Fußball Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen zwischen Gegenwart und Ziel

„Schnell abhaken“: Leverkusen zwischen Gegenwart und Ziel beschreibt die Lage der Werkself nach dem überraschenden 0:1 in Köpenick bei Union Berlin. Sportlich läuft es in der Champions League nach Plan, doch in der Bundesliga droht die erneute Qualifikation zur Königsklasse zu entgleiten. Robert Andrich räumte einen entscheidenden Patzer ein, Trainer Kasper Hjulmand forderte indes, die Niederlage schnell zu verarbeiten. Gleichzeitig steht bereits am Dienstag das Rückspiel gegen Olympiakos Piräus in den Play-offs an – eine direkte Bewährungsprobe für den Kader und den Kurs der Saison.

Aufstellung von Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga 2026 (Foto Depositphotos.com)
Aufstellung von Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga 2026 (Foto Depositphotos.com)

Champions League: Rückspiel gegen Olympiakos als unmittelbares Ziel

Die Werkself reist mit der klaren Ausgangslage aus dem 2:0-Hinspiel zum Rückspiel gegen Olympiakos Piräus und hat damit die Tür zum Achtelfinale weit offen. Trotz der Liga-Niederlage bleibt das internationale Weiterkommen das unmittelbare Ziel und bestimmt das kurzfristige Programm. Hjulmand betonte deshalb die Notwendigkeit, den Fokus schnell wieder auf die Königsklasse zu richten und die Kräfte für das „schwere Spiel“ am Dienstag zu bündeln.

Liga-Stand und Druck: Punktverlust in der Tabelle

Das 0:1 in Köpenick lässt Bayer Leverkusen mit 39 Punkten auf der Stelle treten; direkte Konkurrenten wie RB Leipzig (41) und die TSG Hoffenheim (46) konnten Leverkusen dadurch nicht überholen, wohl aber den Druck auf die Werkself erhöhen. Der Ausrutscher kommt zur Unzeit, weil in der Tabelle kein Raum für weitere Rückschläge bleibt und jeder Punkt wertvoll ist im Kampf um die internationalen Plätze. Hjulmand nannte den Dämpfer „natürlich schmerzhaft“ und mahnte zugleich, nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Patzer, Rotation und Spielverlauf in Köpenick

Der spielentscheidende Moment entstand durch einen Fehler von Robert Andrich, der Rani Khedira entwischen ließ und so Unions Führung ermöglichte. Andrich sprach offen von einem bitteren Patzer: „Allgemein tut so ein Fehler brutal weh, weil du weißt, das darf dir in dem Moment nicht passieren.“ Insgesamt tat sich Leverkusen gegen Union, das zuvor sieben Spiele ohne Sieg gewesen war, schwer; das Spielbild war geprägt von viel Rotation und einer ungewohnten Aufstellung, nachdem Hjulmand im Vergleich zum Piräus-Spiel fünf Änderungen vornahm.

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Trainerstrategie: Hjulmand setzt auf Kader und Schonung

Hjulmand erklärte die Veränderungen mit der Terminhatz und der Notwendigkeit, den Kader zu schonen: „Wir müssen auf die Spieler aufpassen, die wollen immer unbedingt spielen und es ist meine Aufgabe, die richtige Entscheidung zu treffen.“ Unter anderem schonte er bis zur 61. Minute Torjäger Patrik Schick, der unter der Woche noch mit einem Doppelpack in der Königsklasse überzeugt hatte. Der Coach betonte sein Vertrauen in den gesamten Kader, forderte aber gleichzeitig, die Partie gegen Union „schnell abzuhaken“, um den Blick aufs Rückspiel und die weitere Saison nicht zu verlieren.