Neues US-Visum für Torabi: Iran atmet auf, Taremi klagt über ein „Desaster“
Neues US-Visum für Mehdi Torabi: Der Iran darf seinen Flügelspieler dank FIFA-Abstimmung bei der WM 2026 nun ohne neue Einreise-Hürde in die USA mitnehmen.
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Neues US-Visum für Mehdi Torabi: Der Iran darf seinen Flügelspieler dank FIFA-Abstimmung bei der WM 2026 nun ohne neue Einreise-Hürde in die USA mitnehmen.
Die FIFA hat im vergangenen Jahr mit Einnahmen von 2,31 Milliarden Dollar ihr Budgetziel um neun Prozent übertroffen, woraufhin das Gesamtbudget für den Zyklus 2027–2030 auf 14 Milliarden Dollar erhöht wurde; als zentraler Treiber gilt die Klub-WM in den USA, die rund 1,85 Milliarden Euro einspielte und 870 Millionen Euro direkt an teilnehmende Klubs ausschüttete. Teile der Mehreinnahmen fließen in Solidaritätsprogramme (217,4 Mio. Euro) und einen Sicherungstopf (32,2 Mio. Euro); zudem verfügte die FIFA zum 31.12.2025 über Reserven von 2,35 Milliarden Dollar sowie liquide Mittel und Finanzanlagen in Höhe von 6,04 Milliarden Euro.
Der Streit um Irans WM-Teilnahme dominiert die Debatte: US‑Präsident Trump sendet widersprüchliche Signale zur Sicherheit iranischer Spieler, Teheran droht mit Boykott, und Gianni Infantino sowie die FIFA stehen unter massivem Druck, ohne einen öffentlich bekannten Plan B. Weniger als 100 Tage vor dem Turnier gefährden diese Unsicherheiten die WM‑Planung und Playoffs — mögliche Nachrücker wie der Irak (mit den VAE als Playoff-Ersatz) werden gehandelt, doch regionale Konflikte und Flugroutenprobleme stellen logistische Risiken dar.
Gianni Infantino gerät wegen seiner zunehmenden Nähe zu Donald Trump massiv in die Kritik: Treffen im Oval Office, ein FIFA-Büro im Trump Tower, öffentliche Auftritte (u. a. bei der Melania-Premiere) sowie die Übergabe einer WM-Trophäen-Nachbildung und eines von ihm gestifteten Friedenspreises werden als Verstöße gegen die in den Statuten verankerte Neutralitätspflicht gewertet, eine Beschwerde liegt jetzt der FIFA-Ethikkommission vor. Verteidiger sprechen von pragmatischer Realpolitik, doch der Vorgang belastet die Compliance und Reputation der FIFA und wirft Fragen zur Auswirkung auf WM-Themen (u. a. Iran) auf.
FIFA hat die offiziellen Maskottchen der WM 2026 vorgestellt: Clutch (Weißkopfseeadler) für die USA, Maple (Elch) für Kanada und Zayu (Jaguar) für Mexiko — enthüllt wurden sie per Social‑Media‑Teaser nach einem geleakten Bild und erscheinen in den jeweiligen Landstrikots. Jedes Tier hat eine Spielposition (Clutch Mittelfeld, Maple Torwart, Zayu Stürmer), greift nationale und kulturelle Symbole auf und wird Teil der Marketing‑ und Lizenzstrategie inklusive Merchandise und einem neuen Videospiel.
Zum 90. Geburtstag ist das öffentliche Vermächtnis des ehemaligen FIFA-Chefs Sepp Blatter von Klagen, Korruptionsvorwürfen und Krisen geprägt: Jahrelang formte er die FIFA, ehe Razzien, Ermittlungen und Vorwürfe um Stimmenkauf und dubiose Zahlungen sein Erbe überschatteten. Die Razzia im Zürcher Hotel Baur au Lac 2015, die umstrittenen WM-Vergaben an Russland und Katar sowie der Platini-Prozess — aus dem er zuletzt freigesprochen wurde — stehen symbolisch für diese Ära; Blatter verteidigt sich bis heute, kritisiert Nachfolger Gianni Infantino scharf und fordert eine ehrhafte Verabschiedung.
Die UEFA will bis Ende nächster Woche entscheiden, ob die für den 27. März im Lusail-Stadion in Doha geplante FIFA Finalissima zwischen Weltmeister Argentinien und Europameister Spanien angesichts der seit dem vergangenen Wochenende eskalierten Lage im Nahen Osten stattfinden kann. UEFA und lokale Organisatoren führen intensive Gespräche und prüfen die Sicherheitslage vor Ort; derzeit werden keine Ausweichorte in Betracht gezogen, die endgültige Aussage hängt an der laufenden Risikoanalyse für Teams, Offizielle und Zuschauer.
Ein Rückzug würde dem iranischen Verband erhebliche finanzielle und sportliche Folgen bringen: Die FIFA sieht Mindeststrafen von 250.000 CHF (bei Rückzug ≥30 Tage vor Turnierbeginn) bzw. 500.000 CHF (bei späterem Rückzug) vor, zudem müssten erhaltene Fördergelder zurückgezahlt und Vorbereitungs- sowie Preisgelder verloren werden — daraus würden sechsstellige bis mögliche Millionenverluste resultieren. Außerdem droht ein Ausschluss von der WM 2030; angesichts der Visa- und politischen Spannungen beobachtet die FIFA die Lage genau, weil ein Rückzug oder Ausschluss auch Nachrücker und organisatorische Probleme nach sich ziehen würde.
Die FIFA hat zum 100‑Tage‑Countdown das offizielle WM‑2026‑Poster vorgestellt – eine Collage, entworfen von Hank Willis Thomas, Minerva GM und Carson Ting, die nach Angaben der Organisatoren Energie, Vielfalt und die „inklusivste WM“ symbolisieren soll, lobend kommentiert von Präsident Gianni Infantino. In den sozialen Netzwerken sorgt das Motiv jedoch für Spott, Skepsis und zahlreiche Memes und Umbauten (darunter eine virale Parodie mit Soldatenmotiv); viele Nutzer nennen das Design „hässlich“ oder „langweilig“ und einige rufen sogar zum Boykott auf.
Die iranischen Fußballerinnen gehen mit großen Sorgen um Familien und Freunde in ihr zweites Gruppenspiel gegen Gastgeber Australien, weil eine Internetsperre den Kontakt in die Heimat nahezu unmöglich macht — Trainerin Marziyeh Jafari sprach von einem vollständigen Abgeschnittensein, Stürmerin Sara Didar brach sichtlich emotional zusammen. Sportlich will das Team trotz der Belastung professionell auftreten: Nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Südkorea bereiten sich die Iranerinnen auf das Spiel gegen Australien vor und schließen die Gruppe gegen die Philippinen ab.