WM 2026 Einreise Schikane: Social-Media-Pläne der USA „absolut inakzeptabel“

Die neuen Regelungen der US-Regierung sorgen für Aufregung, besonders im Hinblick auf die Fußball-WM 2026 und einem möglichen Roadtrip durch die Staaten. Reisende müssen künftig ihre Online-Aktivitäten über fünf Jahre offenlegen, was als Eingriff in die Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre gewertet wird. Ronan Evain, Geschäftsführer von Football Supporters Europe, fordert die sofortige Rücknahme dieser Maßnahmen. Die Auswirkungen auf die Fußballfans und die Sicherheit des Turniers sind enorm und müssen wie eine drängende Bedrohung behandelt werden.

EAST RUTHERFORD, NEW JERSEY - 13. JULI: Reece James (24) vom FC Chelsea hebt nach dem Sieg seiner Mannschaft die Trophäe der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 in die Höhe, während US-Präsident Donald Trump nach dem Endspiel der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 zwischen dem FC Chelsea und Paris Saint-Germain im MetLife Stadium am 13. Juli 2025 in East Rutherford, New Jersey, eine Reaktion zeigt. David Ramos/Getty Images/AFP (Foto: David Ramos / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
EAST RUTHERFORD, NEW JERSEY – 13. JULI: Reece James (24) vom FC Chelsea hebt nach dem Sieg seiner Mannschaft die Trophäe der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 in die Höhe, während US-Präsident Donald Trump nach dem Endspiel der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 zwischen dem FC Chelsea und Paris Saint-Germain im MetLife Stadium am 13. Juli 2025 in East Rutherford, New Jersey, eine Reaktion zeigt. David Ramos/Getty Images/AFP (Foto: David Ramos / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Empörung über neue US-Regelungen für Fußballfans

Die Anordnung des US-Heimatschutzministeriums, wonach Reisende aus visumfreien Ländern, darunter auch Deutsche, ihre sozialen Medien der letzten fünf Jahre vorlegen müssen, führt zu massiven Protesten. Diese neue Regelung wird von vielen als inakzeptabel angesehen, da sie eine „beklemmende Atmosphäre der Überwachung“ schafft, die dem Geist der Weltmeisterschaft entgegensteht. Ronan Evain, Geschäftsführer von Football Supporters Europe (FSE), äußerte sich entsprechend gegenüber der Sportschau und forderte die US-Regierung auf, sich von diesen Plänen zu distanzieren.

Privatsphäre und Sicherheit der Fans in Gefahr

Die neue Vorschrift sieht auch die Offenlegung persönlicher Daten von Familienangehörigen vor, was die Sorgen der Fans weiter verstärkt. Namen, Adressen und Telefonnummern müssen bereitgestellt werden, was viele Fußballanhänger in ihrer Entscheidungsfreiheit einschränkt. „Kein Fußballfan sollte seine Rechte aufgeben müssen, nur weil er eine Grenze überquert“, so Evain weiter. Diese Regelung könnte für viele eine unüberwindbare Hürde darstellen, um an der WM in den USA teilzunehmen.

FIFA unter Druck: Sicherheitsdoktrin klären

Die FIFA sieht sich nun in der Pflicht, auf diese neuen Entwicklungen zu reagieren. Minky Worden von Human Rights Watch hat die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, Druck auf die Trump-Regierung auszuüben. Ihrer Meinung nach darf die WM nicht missbraucht werden, um Fans und Journalisten auszuschließen, deren Meinungen möglicherweise nicht erwünscht sind. Die Erwartung ist, dass die FIFA klare Informationen über die Sicherheitsdoktrin des Turniers bereitstellt, damit die Fans fundierte Entscheidungen treffen können.

Ticketverkauf in vollem Gange

Obwohl sich der Ticketverkauf für das Turnier in der finalen Phase befindet, könnte die Unsicherheit um die neuen Regelungen zahlreiche Fans davon abhalten, ihre Tickets zu buchen. Das kommunizierte Sicherheitskonzept und die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen transparent gemacht werden, damit sich die Zuschauer auf das Gastgeberland und das Sportereignis freuen können, anstatt über erhebliche Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit nachzudenken.