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Nach einem turbulenten Finale um den Afrika-Cup übt Marokkos Chefcoach Walid Regragui scharfe Kritik am Auftreten des afrikanischen Fußballs. Der Senegal errang durch einen 1:0-Sieg in der Verlängerung gegen Marokko den Titel, doch das Spiel wurde von einem umstrittenen Elfmeterpfiff und Protesten überschattet. Regragui beschreibt die Situation als beschämend und fordert eine bessere Darstellung des afrikanischen Fußballs auf der weltweiten Bühne.

Marokkos Trainer kritisiert das Finale
Walid Regragui, der Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft, äußerte sich nach dem dramatischen Spiel äußerst enttäuscht über die Geschehnisse. „Das Bild, das wir vom afrikanischen Fußball abgegeben haben, war eher beschämend“, sagte Regragui. Die Partie, die vor einer globalen Zuschauerzahl stattfand, wurde mehr als zehn Minuten unterbrochen, was für große Verwirrung sorgte. „Ein Spiel so lange zu unterbrechen, ist nicht sehr stilvoll“, fügte der Übungsleiter hinzu.
Kontroverser Elfmeter sorgt für Proteste
Der entscheidende Moment des Spiels kam kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit, als ein umstrittener Elfmeter für Marokko verhängt wurde. In einer hitzigen Atmosphäre verließ das senegalesische Team aus Protest den Platz. Sicherheitskräfte mussten eingreifen, um zu verhindern, dass Fans die Spielfläche stürmten. Letztlich gelang es Sadio Mané, seine Mitspieler zur Rückkehr zu bewegen, um das Finale fortzusetzen.
Pape Gueye wird zum Helden des Senegals
In der Verlängerung sicherte Pape Gueye mit einem beeindruckenden Treffer den Sieg für den Senegal und machte sich damit zum gefeierten Helden des Spiels. Mit diesem Erfolg gewann Senegal den Afrika-Cup zum zweiten Mal, nachdem das Team bereits 2022 triumphiert hatte. Marokkos Brahim Díaz hingegen verschoss den entscheidenden Strafstoß, was die Enttäuschung der marokkanischen Mannschaft nur verstärkte.
Mané kündigt Karriereende an
Nach dem Spiel stand Sadio Mané erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, als er ankündigte, seine Länderspielkarriere nach der kommenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zu beenden. „Wenn man Sadio Mané heißt, gehört diese Entscheidung nicht mehr nur ihm“, erklärte Nationaltrainer Pape Thiaw. „Das Land ist nicht einverstanden.“ Die Entscheidung von Mané, die im Affekt getroffen schien, wurde von vielen Fans und Experten als emotional und prägend für die Zukunft des senegalesischen Fußballs angesehen.