Bundestrainer Nagelsmann mit Überraschungen im WM 2026 Kader!

Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt klare Personalentscheidungen für das WM-Jahr, kündigt aber zugleich überraschende Kaderwahl an. Kapitän Joshua Kimmich bleibt Rechtsverteidiger, Oliver Baumann wird als Nummer eins im Tor geführt, und Leon Goretzka winkt trotz weniger Spielzeit bei Bayern ein Stammplatz auf der Doppelsechs. Nagelsmann betont, dass es Entscheidungen geben werde, die in der Öffentlichkeit und bei einzelnen Spielern auf Unverständnis stoßen könnten. Der Bundestrainer stellt Kriterien wie Rollenverständnis, Zweikampfstärke und Kopfballstärke über reinen Vereinsstatus.

Der deutsche Nationaltrainer Julian Nagelsmann auf dem roten Teppich vor der Auslosung für die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten. (Foto: Koen van Weel / ANP MAG / ANP via AFP)
Der deutsche Nationaltrainer Julian Nagelsmann auf dem roten Teppich vor der Auslosung für die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten. (Foto: Koen van Weel / ANP MAG / ANP via AFP)

Kimmich bleibt Rechtsverteidiger

Julian Nagelsmann bestätigt: „Ja, dabei bleibt es“ – Joshua Kimmich wird in der Nationalmannschaft weiter als Rechtsverteidiger eingesetzt. Der Kapitän bleibt damit ein fixer Bestandteil der defensiven Struktur und soll die Balance zwischen Abwehr und Aufbau halten. Nagelsmann setzt auf Kontinuität in der Viererkette, weil Kimmichs Erfahrung und Passspiel für die Standard- und Aufbauphasen entscheidend sind.

Oliver Baumann ist die Nummer eins im Tor

Nagelsmann macht Oliver Baumann vom TSG Hoffenheim zur klaren Nummer eins im Tor und kündigt an, dass „Oli im März im Tor stehen und wird es wieder gut machen“. Zugleich lässt er eine Hintertür für den verletzten Marc-André ter Stegen offen: „Die eine Komponente die mit Marc ist und die andere, dass Oli es herausragend gut gemacht hat.“ Damit gibt Nagelsmann einerseits Sicherheit für die Vorbereitung, andererseits Raum für mögliche Anpassungen abhängig von Genesung und Form.

Leon Goretzka und die Rolle auf der Doppelsechs

Leon Goretzka erhält nach seinem EM-Aus nächstes Jahr wieder einen höheren Stellenwert für die Doppelsechs: „Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen“, so Nagelsmann. Der Bundestrainer hebt Goretzkas Fähigkeit hervor, in den Sechzehner zu gehen, kopfballstark zu sein und Wucht ins Zentrum zu bringen. Goretzkas Profil ergänzt damit die Defensive und sorgt für Präsenz bei Standards und Zweikämpfen – ein Aspekt, den Nagelsmann in der Kaderplanung bewusst berücksichtigt.

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Überraschungen, Kaderprinzipien und die Tests im März

Nagelsmann warnt vor überraschten Reaktionen, wenn etablierte Stammspieler im Verein bei der Nationalmannschaft nur Kaderplatz 15 oder 16 einnehmen: „Du musst extrem darauf achten, wie ein Spieler damit umgeht.“ Er betont, dass es nicht um Charakterurteile gehe, sondern darum, „wer für welche Position geschaffen ist“ und wer eine spezifizierte Rollenanforderung erfüllt. Bei den Tests in Basel (27. März) und in Stuttgart gegen Ghana (drei Tage später) will Nagelsmann Rollengespräche führen; das Aufgebot für diese Länderspiele kündigt er am 19. März an und erklärt, der März-Kader werde dem WM-Aufgebot bereits sehr ähneln.

Profilfragen im Mittelfeld und Personalsorgen

Nagelsmann sieht im zentralen Mittelfeld noch Klärungsbedarf: Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha ergänzten sich aus seiner Sicht nicht optimal, weil man für den offensiveren Part „ein etwas anderes Profil“ brauche. Zudem vermisst der Bundestrainer in Deutschland „einen richtig stabilen, zweikampfstarken Sechser – auch in der Luft“, was seine Selektion und die Suche nach Rollenprofilen beeinflusst. Bei der Innenverteidigung bleibt die Rolle von Antonio Rüdiger offen; Nagelsmann betont sein gutes persönliches Verhältnis zu Rüdiger und macht die Rückkehr von dessen Fitness abhängig: „Er hatte große Probleme mit seinem Knie.“