Fußball WM 2026: Mario Basler dämpft Erwartungen an Nationalmannschaft

Mario Basler hat die Erwartungen an das DFB-Team vor der WM 2026 deutlich gedämpft. Der Ex-Profi sieht die Nationalmannschaft nicht als Favoriten auf den Titel und äußert Bedenken hinsichtlich der Defensive. In seinem Podcast „Basler Ballert“ spricht er über die Herausforderungen, die das Team im kommenden Turnier erwarten könnte.

Der deutsche Verteidiger Antonio Rüdiger (Nr. 02) kontrolliert den Ball während des Viertelfinal-Rückspiels der UEFA Nations League zwischen Deutschland und Italien im Signal-Iduna-Park-Stadion in Dortmund, Westdeutschland, am 23. März 2025. (Foto von Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)
Der deutsche Verteidiger Antonio Rüdiger (Nr. 02) kontrolliert den Ball während des Viertelfinal-Rückspiels der UEFA Nations League zwischen Deutschland und Italien im Signal-Iduna-Park-Stadion in Dortmund, Westdeutschland, am 23. März 2025. (Foto von Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)

Kritik an Rüdiger und Schlotterbeck

Besonders Antonio Rüdiger, der sich nach einer Oberschenkelverletzung zurückgekämpft hat, steht in der Kritik. Basler äußert sich skeptisch über Rüdigers Rolle: „Er dürfte normalerweise gar keine Rolle mehr spielen. Der wird in der Rückrunde auch bei Real Madrid keine Chance mehr haben.“ Die Einschätzung des Bayern-Profis zu Rüdiger wirft Fragen zur Form und Konstanz des Innenverteidigers auf.

Ähnliche Töne kamen auch von Jermaine Jones, der ebenfalls im Podcast zu Gast war. Jones kritisierte das defensive Verhalten von Schlotterbeck und betonte: „Wir reden immer nur darüber, wie gut er das Spiel eröffnen kann, aber ein Abwehrspieler ist dazu da, um das Tor zu verteidigen. Da sehe ich riesige Probleme.“ Dies habe sich besonders in der Champions League gezeigt.

Basler äußert Skepsis vor der WM 2026

Die Vorfreude auf die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wächst, doch Mario Basler sieht die deutsche Nationalmannschaft weit von einem möglichen Titelgewinn entfernt. Laut dem ehemaligen DFB-Spieler gehört das Team nicht zu den Favoriten: „Ich glaube nicht an ein Halbfinale der deutschen Mannschaft“, so Basler in seinem Podcast.

Er wünscht sich, dass die DFB-Elf das Viertelfinale erreicht, gibt jedoch zu bedenken, dass ein mögliches Duell gegen Frankreich im Achtelfinale eine große Herausforderung darstellt. „Ich weiß nicht, ob wir im Achtelfinale ein Duell mit den Franzosen überstehen würden“, erklärt Basler, der auf den möglichen Turnierbaum verweist.

Defensive als größtes Problem erkannt

Basler geht mit seiner Kritik noch weiter und bemängelt die Qualität der deutschen Defensive. „Die Defensive wird unser größtes Problem sein“, warnt er und führt ein Tempodefizit als Hauptgrund an. Spieler wie Nico Schlotterbeck, Joshua Kimmich und David Raum fehlt es an ausreichender Schnelligkeit, während Jonathan Tah zwar schnell ist, aber nicht die geforderte Geschwindigkeit mitbringt.

Quelle: t-online.de