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El Mala rettet Köln in letzter Sekunde – Der Youngster wird zum Hoffnungsträger
Der 1. FC Köln schrammt in Bremen nur knapp an der dritten Niederlage in Folge vorbei – und wieder ist es Said El Mala, der mit einer starken Einzelaktion in der Nachspielzeit den Unterschied macht. Der 19-Jährige entwickelt sich immer mehr zum entscheidenden Faktor beim Bundesliga-Aufsteiger.

Kölns Auftritt: Viel Stückwerk, wenig Struktur
Die Partie in Bremen war über weite Strecken kein Leckerbissen aus Sicht des 1. FC Köln. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok wirkte fahrig, leistete sich viele Ballverluste und kam in der Offensive lange kaum zur Geltung. Auch Shootingstar El Mala zeigte in der ersten Halbzeit ein durchwachsenes Spiel – vergab eine Großchance und verlor mehrfach den Ball. Dennoch blieb er auffällig: Immer wieder suchte er das Dribbling, forderte Bälle, blieb aktiv.
El Malas Moment: Ein Tor aus dem Nichts
Die entscheidende Szene kam spät: Nach einem unspektakulären Spielverlauf rauschte ein Raunen durch den Kölner Fanblock, als El Mala auf der linken Seite noch einmal Tempo aufnahm. Mit einem beherzten Antritt ließ er seinen Gegenspieler stehen, zog nach innen und schloss mit dem rechten Fuß ab – abgefälscht, aber unhaltbar. Der Ball schlug im Bremer Tor ein – das 1:1 in der Nachspielzeit. Ein Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlt.
Kwasniok lobt Mentalität und Entwicklung
„Auf Dauer ist er nicht zu verteidigen“, urteilte Trainer Kwasniok nach dem Spiel – und meinte damit weniger die technischen Fähigkeiten El Malas, sondern vielmehr dessen unbändigen Willen. Dass der Teenager das erste Mal über 90 Minuten durchspielte und in der Schlussphase noch so einen Antritt zeigte, war für den Coach die wichtigste Erkenntnis. Genau das hatte sich auch Bundestrainer Julian Nagelsmann gewünscht, als er El Mala zuletzt erstmals für die Nationalelf nominierte.
Perspektive DFB und WM: Der Weg ist offen
Fünf Tore und zwei Vorlagen in zwölf Bundesligaspielen – El Malas Werte lesen sich beeindruckend. Mehr noch: Seine Spielweise bringt das gewisse Etwas mit, das aktuell nur wenige deutsche Spieler auf den Platz bringen. Sein Teamkollege Eric Martel fasst es treffend zusammen: „Said gibt nie auf. Er bleibt dran – und irgendwann ist der Moment da.“ Wenn El Mala weiter so auftritt, könnte er tatsächlich ein Thema für die Heim-WM 2026 werden.