Frauenfußball heute: Doorsouns USA-Vergleiche: „War schon eine Show“

Sara Doorsoun, die nach ihrer Rückkehr in die Frauenfußball-Bundesliga spannende Einblicke in ihre Zeit in den USA gibt, hebt die Unterschiede zwischen den Ligen hervor. Insbesondere die Inszenierung der Spiele und die Vermarktung des Frauenfußballs in den USA stechen hervor. „War schon eine Show“, resümiert die 34-Jährige, die nach einem halben Jahr bei Angel City FC zu Eintracht Frankfurt zurückkehrte.

Sara Doorsoun von der Eintracht: Frauenfußball heute live: Eintracht-Frankfurt gegen RB Leipzig - Tabelle & Ergebnisse (Maciej Rogowski, Depositphotos.com)
Sara Doorsoun von der Eintracht: Frauenfußball heute live: Eintracht-Frankfurt gegen RB Leipzig – Tabelle & Ergebnisse (Maciej Rogowski, Depositphotos.com)

Inszenierung der Spiele in den USA

Die frühere Nationalspielerin berichtet von beeindruckenden Erlebnissen in den US-Stadien. „Im Stadion, wenn wir auf den Platz gelaufen sind, gab es vor der Hymne ein Feuerwerk“, erzählt Doorsoun. Diese spektakulären Inszenierungen seien in Deutschland nicht vorstellbar, was die Unterschiede in der Präsentation der Ligen verdeutlicht. In den USA sei die Vermarktung des Frauenfußballs „ganz groß“, was zu einer ganz anderen Atmosphäre beim Spiel beiträgt.

Starke Physis und Medienpräsenz

Ein weiterer Aspekt, den Doorsoun hervorhebt, ist die starke Physis der Spielerinnen in der US-Liga. Zudem erfuhren die Spielerinnen während ihrer Zeit bei Angel City FC, dass sie ihre Präsenz in sozialen Medien verstärken sollten. „Ein Social-Media-Team hat uns gesagt, dass wir uns stärker zeigen müssen“, berichtet die 34-Jährige. Diese Aufforderung spiegelt den Wunsch wider, die Geschichten der Spielerinnen bekannt zu machen und sie interessanter zu gestalten.

Kulturunterschiede im Verhalten

Doorsoun spricht auch über die Unterschiede im Verhalten der Spielerinnen. In den USA sei es beispielsweise normal, kurze Hosen zum gemeinsamen Essen zu tragen oder in Freizeitkleidung zu den Spielen zu erscheinen. „Dort fragt keine Spielerin, das wird einfach gemacht“, erklärt sie und hebt die Lockerheit in diesem Bereich hervor. In Deutschland hingegen würden solche Entscheidungen oft hinterfragt, was Doorsoun als hinderlich für die sportliche Leistungsfähigkeit empfindet.

Rückkehr zu Eintracht Frankfurt

Nach ihrer Zeit in Los Angeles kehrte Sara Doorsoun Anfang des Jahres zu Eintracht Frankfurt zurück, wo sie bereits in der Vergangenheit gespielt hatte. Ihre Erfahrungen in den USA könnten nicht nur ihre eigene Spielweise, sondern auch die Wahrnehmung des Frauenfußballs in Deutschland beeinflussen. Die Unterschiede in der Vermarktung und der Inszenierung könnten Anstoß geben, auch in Deutschland neue Wege zu gehen.