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DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich klar gegen einen Boykott der WM 2026 ausgesprochen. Dies folgt auf Äußerungen von DFB-Vize Oke Göttlich, der eine Diskussion über die Teilnahme aufgrund der politischen Situation in den USA angestoßen hat. Neuendorf betont, dass die Spieler und Fans die Leidtragenden eines solchen Boykotts wären. Auch andere Stimmen aus dem Fußball äußern sich zur Thematik.

Foto: Thomas Boecker/DFB
DFB-Boss Neuendorf widerspricht Boykottforderungen
Im Vorfeld der WM 2026 bahnt sich beim DFB ein Streit um die Forderung eines Boykotts an. Oke Göttlich, der Präsident des FC St. Pauli und DFB-Vize, hatte in einem Interview mit der „Hamburger Morgenpost“ gefordert, über einen Boykott nachzudenken. Seiner Meinung nach sei der Zeitpunkt gekommen, um die politische Lage unter dem US-Präsidenten Donald Trump zu hinterfragen.
Neuendorf sieht Spieler und Fans als Leidtragende
Nach Informationen aus dem DFB-Umfeld zeigt sich Bernd Neuendorf „not amused“ über die Äußerungen von Göttlich. Der DFB-Präsident lehnt eine Debatte über einen WM-Boykott ab und führt an, dass die Spieler und Fans die Hauptleidtragenden eines solchen Schrittes wären. Diese Haltung unterstreicht Neuendorfs Engagement für die Integrität des Fußballs und die Unterstützung der Athleten.
Reaktionen aus der Bundesliga
Simon Rolfes, Manager von Bayer 04 Leverkusen, äußerte sich ebenfalls zu den Boykottforderungen. Der ehemalige Nationalspieler erklärte, dass der Versuch eines Boykotts bei der WM 2022 bereits nicht den gewünschten Effekt erzielt habe. Rolfes betont, dass der Sport eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft einnimmt, jedoch die Politik ihre eigenen Wege gehen sollte. Seine klare Haltung zeigt, dass die Trennung von Sport und Politik im Fußball weiterhin ein relevantes Thema ist.
Nationalspieler äußern sich zur WM-Teilnahme
Nationalspieler Ridle Baku brachte ebenfalls seine Sichtweise in einem Gespräch mit BILD zum Ausdruck. Er betonte, dass es schon als Kind ein Traum sei, an einer WM teilzunehmen. Baku sieht sich nicht in der Rolle eines Politikers und möchte sich auf den Sport konzentrieren. „Wenn ich die Möglichkeit habe, bei einer WM zu spielen, dann sage ich natürlich nicht Nein“, erklärte er.