WM 2026: DFB-Kapitän Kimmich zu möglichem US Boykott – Erinnerungen an Katar!

DFB-Kapitän Joshua Kimmich äußert sich klar zu den Forderungen eines möglichen WM-Boykotts aufgrund der politischen Spannungen zwischen den USA und europäischen Nato-Staaten. Inmitten der Debatte über die Weltmeisterschaft 2026 in den USA betont Kimmich, dass die Spieler sich nicht in politische Diskussionen einmischen sollten. Er verweist auf frühere Erfahrungen und sieht andere in der Pflicht, sich zu äußern.

MÜNCHEN, DEUTSCHLAND – 4. JUNI 2025: Joshua Kimmich – Das Halbfinalspiel der UEFA Nations League 2025 zwischen Deutschland und Portugal in der Allianz Arena.
MÜNCHEN, DEUTSCHLAND – 4. JUNI 2025: Joshua Kimmich – Das Halbfinalspiel der UEFA Nations League 2025 zwischen Deutschland und Portugal in der Allianz Arena.

Kimmich zu Boykottforderungen: „Ich nehme nicht mehr teil an der politischen Diskussion“

Die anhaltenden politischen Spannungen zwischen den USA und den Nato-Staaten, insbesondere in Bezug auf Grönland, bringen die deutsche Nationalmannschaft in den Fokus der Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2026, die auf US-amerikanischem Boden stattfinden wird, haben einige Politiker einen Boykott des Turniers ins Gespräch gebracht. CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt äußerte sich in der „Bild“-Zeitung und nannte eine Turnierabsage als „Ultima Ratio“, um auf die Grönlandfrage aufmerksam zu machen.

Kimmich sieht Verantwortung bei anderen

Nach dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Union Saint-Gilloise (2:0) wurde Kimmich direkt auf die möglichen Boykottforderungen angesprochen. Der Kapitän der DFB-Auswahl erklärte deutlich: „Ich nehme nicht mehr teil an der politischen Diskussion. Das haben wir ja gemerkt, dass es nicht zielführend ist, wenn wir Spieler uns da zu sehr politisch äußern.“ Diese Aussage verdeutlicht Kimmichs Haltung, dass Sport und Politik nicht immer in demselben Kontext betrachtet werden sollten.

Erfahrungen aus Katar: Politische Debatten und deren Folgen

Kimmichs Entscheidung, sich aus der politischen Diskussion herauszuhalten, ist auch durch die Erfahrungen bei der WM 2022 in Katar geprägt. Dort war das Turnier von erheblichen politischen Debatten um die Menschenrechtslage im Gastgeberland überschattet. Die FIFA hatte den Teams das Tragen der „One-Love-Binde“ als Zeichen für Vielfalt und Toleranz untersagt, was massive Kritik in Deutschland auslöste. Der DFB und seine Spieler reagierten mit einem symbolischen Protest, indem sie sich beim Mannschaftsfoto vor dem Mund hielten.

Kimmichs klare Ansage: „Es gibt andere, die sich besser auskennen“

Joshua Kimmich, der selbst die schwierigen Momente in Katar miterlebt hat, ist der Meinung, dass die Verantwortung für die politische Auseinandersetzung nicht allein bei den Spielern liegt. „Natürlich ist das auch ein bisschen unsere Verantwortung, sich bis zu einem gewissen Punkt auch zu äußern“, so Kimmich. Dennoch sieht er die Kompetenz für solche Themen bei „anderen Menschen in Deutschland, beim DFB“, die sich besser auskennen und sich zu den politischen Entwicklungen äußern sollten.