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Die FIFA kündigt einen Fonds zum Wiederaufbau zerstörter Sportanlagen im Gazastreifen an und konkretisiert ein vierphasiges Programm für Infrastruktur und Nachwuchsarbeit. US-Präsident Donald Trump sagte beim ersten Treffen des neu geschaffenen „Friedensrates“ in Washington, die FIFA werde helfen, insgesamt 75 Millionen Dollar für Projekte in Gaza einzuwerben. Die FIFA selbst nannte die Summe zwar nicht, legte aber konkrete Maßnahmen fest: Mini‑ und Normfelder, ein Schulprogramm, Ausrüstungs‑Verteilungen sowie ein Hochleistungszentrum und ein Nationalstadion. Ziel ist es, sichere, barrierefreie Spielmöglichkeiten zu schaffen und die Grundlage für organisierte Vereine und strukturierte Nachwuchsförderung zu legen.

Vierphasiges Wiederaufbauprogramm der FIFA
Die FIFA konkretisiert ihr Wiederaufbauprogramm für den Gazastreifen in vier aufeinanderfolgenden Phasen. Zunächst sieht die Planung den Bau von 50 Minifeldern vor, um rasch sichere und barrierefreie Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Gleichzeitig sollen Programme wie „Fußball für Schulen“ eingeführt und Ausrüstung verteilt werden, damit Schulsport und informelle Spielangebote unmittelbar wieder anlaufen können.
Aufbau von Spielstätten und Vereinsstrukturen
In einer zweiten Phase plant die FIFA den Bau von fünf Spielfeldern in Normgröße als Basis für die Gründung lokaler Vereine und für die Strukturierung der Nachwuchsförderung. Diese Plätze sollen als Trainings‑ und Spielorte dienen, um regelmäßiges Mannschaftstraining, Talentförderung und lokale Wettbewerbe zu ermöglichen. Dadurch sollen Vereinsstrukturen entstehen, die nachhaltige Ausbildungs‑ und Spielbetriebskonzepte aufnehmen können.
Hochleistungszentrum und Nationalstadion
Die dritte Phase sieht ein Hochleistungszentrum vor, das Eliteförderung, Bildungsangebote und Unterkunft kombiniert, um Talente gezielt zu entwickeln. Das Zentrum soll Trainingsinfrastruktur, Bildungsprogramme und Wohnmöglichkeiten für Nachwuchsspieler bündeln und so eine langfristige Perspektive für die Nachwuchsentwicklung schaffen. Als vierte Phase plant die FIFA den Bau eines Nationalstadions mit einer Kapazität von 20.000 Plätzen, das als nationales Leistungszentrum und Austragungsort für größere Veranstaltungen dienen soll.
Finanzierung, Partnerschaften und politischer Kontext
Nach Angaben der FIFA sollen die finanziellen Mittel „von internationalen Führungskräften und Institutionen“ bereitgestellt werden; konkrete Geldgeber nannte die Organisation nicht. US‑Präsident Donald Trump erklärte beim Treffen des „Friedensrates“, die FIFA werde helfen, insgesamt 75 Millionen Dollar für Projekte in Gaza einzuwerben. FIFA‑Präsident Gianni Infantino sprach von „einem wegweisenden Partnerschaftsabkommen, das Investitionen in den Fußball fördern und so den Wiederaufbauprozess in Nachkonfliktgebieten unterstützen wird“.
Entstehung des Friedensrates und Hintergrund
Der „Friedensrat“ war nach einer im Oktober vermittelten Waffenruhe ins Leben gerufen worden; die Vermittlung erfolgte nach Angaben der beteiligten Staaten gemeinsam durch die USA, Katar und Ägypten. Der aktuelle Wiederaufbauplan erfolgt vor dem Hintergrund des Kriegs, der durch den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war.