Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Vor dem Finale des Afrika-Cups erhebt der senegalesische Fußballverband (FSF) schwere Vorwürfe gegen den Gastgeber Marokko. Die FSF äußert große Besorgnis über Missstände, die bei der Ankunft der Nationalmannschaft aufgetreten sind. Insbesondere die Sicherheitsvorkehrungen und die Unterbringung der Spieler werfen Fragen auf. Der Druck auf die marokkanischen Organisatoren wächst, während das Endspiel am Sonntag in Rabat näher rückt. Das Finale geht um 20 Uhr los und wird in Deutschland auf Sportdigital zu sehen sein.

Senegal kritisiert Sicherheitsstandards
Die senegalesische Delegation, angeführt von Nationaltrainer Pape Thiaw, war bei ihrer Ankunft am Bahnhof mit unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen konfrontiert. Thiaw erläuterte, dass die Spieler einer „gefährlichen Situation“ ausgesetzt waren und betonte: „Was gestern passiert ist, war nicht normal. Angesichts der Anzahl der Menschen hätte alles Mögliche passieren können. Meine Spieler hätten in Gefahr sein können.“ Solche Umstände werfen ernsthafte Fragen zu den organisatorischen Fähigkeiten der Gastgeber auf.
Unterbringung sorgt für Unmut
Ein weiteres Problem trat bei der Unterbringung der senegalesischen Mannschaft auf. Erst nach einem Protest erhielt der Finalist die Zuweisung eines angemessenen Fünf-Sterne-Hotels. Diese Verzögerung und die anfängliche Ungewissheit über die Unterkunft haben die Stimmung innerhalb des Teams zusätzlich belastet. Die FSF äußerte sich enttäuscht über die mangelnde Vorbereitung und Organisation des marokkanischen Verbands.
Kartenverkäufe stoßen auf Kritik
Zusätzlich zu den Sicherheits- und Unterkunftsproblemen fühlen sich die Senegalesen benachteiligt, wenn es um den Ticketverkauf für das Endspiel geht. Die FSF erwarb rund 3000 Tickets, was in Anbetracht der hohen Nachfrage für das Spiel im Prince Moulay Abdellah Stadium mit einer Kapazität von 69.500 Zuschauern als „unzureichend“ betrachtet wird. Diese Diskrepanz verstärkt die Bedenken der FSF über eine faire Behandlung im Gastgeberland.
Marokkanisches Organisationskomitee reagiert
In einer Mitteilung versuchte das marokkanische Organisationskomitee, die Bedenken der FSF zu zerstreuen. Es wurde betont, dass ausreichend „organisatorische Maßnahmen“ für das Finale getroffen wurden. Dennoch appellierte das Komitee an die Fans, frühzeitig, bestenfalls fünf Stunden vor Anpfiff, zu erscheinen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Diese Erklärung soll dazu beitragen, das Vertrauen in die Durchführung des entscheidenden Spiels zu stärken.