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Die Vorzeichen für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sind klarer geworden: 42 der 48 Tickets sind vergeben, die letzten sechs WM-Teilnehmer werden in den WM 2026 Playoffs im März ausgespielt. Besonders im Fokus steht Italien: die Squadra Azzurra muss erneut über die WM-Playoffs gehen und droht nach den Playoff-Pleiten 2018 und 2022 das WM-Aus. Vier europäische Tickets werden in K.-o.-Duellen vergeben, zwei weitere in einem internationalen Playoff-Turnier. Termine und Modus sind fix: die internationalen Playoffs laufen Ende März, die europäischen Playoffs steigen Ende März 2026.

WM 2026: Diese Teilnehmer sind bereits qualifiziert
Insgesamt haben 42 Mannschaften ihr WM-Ticket sicher. Die Gastgeber USA, Mexiko und Kanada standen von vornherein als Teilnehmer fest. Europa stellt mit zwölf Teams einen großen Block, darunter Welt- und Europapokalanwärter wie England, Frankreich und Spanien. Gleichzeitig haben Fußballzwerg-Teams wie Kap Verde, Jordanien und Usbekistan ihre Premieren oder überraschende Qualifikationen gefeiert.

Europa: England, Frankreich, Kroatien, Portugal, Norwegen, Deutschland, Niederlande, Schweiz, Spanien, Belgien, Österreich, Schottland. Deutschland sicherte das Ticket durch ein 6:0 gegen die Slowakei, musste zuvor aber lange zittern. Norwegen, Österreich und Schottland treten erstmals seit 1998 wieder bei einer WM an.
Afrika: Marokko, Tunesien, Ägypten, Algerien, Ghana, Kap Verde, Südafrika, Senegal, Elfenbeinküste. Traditionell starke Nationen setzten sich durch, Kap Verde feiert seine WM-Premiere.
Asien: Japan, Iran, Usbekistan, Jordanien, Südkorea, Australien, Katar, Saudi-Arabien. Mit Jordanien und Usbekistan schaffen zwei Teams erstmals den Sprung zur Endrunde.
Südamerika: Argentinien, Ecuador, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Kolumbien. Titelverteidiger Argentinien qualifizierte sich souverän; Brasilien hatte mehr Mühe.
Nord- & Mittelamerika (CONCACAF): USA, Mexiko, Kanada (als Gastgeber), Curaçao, Haiti, Panama. Neben den Gastgebern überraschten Curaçao und Haiti mit erfolgreichen Qualifikationen.
Ozeanien: Neuseeland. Die „All Whites“ sicherten sich das einzige fixe Ticket für die OFC.
Playoffs und Termine: Wer hat noch eine Chance – Italien vor dem nächsten WM-GAU
Sechs Plätze sind noch offen: Vier werden in europäischen Playoffs vergeben, zwei in einem internationalen Playoff-Turnier. Die europäischen Playoffs finden am 26. und 31. März 2026 statt. Insgesamt kämpfen 16 Teams in K.-o.-Pfaden um vier Tickets. Die größte Schlagzeile: Italien muss den Umweg über die Playoffs nehmen und steht damit unter massivem Druck nach den verpassten Turnieren 2018 und 2022.

Das internationale Playoff-Turnier läuft vom 23. bis 30. März 2026. Sechs Nationen spielen zwei WM-Tickets aus: Irak (Asien), Bolivien (Südamerika), DR Kongo (Afrika), Jamaika (CONCACAF), Surinam (CONCACAF) und Neukaledonien (Ozeanien). Die in der Weltrangliste am besten positionierten Teams – Irak (57.) und DR Kongo (60.) – sind für die Playoff-Finals gesetzt. Die übrigen vier Teams bestreiten zuvor jeweils ein „Halbfinale“. Der Gewinner der Partie Neukaledonien vs. Jamaika trifft im Finale auf die DR Kongo; im anderen Finale spielt der Irak gegen den Sieger aus Bolivien vs. Surinam.
Welche Nationen verpassen die WM 2026?
Während einige Überraschungsteams das WM-Ticket lösten, bleiben zahlreiche etablierte Nationen draußen. In Afrika gehören viele Länder zu den ausgeschiedenen Teams: Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, Eswatini, Gabun, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Komoren, Kongo, Lesotho, Liberia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Mali, Mauretanien, Mauritius, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Sudan, São Tomé und Príncipe, Südsudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik. Besonders schmerzlich sind die Ausfälle von Nigeria und Kamerun – damit fehlt unter anderem Stürmer-Star Victor Osimhen.
Südamerika: Chile, Peru, Venezuela. Diese Traditionsnationen (Ranglistenplätze 49, 50 und 56) verpassten die Endrunde; Chile gehörte vor einigen Jahren noch zu den Hoffnungsträgern mit Stars wie Arturo Vidal und Alexis Sánchez.
Asien: Afghanistan, Bahrain, Bangladesch, Bhutan, Brunei, Nordkorea, Chinese Taipei, Guam, Hongkong (China), Indien, Indonesien, Jemen, Kambodscha, Kirgisische Republik, Kuwait, Laos, Libanon, Macau, Malaysia, Malediven, Mongolei, Myanmar, Nepal, Oman, Osttimor, Pakistan, Palästina, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Syrien, Tadschikistan, Thailand, Turkmenistan, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, China. Die bevölkerungsstarken Nationen China und Indien fehlen wie gewohnt; die VAE sind mit Platz 67 der am höchsten gerankte Nicht-Qualifizierte.
Europa: Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Bulgarien, Estland, Färöer, Finnland, Georgien, Gibraltar, Griechenland, Israel, Island, Kasachstan, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Montenegro, Serbien, Slowenien, Ungarn, Zypern (Russland wurde aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine ausgeschlossen). Unter den gescheiterten europäischen Teams fehlen Namen mit Historie und Qualität: Serbien (inkl. Stürmer Dusan Vlahovic), Griechenland (EM-Sieger 2004) und Ungarn sind nicht dabei.
