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Die Anstoßzeiten der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sorgen für Aufregung unter den TV-Verantwortlichen von ARD und ZDF, MagentaTV wollte sich bisher nicht äußern. Bei der Veröffentlichung des Spielplans durch die FIFA wurden sie mit insgesamt 15 verschiedenen Anstoßzeiten überrascht. Diese unerwartete Änderung stellt die Planungen der Sender vor erhebliche Herausforderungen, da mehr als die Hälfte der Spiele in der Nacht stattfinden wird.

Überraschung bei der Anstoßzeiten-Veröffentlichung
Die Veröffentlichung des Spielplans für die WM 2026 in Nordamerika hat für große Unruhe gesorgt. Während der Präsentation im Hilton-Hotel in Washington wurden die TV-Verantwortlichen von der Vielzahl an Anstoßzeiten überrumpelt. Ursprünglich waren nur vier Anstoßzeiten im Gespräch, wobei die Spiele laut den vorherigen Informationen um 18.00 Uhr, 21.00 Uhr, 00.00 Uhr und 03.00 Uhr MESZ beginnen sollten. Die Realität sieht nun jedoch anders aus.
Vielfalt der Anstoßzeiten und ihre Auswirkungen
Die neuen Anstoßzeiten reichen von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens MESZ, was dreimal so viele Optionen wie bei der letzten WM darstellt. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die TV-Planung, sondern auch auf die Fans. Besonders die Spiele, die um Mitternacht oder später beginnen, stellen eine echte Herausforderung dar. So müssen Zuschauer, die das österreichische Team unter Trainer Ralf Rangnick verfolgen möchten, zu unüblichen Zeiten auf den Fernseher schalten – einmal um 4.00 Uhr für das Spiel gegen Algerien und einmal um 6.00 Uhr gegen Jordanien.

Werbeproblematik für ARD und ZDF
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF stehen vor zusätzlichen Herausforderungen durch die neuen Anstoßzeiten. Werbung darf nur bis 20 Uhr ausgestrahlt werden, was bedeutet, dass die Sender Schwierigkeiten haben werden, Einnahmen zu generieren, die zur Deckung der hohen Kosten für die Übertragungsrechte erforderlich sind. Besonders problematisch wird es für die Spiele in der Vorrunde, die in der Nacht beginnen, da diese keine Werbespots zulassen.
FIFA verweist auf Marktentwicklungen
Die FIFA hat die Auswahl der Anstoßzeiten mit den extremen Temperaturen im US-Sommer und den unterschiedlichen Bedürfnissen der globalen TV-Märkte begründet. Während die Spiele in Katar fünf verschiedene Anstoßzeiten hatten, scheinen die Anforderungen und Möglichkeiten in Nordamerika noch komplexer zu sein. Die FIFA betont, dass die Anstoßzeiten mit Bedacht gewählt wurden, um den unterschiedlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.
ZDF-Sportchef Yorck Polus äußerte sich zu den Herausforderungen, die sich aus den neuen Anstoßzeiten ergeben. Diese betreffen nicht nur die Programmplanung, sondern auch die Logistik und den Personaleinsatz. Ebenso wird die Telekom, die die Rechte für 104 Partien erworben hat, vor Schwierigkeiten stehen, ihre Werbevermarktung erfolgreich zu gestalten.