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Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann bewertet die WM-Aussichten der DFB-Elf optimistisch und sagt, die Mannschaft sei „besser aufgestellt als die meisten“. In einem Interview bei transfermarkt.de lobt Klinsmann das vorhandene Spielermaterial und sieht echtes Potenzial für den kommenden Sommer. Er nimmt insbesondere die Sturmposition und das personelle Angebot unter Julian Nagelsmann in den Blick. Entscheidend sei aber das Mannschaftsgefüge und die Bereitschaft aller Spieler, sich dem Team unterzuordnen.

Klinsmann über die WM-Aussichten der DFB-Elf
Klinsmann bezeichnet das aktuelle Kadermaterial als eines der besten weltweit: „Dieses Spielermaterial gehört zu den besten in der Welt.“ Er ergänzt: „Wenn sie wollen, können sie diesen Sommer Großes erreichen.“ Damit setzt er auf die Kombination aus individueller Qualität und taktischer Ausrichtung, die den Weg zu einem erfolgreichen Turnier ebnen könnte.
Sturmzentrum: Nagelsmann hat die Qual der Wahl
Zur bislang oft kritisierten Position im Sturmzentrum sieht Klinsmann keine Schwäche mehr. Er betont, Julian Nagelsmann habe „die Qual der Wahl vor lauter Mittelstürmern“ und bewertet die personelle Situation als Wettbewerb um die Startelf. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass jeder Angreifer eigene Stärken und Schwächen hat – Rotation, Aufstellung und taktische Anpassungen werden für Nagelsmann daher zentral sein.
Mannschaftsgefüge, Kapitänsrolle und Trainerteam
Für Klinsmann entscheidet am Ende das interne Gefüge: „Alle müssen sich in den Dienst der Sache stellen.“ Als Beispiel führt er Oliver Kahn bei der WM 2006 an, der trotz Degradierung „phänomenal“ reagierte und zum Antreiber im Training wurde. Klinsmann fordert vom Trainerteam, die Stimmung im Kader täglich zu spüren und notfalls einzugreifen: „Nur wenn die Spieler von 12 bis 26 alles geben und für alles bereit sind, wirst du bei einer WM Erfolg haben.“
Die Rolle des Kapitäns bezeichnet Klinsmann als „enorm wichtig“ und lobt, dass Michael Ballack 2006 das „super“ gemacht habe.