierte defensiv stabil und nutzte Standardsituationen effektiv. Coufals Vorlagen bei den Treffern und die Kopfballstärke der Innenverteidiger prägten die Offensivaktionen.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Statistik, Serie und Kontext

Der 3:0-Erfolg markiert den achten Heimsieg in Folge für Hoffenheim in der Bundesliga — ein neuer Rekord in der 600. Erstliga-Partie des Klubs. Zuvor hatten die Kraichgauer fünf Spiele in Serie gewonnen, ehe sie beim FC Bayern mit 1:5 unterlagen. Die zuletzt intern geführten Machtkämpfe im Verein scheinen sich nach dem Abschluss der Auseinandersetzungen beruhigt zu haben: Geschäftsführer Andreas Schicker bleibt im Amt, Interims-Chef Christoph Henssler trat zurück. Schicker sagte kurz vor dem Anpfiff: „Die Themen haben Kraft gekostet. Letztendlich haben wir alles gut hinbekommen. Ich hoffe jetzt auf Ruhe. Wir brauchen diese Ruhe, um unsere Ziele zu erreichen.“