Deutschland bei der WM 2026 – Hoffnungsträger Musiala & Havertz

Julian Nagelsmann steht vor einer großen Herausforderung mit der deutschen Fußballnationalmannschaft, während die Vorbereitungen für die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA an Fahrt gewinnen. Trotz der Rückschläge in der Nations League bleibt der Bundestrainer optimistisch und setzt auf Hoffnungsträger wie Jamal Musiala und Kai Havertz. Doch die Frage bleibt: Kann das Team die hohen Erwartungen erfüllen und den Druck überwinden, der mit der WM einhergeht?

Bundestrainer Julian Nagelsmann am 17. November 2025 in Leipzig gegen die Slowakei im letzten Wm-Quali-Spiel. (Photo by Ronny HARTMANN / AFP)
Bundestrainer Julian Nagelsmann am 17. November 2025 in Leipzig gegen die Slowakei im letzten Wm-Quali-Spiel. (Photo by Ronny HARTMANN / AFP)

Vorbereitung auf die WM: Ein straffer Zeitplan

Am 24. Mai wird der 26-Mann-Kader in Herzogenaurach zur finalen Vorbereitung auf die Mammut-Weltmeisterschaft zusammentreffen. Diese Vorbereitung könnte mit acht Wochen die längste in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft werden. Nach einem Testspiel gegen Finnland am 31. Mai in Mainz und einem Schautraining am 1. Juni am DFB-Campus geht es anschließend nach Chicago, wo am 6. Juni die Generalprobe gegen die USA auf dem Programm steht.

Hoffnungsträger und Talente im DFB-Team

Die Erwartungen an die deutsche Mannschaft sind angesichts der wechselhaften Leistungen im Jahr 2025 hoch. Während einige Spieler wie Musiala und Havertz als Hoffnungsträger fungieren, zeigen auch junge Talente wie Lennart Karl und Tom Bischof vielversprechende Ansätze. Der verletzte Assan Ouédraogo und der aufstrebende Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt könnten ebenfalls entscheidende Rollen spielen, um die Mannschaft zu verstärken.

Die Herausforderung der Konkurrenz

Dennoch ist das Talent im deutschen Team im Vergleich zu Nationen wie Frankreich, Spanien und England begrenzt. Julian Nagelsmann und Rudi Völler sind sich dieser Herausforderung bewusst. Völler, der als Teamchef 2002 mit taktisch einfachen Mitteln ins Finale der WM führte, könnte wertvolle Erkenntnisse liefern, wie man einen starken Mannschaftsgeist formt und erhält.

Kapitän Kimmich und der Druck der WM

Kapitän Joshua Kimmich hat sich eine zentrale Rolle im Team erarbeitet, doch er steht auch für eine Generation von Spielern, die in entscheidenden Momenten oft nicht liefern konnten. Unvergesslich bleibt sein emotionales Aus nach dem Vorrunden-Aus in Katar. Die WM 2026 in Amerika könnte jedoch eine andere Geschichte schreiben. Ein Sieg im ersten Spiel gegen Curacao ist nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig, um den Druck zu mindern, der in früheren Turnieren zu spüren war.