Mission Ukraine erfüllt – Mustafi: „Bin glücklich über den Sieg“

Mustafi: "Wenn man noch mit einem Tor helfen kann, ist es besonders schön"

Veröffentlicht: Montag, 13. Juni 2016 um 18:18 Uhr

Lange musste das deutsche Team zittern, bis der eingewechselte Bastian Schweinsteiger mit seinem Last-Minute-Tor für den umjubelten 2:0-Sieg über die tapfer kämpfenden Ukrainer sorgte. Für Mats-Hummels-Ersatz Shkodran Mustafi, der die DFB-Elf in Front brachte, war es ein tolles Gefühl.

DFB-Defensivspieler Shkodra Mustafi beim Freundschaftsspiel Deutschand gegen Italien am 29.März 2016. / AFP / CHRISTOF STACHE

DFB-Defensivspieler Shkodra Mustafi beim Freundschaftsspiel Deutschand gegen Italien am 29.März 2016. / AFP / CHRISTOF STACHE

„Für mich war es wichtig, meinen Teil zum Spiel beizutragen. Es ist ein schönes Gefühl, von Trainer und Mannschaft das Vertrauen zu erhalten. Das wollte ich zurückgeben“, sagte Mustafi nach der Partie in der Mixed-Zone und fügte an: „Ich bin einfach glücklich über den Sieg. Es ist eine Riesen-Anspannung. Man bereitet sich lange auf so ein Turnier vor, es wird viel geschrieben, viel kommentiert, jeder hat seine Meinung. Man muss das alles ausblenden und sich auf das fokussieren, was bevorsteht. Das ist für uns oftmals nicht einfach. Wir alle haben aber unseren Job erledigt.“

Zwar freute sich der 24-Jährige in seinem elften Länderspiel über sein erstes Tor im Dress der deutschen Mannschaft, dennoch wies er darauf hin, dass der Sieg viel wichtiger war, als sein Führungstor: „Ich freue mich mehr über das Ergebnis und darüber, dass ich meinen Part in der Defensive erfüllt habe, das sage ich ganz ehrlich. Wenn man noch mit einem Tor helfen kann, ist es besonders schön“, verriet Mustafi.

Mustafi war der erste deutsche Torschütze bei der EM 2016

Shkodran Mustafi trifft zum 1:0 gegen die Ukraine im Stade Pierre Mauroy in Lille am 12.Juni 2016. / AFP PHOTO / Denis CHARLET

Für seinen Partner Jerome Boateng, der ebenfalls eine starke Partie gegen die Ukrainer ablieferte, fand er lobende Worte: „Wenn man in so einer Mannschaft aushilft und neben Jerome spielen darf, der Dich auch führt und ein Vorbild ist, ist es für mich einfacher und erleichternd“, meinte der Verteidiger vom spanischen Erstligisten FC Valencia.

„Habe das Gefühl, dass ich noch weiter lernen kann“

Obwohl Mustafi in der Vorbereitung zur Europameisterschaft nur die zweite Wahl für Bundestrainer Joachim Löw war und in den letzten Testspielen nicht einmal eingesetzt wurde, bewies er gegen Ukraine einen starken Charakter. Auf die Frage, wie er damit umgehe, verglich er seine Situation mit der WM 2014: „Es ist nicht einfach, wenn man nicht spielt und dauernd auf seine Chance wartet. Plötzlich kommt sie. Bei mir war das bei der WM und jetzt auch bei der EM der Fall. Ich will sie weiter nutzen, denn ich fühle mich noch jung und ich habe das Gefühl, dass ich noch weiter lernen kann.

Schon am Donnerstag steht die nächste Hürde für Mustafi und Co. Mit Polen kommt ein ungemütlicher Gegner, der ebenfalls im Auftaktspiel einen Sieg einfahren konnte. Ab 18 Uhr strahlt das ZDF die Begegnung live aus.

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