Fifa Ex-Präsident Blatter zu Russland-Rückkehr: „Politik vom Sport trennen“

Ex-FIFA-Präsident Joseph S. Blatter spricht sich für eine mögliche Rückkehr Russlands in den internationalen Fußball aus und forderte in der Sport Bild ausdrücklich, „Politik vom Sport zu trennen“; er warnte vor pauschalen Ausschlüssen und betonte, er sei „kein Richter“. Als Argumente nannte er die offenere Linie seines Nachfolgers Gianni Infantino, Beispiele aus anderen Sportarten (u. a. Tennis) und die Vergabe von Wildcards bei den paralympischen Winterspielen, während russische Verbände im Fußball seit dem Angriffskrieg 2022 weiter gesperrt bleiben.

FIFA Präsident Gianni Infantino (Foto Depositphotos.com)

Infantinos FIFA Imperium: Zehn Jahre voller Geld, Gier und Größenwahn – Die totale Diktatur?

Zehn Jahre nach seiner Wahl 2016 prägt Gianni Infantino die FIFA als dominante, zunehmend zentralistisch agierende Figur — statt versprochener Reformen sehen Kritiker eine Machtkonzentration und ein System aus Geld, Einfluss und gebrochenen Reformzusagen. Unter seiner Führung wuchsen Einnahmen und Mega‑Turniere (48er Männer‑WM, größeres Frauen‑Turnier, 32er Klub‑WM) sowie die Zahl der Kommissionen, zugleich mehren sich Vorwürfe von Intransparenz, politischer Nähe zu Staatschefs und fragwürdigen Entscheidungen wie der Vergabe der WM 2034.

Franz Beckenbauer (R) erhält den Presidential award von FIFA Präsident Joseph Blatter beim FIFA Ballon d'Or 2013. AFP PHOTO / OLIVIER MORIN

FIFA Beben – „Totale Diktatur“: Blatter kritisiert Infantino und Trump

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter übte in einem Radio‑Interview scharfe Kritik an Gianni Infantino und an US‑Präsident Donald Trump und bezeichnete Trumps Einfluss auf die WM‑Planung in den USA, Mexiko und Kanada als „das Schlimmste, was der FIFA passiert ist“. Er warnt vor einer zunehmenden „Diktatur“ innerhalb der FIFA, klagt, Funktionären würden „Handschellen“ angelegt und Geld oder Aufstiegschancen angeboten, um sie zum Schweigen zu bringen, rief die Mitglieder zum Handeln auf, lehnte einen Boykott des Turniers aber ausdrücklich ab.

WASHINGTON, DC - 07. MÄRZ: Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), spricht neben US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung im Oval Office des Weißen Hauses am 07. März 2025 in Washington, DC. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto von Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Board of Peace von Trump: Deshalb verstößt Gianni Infantino gegen FIFA-Regeln

FIFA‑Präsident Gianni Infantino steht nach seinem Auftritt beim von Donald Trump geleiteten Board of Peace in Washington unter Beobachtung: Er stellte dort Projekte für den Gazastreifen vor, kündigte eine Zusammenarbeit mit dem Board an und wurde in einem Clip mit einer roten „USA“-Baseballkappe gezeigt, was Fragen zur politischen Neutralität und einem möglichen Verstoß gegen Artikel 15 (mit Verweis auf Art. 14) des FIFA‑Ethikkodex aufwirft. Ob ein Verstoß vorliegt, ist bislang unklar und es gibt keine bestätigte Untersuchung; mögliche Sanktionen reichen bis zu 10.000 CHF Geldstrafe und bis zu zwei Jahre Sperre, während Infantinos Nähe zu US‑Vertretern vor der WM 2026 zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt.

Uli Hoeneß, Vorstandsmitglied und ehemaliger Präsident des FC Bayern München, spricht während der Präsentation einer Ausstellung des deutschen Fußballvereins FC Bayern München über dessen Stadion mit dem Titel „20 Jahre Allianz Arena – Luftschloss, Wohnzimmer, Opernbühne” am 30. Juli 2025 auf dem Stadiongelände in München. (Foto: Alexandra BEIER / AFP)

FC Bayern Ikone Uli Hoeneß zur Fußball WM 2026, Infantino & Tuchel

In einem seiner selten gewordenen großen Interviews in der Bildzeitung hat sich Uli Hoeneß (74) mit deutlichen Worten zur kommenden Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko geäußert. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München teilte dabei in gewohnter „Abteilung Attacke“-Manier in mehrere Richtungen aus: gegen die FIFA-Pläne, politische Einmischung und die Führung des Weltverbandes. …

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Liveblog zur WM 2026 Auslosung

