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Julian Nagelsmann machte gestern in der DFB-PK klar, dass er Leroy Sané nach einer schwächeren Partie nicht sofort aus dem Kader streicht. Nagelsmann zu Sané ist zugleich eine Aufforderung: Der Bundestrainer bietet dem Flügelflitzer weiter die Chance, sich zu empfehlen, verlangt dafür aber konstante Leistung. Sané hatte im November im Qualifikations-„Finale“ gegen die Slowakei (6:0) positiv überzeugt, zeigte beim Auftakt ins WM-Jahr in der Schweiz (4:3) jedoch nicht dieselbe Präsenz. Harte öffentliche Kritik an dem Türkei-Legionär weist Nagelsmann zurück und stellt stattdessen klare sportliche Bedingungen.

Nagelsmann zu Sané: Kein schneller Rauswurf
Der Chefcoach betont: „Er hat weiterhin die Option, sich zu zeigen – hier und natürlich auch bei seinem Klub.“ Nagelsmann wehrt sich gegen die Erwartung, Spieler nach einer Partie zu verurteilen: „Soll ich irgendeinen Spieler abmontieren?“ Dieses Vorgehen lehnt er ab und spricht sich für Geduld aus, solange die Basisleistung stimmt.
Liveticker heute Deutschland gegen Ghana
offizielle Aufstellung ist da!
So wird Deutschland starten:
12 Nübel – 6 Kimmich, 4 Tah, 15 Schlotterbeck, 18 Brown – 16 Stiller, 5 Groß – 20 Gnabry, 11 Woltemade, 17 Wirtz – 7 Havertz.
Auch gegen Ghana elf Wechsel möglich
Wie schon beim torreichen 4:3-Test gegen die Schweiz in Basel kann Bundestrainer Julian Nagelsmann auch heute in Stuttgart aus dem Vollen schöpfen: Bis zu elf Auswechslungen sind im Duell gegen Ghana gestattet. Grundlage hierfür ist eine neue IFAB-Regelung, die das Standard-Limit für Testspiele von sechs auf acht Spieler angehoben hat – bei beidseitigem Einverständnis sind sogar elf Wechsel erlaubt.
Um den Spielfluss trotz der hohen Wechselanzahl zu schützen, greift die bewährte Fenster-Regelung: Gewechselt werden darf nur in drei Unterbrechungen sowie in der Halbzeitpause. Elf Einzelwechsel sind somit untersagt, um taktisches Zeitspiel zu unterbinden. Gegen die Schweiz hielt sich Nagelsmann übrigens noch zurück und nutzte lediglich vier seiner Optionen.
Deutschland spielt heute wieder in den blauen DFB Away Trikots
Die deutsche Nationalmannschaft hält an ihrem neuen Glücksbringer fest: Wenn die DFB-Elf am Montagabend in der ausverkauften Stuttgarter Arena aufläuft, erstrahlt das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann erneut im neuen blauen Auswärtstrikot von Ausrüster adidas. Bereits am Freitag feierte das WM-Jersey beim spektakulären 4:3-Sieg gegen die Schweiz eine rundum erfolgreiche Premiere. Nun soll der frische Look auch im Duell gegen den viermaligen Afrikameister und WM-Teilnehmer Ghana für den nächsten Heimsieg sorgen.
Wie wird Ghana auftreten?
Um 20:45 Uhr geht es los
Heute im 2.Länderspiel des Jahres geht es um eine gute Stimmung mitnehmen in die WM-Vorbereitung, das gilt für beide Teams. Am 12.Mai wird Bundestrainer Nagelsmann seinen DFB-Kader für die WM bekanntgeben. Erst danach gibt es nochmals 2 Länderspiele für Deutschland.
Sanés Formschwankungen als Maßstab
Gleichzeitig macht Nagelsmann deutlich, dass Beständigkeit gefragt ist. „Die Tür ist für keinen zu, der nicht dabei ist, aber die Tür ist auch nicht dauerhaft offen für die, die dabei sind. Man muss das schon immer auch bestätigen.“ Als konkrete Benchmark nennt er das Spiel gegen die Slowakei: Diese Vorstellung müsse Sané regelmäßig erreichen.
Warum Sané weiterhin eine Option bleibt
Als Argument für den 30-Jährigen nennt Nagelsmann die individuelle Qualität: „Dass wir Eins-gegen-eins-Spieler brauchen und nicht in Hülle und Fülle haben, gerade fußverkehrt.“ Sanés Fähigkeit, im direkten Duell Probleme zu erzeugen, begründet seine weitere Aufnahme in die Überlegungen des Bundestrainers.
Alternativen und der Zeitplan zur Kaderentscheidung
Nagelsmann nennt außerdem Alternativen auf dem Flügel: Neuling Lennart Karl und Jamie Leweling stehen auf der Liste der Kandidaten. Der Bundestrainer macht klar, dass er allen Spielern „so lange die Stange halten“ werde, bis er am 12. Mai seinen WM-Kader nominiert, fordert jedoch abschließend: „Aber es muss Leistung folgen.“