DFB-Frauen sammeln Kräfte für den Jahresauftakt in der WM-Quali 2027

Die DFB-Frauen sammeln Kräfte für den Jahresauftakt in der WM-Quali 2027: Bundestrainer Christian Wück nutzt die lange Abstellungsperiode, um Intensität und taktische Details zu schärfen. Vor dem ersten Quali-Spiel gegen Slowenien in Dresden gönnten sich Spielerinnen wie Ann-Katrin Berger, Vivien Endemann und Janina Minge einen freien Tag. Wück betont, dass die zusätzliche Zeit Raum für „die ein oder andere Trainingssession mehr“ bietet – nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Die Auftaktpartie (Dienstag, 17.45 Uhr/ARD) ist der erste Schritt in Gruppe A4, in der nur der Gruppensieger das direkte Ticket für Brasilien 2027 löst.

Die deutsche Stürmerin Selina Cerci (#15) reagiert während des Rückspiels im Finale der UEFA Women's Nations League zwischen Spanien und Deutschland im Metropolitano-Stadion in Madrid am 2. Dezember 2025. (Foto: Javier SORIANO / AFP)
Die deutsche Stürmerin Selina Cerci (#15) reagiert während des Rückspiels im Finale der UEFA Women’s Nations League zwischen Spanien und Deutschland im Metropolitano-Stadion in Madrid am 2. Dezember 2025. (Foto: Javier SORIANO / AFP)

Vorbereitung: Mehr Zeit für Training und Taktik

Christian Wück sagt offen, dass ihm die lange Zusammenkunft der Spielerinnen sehr entgegenkommt. In der erweiterten Abstellungsperiode plant er zusätzliche Trainingssessionen, um taktische Abläufe und die Mannschaftsidentität zu verfestigen. Dabei geht es nicht nur um Spielpraxis, sondern auch um mentale Stärke und die Details „neben dem Platz“ – etwa Ablauf, Kommunikation und Wettkampfvorbereitung. Die längere Einheit bietet Gelegenheit, konkrete Spielzüge einzustudieren und das Zusammenspiel in Drucksituationen zu verbessern.

Gegneranalyse und Gruppen-Kontext

Zum Auftakt wartet Slowenien in Dresden, ein Gegner, der laut Wück Räume eng machen und den Deutschen wenig Platz bieten wird. Der Bundestrainer fordert, dass seine Mannschaft die Überzeugung gewinnt, „mit unserer Spielweise bestehen zu können. Egal gegen wen, egal wo, egal wann.“ Parallel steht am Samstag in der WM-Quali bereits das Spiel in Norwegen (18.00 Uhr/ZDF-Livestream) an, was die Bedeutung einer stabilen Spielweise und Konstanz unterstreicht. In der Gruppe A4 komplettiert Österreich die Konkurrenz; nur als Gruppensieger sichert sich das direkte WM-Ticket für Brasilien 2027.

Kader, Ausfälle und Chancen für U23-Spielerinnen

Der Kader weist kurzfristige Änderungen auf: Selina Cerci (TSG Hoffenheim) musste verletzungsbedingt absagen, zudem fehlt Sophia Kleinherne (VfL Wolfsburg). Für die entstehenden Lücken rücken Jella Veit (Eintracht Frankfurt) und Larissa Mühlhaus (Werder Bremen) nach und erhalten die Chance, sich im A-Nationalmannschaftsumfeld zu beweisen. Kapitänin Giulia Gwinn beschreibt die Stimmung als „hochmotiviert“, und Stürmerin Lea Schüller, die zuletzt im Formtief steckte, strahlt „pure Freude“ – nach ihrer Winterflucht von Bayern München zu Manchester United steht sie besonders im Fokus.

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