Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Borussen Trainer Niko Kovac mahnt volle Konzentration auf das Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig und warnt: „Das Spiel wird uns alles abverlangen“ – ein vorzeitiger Blick auf das Heimspiel gegen Bayern München am 28. Februar wäre gefährlich. Der BVB liegt vor dem 23. Spieltag sechs Punkte hinter dem Rekordmeister und braucht zwingend Siege, um im Titelrennen zu bleiben. Personelle Probleme in der Defensive und die Champions-League-Belastung verschärfen die Lage zusätzlich.

Kovac warnt vor RB Leipzig
Niko Kovac fordert ungeteilte Aufmerksamkeit für die Partie in Leipzig und macht deutlich, dass ein Vorrücken im Kopf auf das Duell gegen Bayern den Fokus zerstört. „Unterschätzen wir diesen Gegner nicht!“, sagte Kovac und betonte zugleich, dass das Spiel den Dortmundern alles abverlangen werde. Trotz der derzeit schwierigen Phase bei RB nimmt Kovac den Gegner ernst und verlangt von seiner Mannschaft, Schritt für Schritt vorzugehen statt auf das Heimspiel gegen die Bayern zu schielen. Für Dortmund gilt an diesem Wochenende: zuerst Leipzig, dann erst die Gedanken an das Titelrennen.
Personalsorgen in der Defensive
Personell ist der BVB angeschlagen: Nico Schlotterbeck, Emre Can, Niklas Süle und Filippo Mané fehlten bereits jüngst in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Schlotterbeck könnte nach Kovacs Äußerungen zwar eine Option für Leipzig sein, doch der Nationalspieler soll seine muskulären Probleme auskurieren, um für wichtigere Aufgaben fit zu sein. Es scheint sogar möglich, dass Schlotterbeck nicht nur auf das Leipzig-Spiel verzichtet, sondern auch auf die Reise zum Play-off-Rückspiel in der Champions League in Bergamo am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN). Dennoch hat Dortmund ohne Schlotterbeck gegen die Italiener bereits eine 2:0-Vorlage geschaffen, was die Optionen in der Defensive nicht komplett ausschließt.
Titelrennen, Tordifferenz und Druck auf den BVB
Vor dem 23. Spieltag beträgt der Rückstand auf Bayern München sechs Punkte; durch die Tordifferenz fühle sich der Rückstand „gefühlt neun“ an, so Abwehrspieler Waldemar Anton im Sky-Interview. Anton betonte zugleich: „Wer keine Titelträume hat, ist falsch bei Borussia Dortmund. Die Jungs wissen, worauf es ankommt. Wir versuchen alles, dass es nochmal spannend wird.“ Damit liegt der Druck klar beim BVB: Siege sind Pflicht, ein Unentschieden oder eine Niederlage wären schädlich fürs Titelrennen. Bayern-Trainer Vincent Kompany relativierte die Diskussion um den Vergleich mit Dortmund und konzentrierte sich auf das anstehende Spiel gegen Eintracht Frankfurt: „Jetzt im Moment gilt nur Frankfurt.“ Gleichzeitig sprach Kompany pragmatisch über Belastungs- und Kartenmanagement: „Man kann nicht alles planen. Wir müssen schlau sein, aber wir können auch nicht überschlau sein.“