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Nicole Anyomi vor dem Nations-League-Finale: Vom Randspielerin zur Sturmhoffnung
Nicole Anyomi hat sich mit starken Leistungen im DFB-Trikot zurückgemeldet – pünktlich zum Endspiel der Nations League gegen Spanien. Die Frankfurterin überzeugt als neue Sturmspitze und zeigt: Sie ist bereit für mehr Verantwortung.

Vom Wackelkandidaten zur zentralen Angreiferin
Lange war Nicole Anyomi im DFB-Team eher eine Randfigur. Verletzungen, Positionswechsel und fehlende Kommunikation mit dem Trainer bremsten ihre Entwicklung. Doch pünktlich vor dem Nations-League-Finale gegen Weltmeister Spanien ist die 25-Jährige wieder mittendrin – und das im Zentrum des deutschen Angriffs. In beiden Halbfinalspielen gegen Frankreich setzte Bundestrainer Christian Wück auf sie als Sturmspitze. Besonders im Rückspiel zahlte sich das Vertrauen aus: Anyomi erzielte nicht nur ein sehenswertes Tor, sondern sendete damit auch ein klares Signal – sie ist wieder da und will mehr.
Die alte Diskussion mit dem Bundestrainer? Abgehakt
Noch im Mai hatte Anyomi mit deutlichen Worten auf sich aufmerksam gemacht. Trotz starker Zahlen in der Bundesliga – 14 Tore und neun Assists – fühlte sie sich im DFB-Team nicht ausreichend eingebunden. Ihre öffentliche Kritik an der mangelnden Kommunikation mit dem Trainerteam sorgte für Diskussionen. Doch inzwischen ist das Thema ausgeräumt. Man habe sich ausgesprochen, betont die Stürmerin, und „da ist nichts hängen geblieben“. Heute zeigt sich Anyomi verständnisvoll: Jeder Trainer habe eben seinen eigenen Stil. Wichtig ist für sie vor allem eines – dass sie nun wieder fit ist und eine klare Rolle im Team hat.
UEFA Nations League Spielplan im Finale
Frankfurt-Form als Rückenwind für den DFB
Auch bei Eintracht Frankfurt läuft es für Anyomi rund. Mit elf Toren und fünf Vorlagen gehört sie erneut zu den Leistungsträgerinnen ihres Teams. Zuletzt glänzte sie im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League gegen PSV Eindhoven mit einem Doppelpack. Die Form stimmt – und das gibt Rückenwind für die Nationalmannschaft. Gerade weil mit Lea Schüller (private Gründe) und Giovanna Hoffmann (Kreuzbandriss) zwei Offensivspielerinnen ausfallen, kommt Anyomis aktuelles Hoch zur rechten Zeit. Sie selbst sieht noch Luft nach oben: „Ich glaube, dass ich noch nicht fertig bin. Ich kann noch etwas draufpacken.“
Offene Zukunft: Bleibt Anyomi in Frankfurt?
Neben der sportlichen Herausforderung in der Nations League steht auch ihre berufliche Zukunft auf dem Prüfstand. Nach fünf Jahren bei Eintracht Frankfurt läuft ihr Vertrag im Sommer aus. Gespräche über eine Verlängerung haben begonnen, aber auch ein Wechsel ist nicht ausgeschlossen. Anyomi hält sich alle Optionen offen – ganz ohne Druck.