FIFA kündigt Hilfsfonds für Gaza an und vergibt 75 Millionen Euro

Die FIFA hat einen Fonds zum Wiederaufbau zerstörter Sportanlagen im Gazastreifen angekündigt und ein vierphasiges Programm für Infrastruktur und Nachwuchsarbeit vorgestellt; US‑Präsident Donald Trump sagte beim ersten Treffen des neu geschaffenen „Friedensrats“, die FIFA werde helfen, 75 Millionen Dollar einzuwerben, eine Summe, die die FIFA selbst nicht bestätigt hat.
Geplant sind zunächst 50 Minifelder, Schulprogramme und Ausrüstungs‑Verteilungen, danach fünf Normspielfelder zur Vereinsgründung, ein Hochleistungszentrum für Elite‑ und Bildungsförderung sowie abschließend ein Nationalstadion (20.000 Plätze), mit dem Ziel, sichere, barrierefreie Spielmöglichkeiten und die Grundlage für organisierte Vereine und strukturierte Nachwuchsförderung zu schaffen.

Aleksander Ceferin (UEFA President), ber der offiziellen Enthüllung des UEFA EURO 2024 logos in Berlin, 05.10.2021, Photo: Thomas Boecker/DFB

UEFA Chef Ceferin: Keine Russen-Rückkehr in die UEFA Turniere

Die UEFA hält am Ausschluss russischer Mannschaften aus ihren Wettbewerben fest: Präsident Aleksander Čeferin bekräftigte nach dem Kongress in Brüssel, die Position habe sich nicht geändert, räumte aber ein, dass sich die Lage schnell wandeln könne. FIFA-Chef Gianni Infantino forderte zuletzt zumindest eine Prüfung einer Rückkehr — vor allem im Jugendbereich — was in der Ukraine scharfe Kritik und im Kreml Zustimmung auslöste; Verbandschef Andrij Schewtschenko lud Infantino daraufhin in die Ukraine ein.

WASHINGTON, DC - 07. MÄRZ: Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), spricht neben US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung im Oval Office des Weißen Hauses am 07. März 2025 in Washington, DC. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto von Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Fußball WM 2026: Donald Trump droht Kanada als Co-Gastgeber

US‑Präsident Donald Trump hat Kanada wegen eines Handelsabkommens mit China scharf attackiert, das Land als «eaten alive» bezeichnet und gedroht, die Eröffnung der Gordie Howe International Bridge zu blockieren – ein Vorgang, der die Vorbereitungen Kanadas als Co‑Gastgeber der WM 2026 überschattet. Trump behauptet, die Brücke enthalte «praktisch keinen US‑Anteil» und dürfe erst geöffnet werden, wenn die USA «vollständig entschädigt» wären, womit alte Spannungen über Zölle, Elektrofahrzeug‑Deals und Handelsfragen neu aufbrechen.

EM 2028 & EM 2032 - Wo finden die nächsten beiden Fußball Europameisterschaften statt? (Copyright depositphotos.com)

WM 2026 & die UEFA: Zwischen Russland & Trump-Boykott

Beim UEFA-Gipfel in Brüssel dominierte die Debatte um die WM und die politische Positionierung des europäischen Fußballs: Hans-Joachim Watzke und DFB-Chef Bernd Neuendorf versuchten zu beruhigen, doch Druck durch Donald Trumps Einfluss, umstrittene Auftritte von Gianni Infantino und die mögliche Rückkehr Russlands verhinderten eine ruhige Tagesordnung. EU-Abgeordnete und Verbandsvertreter fordern ein klares Bekenntnis zu Menschenrechten, Inklusion und internationalen Normen; diskutiert werden auch Boykott-Optionen und strategische Entscheidungen, die Europas Haltung gegenüber FIFA und der WM nachhaltig prägen könnten.

FIFA Präsident Gianni Infantino (Foto Depositphotos.com)

FIFA-Präsident Gianni Infantino zu Russland – Kritik aus der Ukraine

Die Äußerungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino über eine mögliche Rückkehr russischer Fußballmannschaften in internationale Wettbewerbe haben in der Ukraine und darüber hinaus für heftige Kritik gesorgt. Ukrainische Vertreter, darunter Außenminister Andrij Sybiha, argumentieren, dass dies eine moralische Entgleisung darstellt, während sie auf die Auswirkungen des Krieges auf ukrainische Kinder hinweisen und eine Beibehaltung der Sanktionen fordern. Internationale Unterstützung für die ukrainische Position wächst, und die FIFA steht unter Druck, ihre Haltung angesichts des anhaltenden Konflikts nicht zu ändern.