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Joachim Löw bezeichnet Mesut Özil in der neuen ZDF-Doku ausdrücklich als „fußballerisch gesehen einer der allerbesten Nationalspieler“. Der ehemalige Bundestrainer tritt in Florian Opitz‘ Dreiteiler als Zeitzeuge auf und ordnet Özils fußballische Qualitäten als Spielmacher und Vorlagengeber ein. Die Produktion rückt Löws Einschätzung in den größeren Kontext von Integration, öffentlicher Debatte und dem umstrittenen Erdogan-Foto. Die Doku startet am 20. März in der ZDF-Mediathek und läuft am 31. März zur Prime-Time im ZDF.

Joachim Löw: „einer der allerbesten Nationalspieler“
In der ZDF-Dokumentation sagt Joachim Löw unmissverständlich: „Mesut Özil war fußballerisch gesehen einer der allerbesten Nationalspieler, die Deutschland je hatte.“ Als langjähriger Bundestrainer kennt Löw Özils Rolle als Spielmacher, seine Kreativität im Mittelfeld sowie seine Bedeutung für die taktische Ausrichtung der Nationalmannschaft. Damit setzt die Doku einen Schwerpunkt darauf, Özils fußballische Leistung unabhängig von der politischen Debatte zu würdigen. Gleichzeitig bleibt Löws Einschätzung Teil einer breiteren Chronik über Wahrnehmung, Medien und Leistung im DFB-Team.
Löw als Zeitzeuge in der ZDF-Doku
Regisseur Florian Opitz rekonstruiert in drei Episoden Stationen aus Özils Karriere und seinem Bruch mit der deutschen Öffentlichkeit, ohne ein direktes Gespräch mit Özil führen zu können. Stattdessen kommen Weggefährten, ehemalige Berater und Funktionäre zu Wort; Joachim Löw erscheint als einer der Protagonisten, die die fußballerische Dimension betonen. Die Filmemacher konzentrieren sich weniger auf Statistikdaten wie Einsätze oder Torvorlagen als auf die Frage, wie sportliche Leistung und gesellschaftliche Wahrnehmung zusammenfallen. Dennoch bleibt die Doku auch ein Stück Zeitgeschichte: Sie verknüpft sportliche Begriffe wie Spielmacher, Verantwortung und Teamchef-Rolle mit Themen wie Integration und Rassismus.
Erdogan-Foto, Bruch mit der Nationalmannschaft und Sendetermine
Ein zentrales Kapitel der Produktion ist das Erdogan-Foto von Mai 2018, das als Wendepunkt in der öffentlichen Debatte dargestellt wird und maßgeblich zum Bruch zwischen Özil und dem DFB beitrug. Die Doku zeichnet nach, wie diese Kontroverse von einer Anfangseuphorie zur politischen Polarisierung führte und schließlich im Rücktritt Özils nach dem Vorrunden-Aus der WM 2018 mündete. Berichte in der Produktion erwähnen anschließend Özils Wechsel in die Türkei und seine politische Nähe zur AKP; frühere Mitspieler und Funktionäre wie Per Mertesacker, Oliver Bierhoff und Joachim Löw reagieren darauf betroffen. Die ZDF-Dreiteilerzählung startet am 20. März 2026 in der Mediathek und wird am 31. März 2026 um 20.15 Uhr sowie in weiteren Sendezeiten im ZDF ausgestrahlt.