Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Wie könnte die deutsche WM Startelf aussehen?
- 2 Defensive im WM-Kader: Baumann, Schlotterbeck und die Innenverteidigung
- 3 Wie könnte die deutsche Aufstellung bei der WM 2026 aussehen?
- 4 Sechser und Mittelfeldzentrale: Kimmich, Goretzka und die Doppel-Sechs
- 5 Offensive und Flügel: Musiala, Wirtz, Havertz sowie Gnabry/Sané
Mit Blick auf den WM 2026 Kader liefert Julian Nagelsmann im großen kicker-Interview überraschend konkrete Personalien für seine aktuelle WM-Startelf. 100 Tage vor dem Turnier skizziert der Bundestrainer eine klare Formation – trotz offener Fragen durch Verletzungen und Formschwankungen. Oliver Baumann rückt zum Stammkeeper auf, Joshua Kimmich wird erwartungsgemäß als Rechtsverteidiger eingeplant, und im Mittelfeld zeichnet sich eine Doppel-Sechs mit Leon Goretzka und einem von Pavlovic oder Felix Nmecha ab. Auffällig: Nick Woltemade fällt nicht ins Zentrum der Diskussion, während Kai Havertz als Sturmspitze gesetzt erscheint. Am 14.6. geht es im ersten WM-Spiel gegen Curacao.

Wie könnte die deutsche WM Startelf aussehen?
Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Goretzka, Pavlovic – Wirtz, Musiala, Gnabry – Havertz
Defensive im WM-Kader: Baumann, Schlotterbeck und die Innenverteidigung
In der Defensive kristallisiert sich eine vergleichsweise stabile Achse heraus. Oliver Baumann (Hoffenheim) darf durch Marc-André ter Stegens erneute Verletzung fest mit der Nummer 1 bei der WM rechnen. Nagelsmann lobt Baumann als „herausragenden Torwart“ und sagt klar: „Auf der Torhüterposition haben wir gar keine Bauchschmerzen.“ Gleichzeitig bleibt die rechte Innenverteidiger-Position offen: Jonathan Tah, der sich bei Bayern stabilisiert hat, hat nach jetzigem Stand die besten Chancen, Nico Schlotterbecks Partner zu werden. David Raum wird hinten links gesetzt, auch wenn der Bundestrainer ihn gar nicht erwähnt.
Nico Schlotterbeck (BVB) gilt in Nagelsmanns Plan als unumstrittene Konstante. Der Bundestrainer nennt ihn „ein unfassbar wichtiger Spieler“ und betont seinen Wert als einzigen Linksfuß in der Innenverteidigung. Damit ist auch die Spieleröffnung ein entscheidender Faktor in Nagelsmanns personeller Bewertung. Antonio Rüdiger bleibt eine Option, hängt aber von seinem Comeback nach langwierigen Verletzungsproblemen ab.

Wie könnte die deutsche Aufstellung bei der WM 2026 aussehen?
Sechser und Mittelfeldzentrale: Kimmich, Goretzka und die Doppel-Sechs
Joshua Kimmich ist für Nagelsmann ein fixer Bestandteil der Startelf – allerdings nicht auf der klassischen Sechser-Position, sondern weiterhin als Rechtsverteidiger. Der Bundestrainer begründet die Rolle mit fehlenden Alternativen und stellt Kimmich klar in der rechten Viererkette auf. Zugleich plant Nagelsmann mit einer Doppel-Sechs: Leon Goretzka erhält überraschend klare Chancen, trotz geringer Spielzeit bei Bayern eine große Rolle zu übernehmen.
Goretzka soll laut Nagelsmann die Dynamik, Kopfballstärke und Präsenz in den Strafraum bringen, die in bestimmten Spielsituationen benötigt werden. Neben ihm kämpfen Aleksandar Pavlovic (FC Bayern) und Felix Nmecha (Borussia Dortmund) um den zweiten Platz auf der Sechs. Nagelsmann beschreibt Pavlovic als „super-konstant“, während Nmecha größere Schwankungen, aber auch besondere Momente zeigt. Die taktische Balance zwischen Stabilität und Wucht bleibt damit zentral für die Startaufstellung.

Offensive und Flügel: Musiala, Wirtz, Havertz sowie Gnabry/Sané
In der Offensive plant Nagelsmann mit Kai Havertz als Spitze – der Arsenal-Profi soll die Sturmspitze belegen, sofern er körperlich unbelastet bleibt. Jamal Musiala sieht Nagelsmann auf dem Weg zurück zur Topform: „Er wird immer besser, bewegt sich immer runder.“ Musiala kehrt nach längerer Ausfallzeit ins Mannschaftstraining zurück und soll wieder eine Schlüsselrolle im Offensivspiel übernehmen.
Auf den Flügelpositionen bleibt die Besetzung offen. Rechts haben Serge Gnabry (FC Bayern) und Leroy Sané (Galatasaray) die besten Aussichten; Nagelsmann erwartet in den März-Länderspielen Hinweise auf deren Form. Florian Wirtz, derzeit mit Rückenproblemen, ist für Nagelsmann als zentrale Offensivkraft vorgesehen und hat sich in Liverpool die Rolle erarbeitet. Erwähnenswert ist zudem die nüchterne Einordnung von Nachwuchskräften: Nick Woltemade erhält zwar Anerkennung, spielt in Nagelsmanns aktueller Aufstellung aber keine hervorgehobene Rolle.