Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Der AC Florenz aus der Serie A veröffentlichte Einblicke in die Karriere und die mentale Lage von Nationalspieler Robin Gosens gibt. Der 31-jährige Linksverteidiger erzählt offen, wie er als Kind Momente erlebte, in denen Fußball „nicht nur Spaß bedeutete“ und er sich fragte, ob es besser wäre aufzuhören. Gosens berichtet von dem ständigen Gefühl, „etwas beweisen zu müssen“ und keine Fehler machen zu dürfen. Der Artikel fasst seinen ungewöhnlichen Karriereweg, die aktuelle Situation bei der Fiorentina und sein Engagement für mentale Gesundheit zusammen.

Gosens‘ schwieriger Weg zum Profi
Robin Gosens wäre beinahe kein Fußball-Profi geworden. Er spielte noch bis in die A-Jugend bei einem Amateurverein, bevor ihn der niederländische Erstligist Vitesse Arnheim entdeckte. In dem Interview erklärt Gosens, dass es Phasen gab, in denen ihm der Fußball keinen Spaß mehr machte und er sich ernsthaft ein Ende der Karriere vorstellen konnte. Diese frühen Zweifel prägten seine Entwicklung und sein Verhältnis zum Leistungsdruck.
Plan B und späte Durchbruchsphase
Wegen des unsicheren Karrierewegs baute Gosens parallel einen Plan B auf: Er wollte zur Polizei wechseln, dieser Weg habe sich jedoch nicht realisiert. Stattdessen gelang ihm im vergleichsweise späten Alter von 24 Jahren der Durchbruch bei Atalanta Bergamo. Der späte Karrieresprung zeigt, wie stark seine Entwicklung von Durchhaltevermögen und Wendepunkten geprägt war. Gleichzeitig bleibt sichtbar, wie eng Erfolg und Unsicherheit in seiner Laufbahn verbunden waren.
Aktuelle Situation bei AC Florenz und Einsatzchancen
Bei der Fiorentina durchläuft Gosens zuletzt eine schwierigere Phase: In den vergangenen beiden Serie-A-Partien des Drittletzten saß er nur auf der Bank. Der Klub veröffentlichte das Interview vor dem Play-off-Spiel in der Conference League bei Jagiellonia Białystok, das am Donnerstag um 21 Uhr bei DAZN stattfindet und ihm die nächste Chance auf Einsatzzeit bieten könnte. Diese Phase verdeutlicht, wie schnell sich Momentaufnahmen im Profifußball ändern und wie wichtig regelmäßige Einsatzzeiten für die Form sind.
Offenheit, Psychologiestudium und Podcast
Gosens fiel neben dem Platz wiederholt durch offene Worte zur mentalen Gesundheit auf; er hat Psychologie studiert und spricht diese Themen bewusst an. Er ist zudem Gastgeber eines Podcasts, in dem er mit Gästen über mentale Gesundheit diskutiert und Erfahrungen teilt. Dieses Engagement verknüpft seine persönliche Geschichte mit einem größeren Gespräch über Druck, Fehlerkultur und Wohlbefinden im Profisport. Damit positioniert sich Gosens nicht nur als Spieler, sondern auch als Stimme für mentale Gesundheit im Fußball.