Schweres Jahr für Kevin Großkreutz beim BVB & in Nationalelf

Foto AFP: Lukas Podolski (damals noch bei Arsenal London) in der Champions League gegen den BVB und Kevin Großkreutz
Foto AFP: Lukas Podolski (damals noch bei Arsenal London) in der Champions League gegen den BVB und Kevin Großkreutz

Weltmeister darf sich Kevin Großkreutz nennen, obwohl er als einer von drei Feldspielern aus dem deutschen WM-Kader nicht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Einsatz gekommen ist. Aber auch grundsätzlich haben sich die Aktien des Kevin Großkreutz nicht gerade verbessert. Denn immerhin standen nach der WM 2014 auch schon die ersten Testspiele und Partien in der EM-Qualifikation zur Euro 2016 auf dem Programm – allerdings ohne den Kicker von Borussia Dortmund. Hat der sich bei Joachim Löw also selbst ins Abseits geschossen?

Um ein Haar hätten diverse Eskapaden, man denke nur an den Dönerwurf zu Köln, Kevin Großkreutz selbst die Weltmeisterschaft gekostet. Für negative Schlagzeilen außerhalb des Spielfeldes sorgte der 26-Jährige zudem am Rande des Finales um den DFB-Pokal mit der sogenannten Pinkel-Affäre. Nun zeigt sich der ansonsten nicht auf den Mund gefallener Großkreutz mit einer gewissen Portion Demut: „Jeder Mensch macht Fehler. Ich habe aus ihnen gelernt und kann versprechen, dass ich sie nicht wiederholen werde“, zitiert den Dortmunder die Sport Bild.

Kevin Großkreutz: „Es wird verdammt hart“

Gebrauchen kann solche Fehler Kevin Großkreutz ganz sicher nicht. 2015 wird für ihn ein entscheidendes Jahr – nicht nur in Sachen Nationalmannschaft. Denn Borussia Dortmund muss völlig überraschend auf einem Abstiegsplatz überwintern. Eine Situation, die im Verein Nerven kostete. Es sei gefährlich, so Großkreutz, nur darauf zu hoffen, dass es eine Frage der Zeit wäre, bis der BVB wieder in die Spur finde. „Es wird verdammt hart, das solle jedem klar sein“, warnt der Dortmunder Profi. Und im Falle eines Abstiegs? Großkreutz, ein waschechter Dortmunder, verschwendet keinen Gedanken an einen Wechsel: Er würde dem Verein treu bleiben. „Vorstellen kann ich mir ein solches Szenario aber eher nicht.“

Sergio Aguero (R) im Kampf gegen Kevin Grosskreutz beim Freundschaftsspiel gegen Argentinien in Düsseldorf, Deutschland, am 3.September 2014.   AFP PHOTO / JOHN MACDOUGALL
Sergio Aguero (R) im Kampf gegen Kevin Grosskreutz beim Freundschaftsspiel gegen Argentinien in Düsseldorf, Deutschland, am 3.September 2014. AFP PHOTO / JOHN MACDOUGALL

Debüt 2010, danach kaum Länderspiele

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab Kevin Großkreutz am 13. Mai 2010 gegen Malta. Drei Partien machte er für Deutschland, ehe es wieder stiller um seine Person wurde. Doch 2014 nominierte ihn Joachim Löw für seinen Kader, auch weil mit ein Platz als Rechtsverteidiger wegen vieler Verletzungen frei geworden war. So schaffte Großkreutz doch noch den Sprung in den WM-Kader, doch nach dem Titelgewinn hat er noch nicht wieder für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. So bringt er es bis Ende 2014 auf sechs Länderspiele.