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Weltmeister Miroslav Klose hat beim Zweitligaclub 1. FC Nürnberg öffentlich Klartext gesprochen – und das ausgerechnet kurz vor dem Ende seines Vertrags. Nach der 1:2-Niederlage gegen Paderborn kritisierte der 47-Jährige Trainer erneut die Kaderpolitik des Vereins und stellte seine Zukunft beim Club damit offen in Frage. Die Aussagen lassen Zweifel aufkommen, ob er überhaupt noch länger in Nürnberg bleiben möchte.

Scharfe Kritik an der Kaderplanung
Klose bemängelte vor allem die kurzfristige und instabile Kaderzusammenstellung unter Sportvorstand Joti Chatzialexiou. Bereits in der Pressekonferenz vor dem Spiel machte er deutlich, dass eine nachhaltige Entwicklung unter den aktuellen Bedingungen kaum möglich sei. „Wenn man beim Club arbeitet, ist langfristig immer so eine Sache“, sagte Klose – ein Satz, der nicht nach einem Trainer klingt, der kurz vor einer Vertragsverlängerung steht.
„Kein Fundament, keine Kontinuität“
Im Interview mit Sky legte der Weltmeister nach: „Man kann sich hier nicht ein bisschen was aufbauen.“ Klose kritisierte den ständigen Umbruch im Kader und schilderte das Problem plastisch: Wenn ein Fan sich ein Trikot kauft, sei der Spieler oft schon ein halbes Jahr später wieder weg. Es fehle an einem stabilen Fundament. Klose fordert, wichtige Spieler längerfristig zu halten, um dem Team Struktur und Klarheit zu geben. Aktuell gebe es zu viele Wechsel, was die Entwicklung bremse.
Vertragsverlängerung? Fraglich!
Der Vertrag von Klose läuft im Sommer aus – angesichts seiner jüngsten Aussagen scheint eine Verlängerung alles andere als sicher. Noch in dieser Woche tagt der Aufsichtsrat des Clubs und wird sich wohl auch mit der Personalie Klose befassen. Die Zeichen stehen zumindest derzeit nicht auf Kontinuität.