Wegen Disaster des Afrika-Finales: WM 2030 Finale in Spanien & nicht in Marokko?

Der Präsident des spanischen Fußballverbands (RFEF), Rafael Louzan, hat sich dafür ausgesprochen, dass Spanien das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 ausrichtet. Nach den „schädlichen“ Szenen beim Afrika-Cup (AFCON), die die Welt des Fußballs negativ beeinflussten, betont Louzan, dass Spanien über die nötige organisatorische Kapazität verfügt. Diese Forderung wird inmitten der Diskussionen über die bevorstehende WM laut, die in sechs Ländern und auf drei Kontinenten stattfinden wird.

Wegen Disaster des Afrika-Finales: WM 2030 Finale in Spanien & nicht in Marokko?
Wegen Disaster des Afrika-Finales: WM 2030 Finale in Spanien & nicht in Marokko?

AFCON-Szenen und deren Auswirkungen auf die WM 2030

Die jüngsten Ereignisse beim AFCON-Finale stehen im Mittelpunkt der Diskussion. Senegalische Spieler verließen während des Spiels das Feld, nachdem Marokko in der Nachspielzeit einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen bekam. Diese „hässlichen Szenen“ führten dazu, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino Handlungsbedarf sah, um die Situation im Stadion in Rabat zu bewältigen. Louzan äußerte sich besorgt über die Folgen solcher Vorfälle für den internationalen Fußball.

Spanien als Gastgeber der WM 2030

Louzan hebt hervor, dass Spanien über umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen in der Organisation großer Sportereignisse verfügt. „Spanien hat über viele Jahre hinweg seine organisatorische Kapazität bewiesen und wird daher der Gastgeber der Weltmeisterschaft 2030 sein“, erklärte er bei einer Gala der Madrider Sportpresse-Vereinigung. Ein konkreter Austragungsort wurde jedoch von der FIFA noch nicht bekannt gegeben.

Die Verteilung der Spiele und mögliche Stadien

Die WM 2030 wird in sechs Ländern ausgetragen, darunter Uruguay, Argentinien, Paraguay, Marokko, Portugal und Spanien. Dabei sind die ersten Spiele in Südamerika geplant, während der Großteil der 101 Spiele in Europa und Afrika stattfindet. Ein potenzieller Austragungsort in Marokko ist das noch im Bau befindliche Hassan-II.-Stadion in Casablanca, das mit einer Kapazität von 115.000 Zuschauern das größte Fußballstadion der Welt werden könnte. Auch die renommierten Stadien Bernabéu in Madrid und Camp Nou in Barcelona stehen als Optionen für das Endspiel zur Diskussion.

Lobbying für die WM 2030 und der Einfluss von AFCON

Louzan betont, dass Spaniens Ambitionen, das WM-Finale auszurichten, auch im Kontext der jüngsten Ereignisse beim AFCON stehen. Er sieht die Probleme in Marokko als Teil der Argumentation, warum Spanien die geeignete Wahl ist. Während die endgültige Entscheidung über den Austragungsort von der FIFA erst in den kommenden Jahren getroffen wird, zeigt Louzans Aussage, dass Spanien die größte Fußballnation unter den Co-Gastgebern ist und die beste Infrastruktur bietet, um die WM erfolgreich auszurichten.