Neue ZDF Doku-Serie „Mesut Özil – zu Gast bei Freunden“ – So wurde er Weltmeister!

Das ZDF veröffentlicht eine dreiteilige Doku-Serie mit dem Titel „Mesut Özil – zu Gast bei Freunden“ und rekonstruiert den Aufstieg und Fall des 37‑jährigen Spielmachers. Die Produktion zeichnet Özils Weg vom in Gelsenkirchen geborenen Enkel türkischer Gastarbeiter über die Profikarriere bei Schalke 04 bis zum Weltmeister und Real‑Madrid‑Star nach. Die Doku beleuchtet neben sportlichen Höhepunkten auch den kontroversen Bruch vor der WM 2018 und die öffentliche Debatte um sein Erdogan‑Foto. Zu sehen ist die Serie ab 20. März in der ZDF‑Mediathek, am 31. März folgt die Ausstrahlung im linearen TV.

Neue ZDF Doku-Serie "Mesut Özil – zu Gast bei Freunden" - So wurde er Weltmeister! (Copyright ZDF und picture alliance/Markus Gilliar / [M] Motor Kommunikation. )
Neue ZDF Doku-Serie „Mesut Özil – zu Gast bei Freunden“ – So wurde er Weltmeister! (Copyright ZDF und picture alliance/Markus Gilliar / [M] Motor Kommunikation. )

ZDF zeigt dreiteilige Doku über Mesut Özil

Das Zweite präsentiert eine dreiteilige Dokumentation unter dem Titel „Mesut Özil – zu Gast bei Freunden“. Die Produktion startet digital in der ZDF‑Mediathek am 20. März und läuft eine Woche später linear im Programm, am 31. März. Die Macher kündigen an, Özils Biografie nicht nur als Sportstück zu erzählen, sondern als umfassende filmische Aufarbeitung seiner Karriere und der gesellschaftlichen Reaktionen darauf. Damit positioniert sich die Doku bewusst als Beitrag zur Diskussion über Identität und öffentliche Wahrnehmung von Fußballstars.

Özils sportlicher Aufstieg: Schalke, Weltmeister und Real Madrid

Mesut Özil begann seine Karriere in Gelsenkirchen und schaffte den Sprung in den Profi‑Fußball bei Schalke 04, heißt es in der Pressemitteilung. Durch den WM‑Titel in Brasilien und seine „Zaubertricks“ bei Real Madrid stieg er zum internationalen Star auf und galt lange als einer der letzten großen Zehner im deutschen Fußball. Die Serie rekonstruiert diese sportlichen Stationen und beleuchtet, wie technische Fähigkeiten, Spielverständnis und Erfolge die öffentliche Erwartungshaltung prägten. Gleichzeitig geht die Doku der Frage nach, wie Ruhm und Mediensichtbarkeit auf die persönliche Identität eines Spielers wirken.

Der Bruch vor der WM 2018: Erdogan‑Foto und öffentliche Debatte

Vor der WM 2018 kam es zum öffentlichen Knall: Özil ließ sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografieren, der später als sein Trauzeuge bezeichnet wird. Es folgte ein intensiver öffentlicher Aufschrei und eine breite Debatte in Deutschland über Loyalität, Integration und politische Symbolik im Sport. Die Doku rekonstruiert diesen Wendepunkt und ordnet die Reaktionen ein, ohne die Ereignisse zu beschönigen. Dabei wird deutlich, wie ein Einzelbild karriereentscheidende Konsequenzen und eine sich polarisierende Medien‑ und Öffentlichkeit nach sich ziehen kann.

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Am 13.Mai 2018 trafen die beiden deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil sowie der türkische Nationalspieler Cenk Tosun (R) in London den türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan und übergaben ihm jeweils ein Trikot. / AFP PHOTO / TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE / KAYHAN OZER /
Am 13.Mai 2018 trafen die beiden deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil sowie der türkische Nationalspieler Cenk Tosun (R) in London den türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan und übergaben ihm jeweils ein Trikot. / AFP PHOTO / TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE / KAYHAN OZER /

Themen der Serie: Zugehörigkeit, Identität und Ausgrenzung

Nach Angaben des ZDF will die Serie mehr sein als reine Sportdokumentation: Sie versteht sich als „filmische Erzählung über Zugehörigkeit, Identität und Ausgrenzung“ und damit zugleich als eine Geschichte über Deutschland selbst. Mit diesem thematischen Fokus setzt die Produktion auf eine über den Fußball hinausgehende Perspektive und fragt nach den sozialen Mechanismen, die einen Spieler zum gefeierten Idol oder zum Objekt der Ablehnung machen. Die Doku verspricht, diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und so ein komplexeres Bild von Mesut Özil zu zeichnen.